Buch oder gute Quelle: Elektronik Reparaturen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Buch oder gute Quelle: Elektronik Reparaturen

      Existiert ein gutes Buch, dass
      - auf einem vertretbaren Niveau* startet
      - nicht den Aufbau elektronischer Schaltungen und Spielereien beinhaltet sondern
      - konkret die Fehlersuche in elektronischen Schaltungen am Beispiel erklärt
      - fehlendes Wissen "on the job" ergänzt
      - viele verschiedene Szenarien behandelt
      - vielleicht Checklisten mit Wahrscheinlichkeiten enthält
      - fokussiert auf IT oder Unterhaltungselektronik
      - was man einmal querliesst um einen Überblick zu gewinnen
      - und trotzdem konkret was drin nachschlagen kann

      Irgendwas, was Dummies pareto-mässig ein Werkzeug in die Hand gibt, Elektronik wieder flott zu machen?
      Erstehand Erfahrungen bevorzugt. Amazon-Sterne möchte ich nicht interpretieren.

      * Schul-Physik, ja ich gebs zu, LK
    • Hi, also Punkt 2 und 3 schließen sich gegenseitig aus.
      Meiner Meinung nach kann man erst sinnvoll auf Fehlersuche gehen, wenn man die Schaltung zumindest in den Grundzügen verstanden hat. Alles andere sind Zufallstreffer.
      Man kann aber sagen, dass Elektrolyt- und Tantal-Kondensatoren öfters die Fehlerursache sind. Genau so, wie DRAM.
      Ein Buch mit dem Inhalt, den du beschreibst gibt es nicht. Und wenn, wäre es wohl 3000 Seiten stark oder exakt auf deinen Wissensstand abgestimmt.

      Learning by doing ist noch immer am effektivsten. Oder halt ein Elektrotechnik-Studium.
    • Mit Punkt 2 meine ich, dass nicht die zehntausendste Ampelschaltung gebaut wird und der drölfzichtausendste Würfel.
      Ich frage ja auch nicht nach Perfektion, sondern nach gängigen UseCases und deren Wahrscheinlichkeiten.

      Strenggenommen wäre es ein Buch "Fusch mit Stochastik und Spass dabei" mit einem Index der in etwa so aussieht:

      1. Mainboard
      1.1 Schau dir die Elkos an
      1.1.3 So misst du richtig
      1.2 Schau dir die Leiterbahnen an
      1.2.2 So klingelst du durch
      1.3 Kalte Lötstellen
      1.4 .... 1.19
      1.20 Lass den Profi ran
    • kirschsuppe schrieb:

      1. Mainboard
      1.1 Schau dir die Elkos an
      1.1.3 So misst du richtig
      1.2 Schau dir die Leiterbahnen an
      1.2.2 So klingelst du durch
      1.3 Kalte Lötstellen
      1.4 .... 1.19
      1.20 Lass den Profi ran
      Sieht so aus, als könntest du das schon ;)
      Highscreen Colani BlueNote II 486DX4 100 MHz ⋮ Highscreen Colani Tower VL 486DX2 66MHz, Details (klick)
      Toshiba Satellite 320CDT Pentium MMX 233 MHz ⋮ Apple iMac G3 (Early 2001) Blue Dalmation PowerPC 750cx 600 MHz
    • Das beste Buch wird nichts bringen wenn du es nicht verstehst,

      Solltest du ein Logik Problem haben z.B. wirst du das kaum finden ohne die entsprechenden Kenntnisse und Werkzeuge.
      Wenn ich eine Schaltung nicht verstehe habe ich in der Regel keine Chance diese zu reparieren.

      Wenn mir nicht gerade ein blühender Elko ins Auge springt oder ein glühender IC (Geschenkter Gaul !)

      Selbst bei durchgebrannten/defekten Bau Teilen reicht es oft nicht diese zu ersetzen, man sollte sich auch Fragen warum ist dieses Bauteil kaputt, und was hat es verursacht und diese Ursache ebenfalls beheben.

      Deswegen ist es unerlässlich Methodisch vorzugehen, was heißt das man eben diese Kenntnisse erlernt.

      Ansonsten reichen für Grundlegende Dinge eigentlich die üblichen Bücher von Damals z.B. von Markt und Technik.

      Meine Empfehlung wäre wenn es einen wirklich interessiert selbst mal Schaltungen aufzubauen.
      Denn durch die Fehler die man beim Entwickeln und Aufbauen macht lernt man sehr viel und es hilft einen oft weiter.
      :wolke :beerdigung :Kabudd
    • @kirschsuppe

      Ich kann mir lebhaft vorstellen was Du Dir wünscht. *fingerheb* ;)
      Was wirklich hilft ist einen kleinen Anfang mit Bausätzen oder Nachbauten zu machen, in denen ihre Funktionsweise erklärt wird. Conrad Bausätze sind da zum Teil ganz gut.
      Eine auch noch so kleine und einfache Schaltung zu reparieren ist sehr schwierig, wenn man sie nicht versteht. Um aber eben dieses Verständnis zu bekommen ist eine Grundlage wichtig. Ohmsches Gesetz, Kirchhoffsche Regeln, Bauteilkunde.

      Ein Mainboard oder Grafikkarte ist eine hochkomplexe Schaltung die nur die wenigsten von uns bis ins Detail verstehen. Offensichtlich defekte Bauteile austauschen ist etwas ganz anderes als ein Beuelement ausfindig zu machen das seine Werte verändert hat oder ganz ausgefallen ist.

      Es gibt, wenn Du gerne lesen möchtest, Bücher über Grundlagen der Elektronik. Und bestimmt auch mit Anleitungen zum Nachbauen.
      Sehr zu Empfehlen sind auch einige Webseiten und Autoren zum Lernen.

      Loetstelle.NET
      Burkhard Kainka
      Sprut.de (Mein Mentor)
      Hobbyelektronik.de

      um nur einige zu nennen.

      Fang klein an - Blinkschaltungen oder kleine Verstärkerchen, vielleicht einen Empfänger.
      Mein erstes Projekt - da war ich 11 Jahre alt - war ein Mittelwellenradio nach Bauanleitung aus einem "Zack" Comic Heft. ...und der Auslöser für meinen Beruf bis heute. Mit dem Basteln kommt das Verständnis.

      Es gibt wirklich unmengen an Webseiten mit guten Tips und Anleitungen - Erklärungen usw...

      - Backfire -

      P.S.
      Es sind auch immer weniger Menschen, die noch auf Bauteilebene reparieren, geschweige denn die dafür notwendigen Kenntnisse besitzen. Zumeist werden Komponenten oder Baugruppen (Module) gewechselt und die Defekten weggeworfen.
      Es gibt im dem Fachbereich immer weniger Techniker und immer mehr "Teiletauscher".
      Aus Null lässt sich nichts anderes ableiten als Null. [Lem]
      Die Null ist für sich nichts negatives. Große Ansammlungen von Nullen können jedoch recht gefärlich werden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Backfire ()

    • Backfire schrieb:

      Es gibt im dem Fachbereich immer weniger Techniker und immer mehr "Teiletauscher".
      So wie fast überall...

      Rudimentär die Schaltungen nachzuvollziehen ist bei den alten Geräten noch teilweise möglich, aber bei allem was ICs hat ist sowas als Hobbybetreiber fast unmöglich komplett zu verstehen. Zum reparieren gibts dann auch nicht mehr viel, ausser Leiterbahnen sind unterbrochen oder Lötstellen kalt. Meist bleibt halt nur der Austausch von Komponenten.
      Wenn ich den C64 als Beispiel nehme, der ist sehr gut dokumentiert und man kommt noch einigermaßen damit zurecht, auch wenn die Fehlersuche manchmal viel Zeit braucht. Aber alles ist mit einem Lötkolben und etwas Zeit hinzubekommen. Chip auslöten, Sockel rein, neuer Chip - fertig.
      Nehmen wir jetzt mal einen 386er der gar nicht mal so viel neuer ist als der C64: Da hast du komplett verloren wenn z.B. das Chipset abgeraucht ist. Erstmal ist die Diagnose schwierig und der Austausch erst recht.

      kirschsuppe schrieb:

      1. Mainboard
      1.1 Schau dir die Elkos an
      1.1.3 So misst du richtig
      1.2 Schau dir die Leiterbahnen an
      1.2.2 So klingelst du durch
      1.3 Kalte Lötstellen
      Alles was über die Aufzählung hinaus geht ist schon ziemlich tief im Detail und erfahrungsgemäß vergisst man das meiste eh wieder wenn man es nicht ständig anwendet.

      Vereinfacht gesagt misst du erstmal durch, kontrollierst Spannungen, ggf. Signale mit dem Oszi, prüfst die Temperaturen der Komponenten usw.
      Compaq Deskpro 286n/12MHz - 1MB - 40MB HDD - 3,5" Floppy //
      Panatek 386DX33 - 80387 - 8MB - 504MB CF2IDE - 5.25" & 3,5" Floppy - SB Vibra - NIC - 512Kb VGA //
      486DX2-66 - 16MB - 4GB CF2IDE - 5,25" & 3,5" 2,88MB Floppy - DVD - SB Vibra - NIC - 1MB CL VLB VGA //
      Intel Pentium 233MMX - 64MB - 16GB CF2IDE - 3,5" Floppy - DVD - SB AWE64 - NIC - 3Dfx Voodoo Banshee//
      Intel Pentium III 600MHz - 256MB - 4GB CF2IDE - 3,5" Floppy - DVD - SB AWE64 - NIC - 3Dfx Voodoo 3 3000 //
    • Bei deiner Aufzählung würde ich eher so rangehen:
      - Was ist das Problem?
      - ist es Reproduzierbar? (und Wenn ja: Wie?)
      - Welche Hardwarekomponente hat mit dem Problem zu tun?
      - Bekomme ich den Fehler auch mit anderen Programmen die auf diese Hardware zugreifen? (und wenn nein, was machen die Programme anders? Hatte ich z.b. bei einem Diskettencontroller mit blockiertem DMA, Dos konnte nicht auf Disketten zugreifen, ein anderes Programm hingegen schon)
      - Welche Ressourcen braucht die Hardware (sind diese richtig konfiguriert und frei)?

      Und von dort aus die Bedingungen die zu dem Fehler führen können abarbeiten.

      ___________________________________
      Bei einem Rechner der sich komplett Tot stellt (mit laufenden mechanischen Teilen (Lüfter, HDD...)) wäre das Abklappern der Startbedingungen dran:
      - Sichtprüfung durchführen
      - An Steckverbindungen wackeln und Jumper überprüfen - ich hatte da schon welche die so locker saßen so locker das sie keinen Kontakt mehr hatten
      - alles Ausbauen was nicht unbedingt zum Post benötigt wird (aber eine "Opferfestplatte" anschließen - manch altes Netzteil fängt bei Unterlast an zu schwingen) - anschließend Startversuch
      - alle Spannungen prüfen und grob nachschauen ob etwas übermäßig warm wird
      - wechselbare Komponenten (Speicher, Grafikkarte, CPU,...) gegen "Opferexemplare" tauschen. Im falle der CPU am besten auch noch erstmal die Spannungen am Sockel prüfen.

      ab da wirds dann etwas komplizierter:
      - Ist das Taktsignal da?
      - Resetsignal geht auf High?
      - Aufs Bios wird zugegriffen?
      - ...

      An der Stelle kann eine Port 80h Diagnosekarte sehr hilfreich sein:
      - das Resetsignal wird angezeigt
      - Das vorhandensein der Spannungen wird... solala angezeigt (Spannung ist da, ob die Spannung auch io. ist sieht man jedoch nicht)
      - CLK (und ein paar andere Signale) ist leider weniger Hilfreich - wenns blöd kommt wird dort direkt das Clocksignal auf die LED gegeben, damit kann man ein Takten nicht wirklich erkennen
      - Postcode kann hilfreich sein um zu erkennen bei welcher Tätigkeit das Board stehenbleibt - leider wird der Postcode nicht immer angezeigt, bzw. kann auch mal Müll angezeigt werden, immerhin ist sich ändernder Code ein garant für das vorhandensein von CLK und dem Bioszugriff

      Und wenn man hier nicht weiterkommt braucht man so langsam wirklich ein Oszi um die Signale abzuklappern, vorher - besonders wenn die Diagnosekarte keinerlei Aktivität gezeigt hat - ists nicht verkehrt mal den Biosbaustein zu überprüfen.
      "Hmm..." - Einfach weil irgendwie jeder meiner Beiträge damit anfängt.
    • matze79 schrieb:

      Diagnose ist einfach, wenn es geraucht hat einfach den verbrannten Chip wechseln
      Ich persönlich hätte jetzt gesagt, selbst bei durchgebrannten/defekten Bau Teilen reicht es oft nicht diese zu ersetzen, man sollte sich auch Fragen warum ist dieses Bauteil kaputt, und was hat es verursacht und diese Ursache ebenfalls beheben. :D
    • Ich lerne immer gut dazu, wenn ich anderen beim Reperieren zuschaue und dabei erfahre, wie die Herangehensweise bei der Fehlersuche aussieht.

      BitBastelei ist so ein YT-Channel, der viel repariert und dabei seine Schritte gut erkärt (jedenfalls seine alten Videos) - hab ihn lange nicht geschaut.

      youtube.com/user/adlerweb/videos?view=0&sort=p&shelf_id=4
      Apogee means action®