Wiederbelebung P60-VIP-Board

  • Klasse!!
    Hätte das mit der Standardvorgehensweise: Alle gesockelten ICs mal neu Raus-Rein-Mäßig einstecken. Dachte das wäre schon erledigt.


    Aber Super! Jetzt muss das Brett stabil sein.

    :freak RetroComputerPoPe - Dr. (Ehrenhalber) Darius von Bernstein - Grünstein - Lötstein :freak


    * Bezwinger der EIZO ( ͡° ͜ʖ ͡° ) *


    Päpstlicher DOSianer mit mittlerweile jeder DOS-Architektur (XT/286/386/486/586/686...)
    Status: Don't mess with the RetroPoPe / Erweiterter Amateur mit der unoffiziellen Bräter-Lizenz *g*

  • Lösung: Gerät hochheben und fallenlassen

    Hah! Nicht schlecht! Bei meiner ET4000 hatte sich auch ein Speicherchip selbstständig gemacht. Raus, rein, läuft. Dachte schon die wäre hin :|

    "The best way to deal with an electric shock is to make sure nobody sees you get it." -Clive Mitchell
    "I'm still looking to get the team to put moss in." -GabeN (2003)

  • Sieht soweit gut aus: Memtest läuft durch, auch mit installiertem L2-Cache, DOS bootet, Win95 lässt sich installieren und läuft auch stabil. Einer meiner VLB-Controller hat die Kooperation mit meinem CDROM verweigert, der zweite tut aber.
    Die CPU ist eigentlich ein 60MHz-Teil, aber das System läuft auch mit 66MHz stabil. Da muss ich aber einen VLB-Waitstate setzen, zumindest glaube ich, dass der betreffende Jumper einen Waitstate setzt...
    Den Akkuschaden kann ich gerade nicht beheben, mir fehlt das Werkzeug und das nötige Material dazu.
    Der PCI-Bus ist nicht so der Hit, aber das wusste ich schon. Eine Matrox Millenium läuft nicht, genauso wenig wie ein Adaptec 2940 SCSI-Controller. Mit einer ATI Mach64 und einer S3 Trio64V2 startet das Board aber. Ein Geschwindigkeitswunder ist das System nach wie vor nicht, ich habe aber keine Vergleichswerte, deswegen weiß ich nicht, was "normal" bei so einem Rechner ist.

  • Bin neuigierig ob der OPTi chipsatz schneller als der LX von Intel ist. Leider waren alle, selbst die Besseren, nicht so gut wie die letzten der 486er Generation. Eine löbliche Semi-ausnahme war SiS mit seinem 501/502/503 welches auch für Socket 5 verbaut wurde.

  • Hier habe ich paar Benchmarks meines P60@66.
    Wobei komischer Weise nicht alle laufen wollten.

    Also Quake läuft bei mir, der PC-Player-Benchmark auch. Die anderen Benchmarks habe ich noch nicht auf der Platte, weil ich gerade keine sinnvolle Möglichkeit habe, mit dem Rechner Daten auszutauschen.

    Bin neuigierig ob der OPTi chipsatz schneller als der LX von Intel ist. Leider waren alle, selbst die Besseren, nicht so gut wie die letzten der 486er Generation. Eine löbliche Semi-ausnahme war SiS mit seinem 501/502/503 welches auch für Socket 5 verbaut wurde.

    Glaube ich nicht. Der OPTi Premium gilt als einer der langsamsten Pentium-Chipsätze wegen der miesen Speicherperformance und der langsamen PCI-Anbindung über VLB.

  • Abschließend noch ein paar Messungen an dem "Düsenjäger":
    Pentium@66MHz, MB-5DVP, OPTi Premium Chipset, 32MB RAM (Fastpage), S3 Trio64V2 PCI 2MB, DOS 7.0 (Win95), VLB IDE/Multi-IO-Karte, SB16


    Quake 1.06: 14.0 fps (320x200), 3.7 fps (640x480)
    PCPlayer: 6.7 (640x400x8), 5.8 (640x400x8 LFB, Vesa2.0)
    3DBench 1.0: 45.0
    VIDSPEED:

    Code
    2836W  1379R Bytes per millisecond 27.88KHz 69.75Hz  640x400x256 (S-VGA)
     5672W  1926R  16 bit writes/reads
    11348W  2390R  32 bit writes/reads

    SysSpeed meldet:
    P60-MB5DVP.jpg


    Die Werte ändern sich nicht wesentlich, wenn ich andere Grafikkarten einbaue. Mit einer Mach64 sind sie quasi identisch, eine Matrox Millenium liefert geringfügig höhere Werte in VGA-Benchmarks, läuft aber nur ein paar Minuten stabil und stürzt in SVGA ab. Auch mit einer VLB-GraKa (S3 805, Spea V7Mirage) sind die Werte gleich.
    Mehr ist, denke ich, in dem System nicht drin, man könnte allenfalls noch ein anderes BIOS (von einem Shuttle HOT-523, gleicher Chipsatz) versuchen. Nach dem, was ich über diesen Chipsatz noch im Netz gefunden habe, wars das aber so ziemlich.
    Ich baue das Board jetzt erstmal wieder aus und verpflanze es in ein anderes Gehäuse. Außderdem möchte ich später noch ein paar 3D-Beschleuniger auf das System loslassen, mal sehen, ob eine S3 Virge tatsächlich mal ein 3D-Spiel beschleunigen kann :D
    Zum Schluß noch eine Leseempfehlung für "historisch Interessierte" zu Sockel4 und frühen Sockel5-Systemen:
    C't Ausgabe 12/1994, G.Schnurer: "Intels Oberhaus", S.136
    Enthält einen Artikel zu Sockel-4 und -5 Mainboards inklusive Kompatibilitätstests und einigen Infos zu VLB/PCI-Systemen aus der Zeit. Den Artikel habe ich auf der C't-Archiv
    -DVD gefunden.

  • Ok, sogar der LX war schneller hier... opti und opti-mal sind anscheinend zwei nicht vereinbare Konzepte.
    Naja, zumindest historisch interessant und für viele Spiele noch immer schnell genug. Auch scheint der Opti seltener als der von Intel zu sein.

  • Wäre super.
    Aber wenn man bedenkt, was für 486er CPUs 1993 auf dem Markt waren, als der Pentium raus kam, war das schon eine Rakete. Die 80er, 100er und erst recht die 120er kamen ja erst sehr viel später, als es den P75/90/100 auch schon gab.


    Auch das vermeintliche "es ist nur die FPU besser", ist total an den Haaren herbeigezogen. Bei 66mhz, mit einem guten mainbord wohlgemerkt, ist der P66 ein kleiner Meilenstein der Performance-Geschichte und durch seine starke FPU auch ein exzellenter all-rounder.

  • Einen Pentium-60 konnte sich '93 noch kaum jemand leisten, deswegen ist der wohl hinten runtergefallen. Die meisten Leute sind Mitte der 90er eher direkt vom 486er auf einen P90 oder P75 umgestiegen. Da gabs dann auch schon preiswertere Mainboards mit Chipsätzen von Drittanbietern.
    Der P60 ist halt so schnell wie er sein soll, ich hatte nur gehofft, an der schlechten Bus-Performance noch etwas drehen zu können. Mit einem Board mit Intel Mercury-Chipset sollte die Leistung deutlich besser sein. Hat eigentlich jemand Boards mit SiS 501 oder ALi 1451 (erster Aladdin)? Würde mich mal interessieren, was die können.

  • Ist halt ein intressantes Board, weil VLB und PCI.
    Leider hängt PCI an VLB, was natürlich die PCI Performance runterzieht.

  • Einen Pentium-60 konnte sich '93 noch kaum jemand leisten, deswegen ist der wohl hinten runtergefallen. Die meisten Leute sind Mitte der 90er eher direkt vom 486er auf einen P90 oder P75 umgestiegen. Da gabs dann auch schon preiswertere Mainboards mit Chipsätzen von Drittanbietern.
    Der P60 ist halt so schnell wie er sein soll, ich hatte nur gehofft, an der schlechten Bus-Performance noch etwas drehen zu können. Mit einem Board mit Intel Mercury-Chipset sollte die Leistung deutlich besser sein. Hat eigentlich jemand Boards mit SiS 501 oder ALi 1451 (erster Aladdin)? Würde mich mal interessieren, was die können.


    Das scheint der beste Chipsatz zu sein - findet z.B. im SI5PI AIO und im R512 seinen Einsatz.


    Ab 512KB cache kann Ersteres mit den schnellsten cache-timings betrieben werden, was wirklich einen kleinen Unterschied bei der Speicher-Performance macht. Ich habe so eins zufällig aus einem Sky Tower bezogen... war natürlich sehr erfreut als ich herausfand, was für ein Goodie da drin war.


    SI5PI/512K: 3DBench2 - 71.4, Speedsys Average(MB) - L1 126.92, L2 74.01, Mem 45.68


    Ab 1MB 2nd lvl cache ist beim SI5PI scheinbar schluss und erst ab 2 beim R512.


    Eins mit dem ALi hab ich noch nie gesehen... vielleicht ist der auch gut.

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