~~~STREETS SPIELE REVIEWS~~~

  • Lost Vikings


    MS DOS
    Blizzard Entertainment
    1993



    Denkt man vielleicht gar nicht aber das Spiel ist schon wirklich gut. Und es gibt auch kaum was vergleichbares.
    Mix aus Plattform und Puzzel wobei das Verhältnis sehr ausgewogen ist. Am Anfang denkt man dass Spiel könnte
    zu einfach sein. Aber die Schwierigkeit nimmt in den 34 Leveln zu und man braucht dann schon pro Level ein paar
    Anläufe. Dafür ist es aber nicht unfair und mit etwas Übung bekommt man jedes Level irgendwan hin. Zwei gute
    Dinge sind noch das jedes Level eigentlich gar nicht lange ist und nicht länger als 4 Minuten dauern sollte und
    dass es danach immer ein kures Passwort gibt.
    Das Spielprinzip ist ganz einfach, sollte das einer noch nicht kennen. Die Vikinger müssen durch verschiedene
    Zeiten reisen und dabei müssen sie zusammen arbeiten um ein Level zu bestehen. Der Rothaarige kann rennen,
    springen und rammen. Der Dicke kann sein Schild zur Abweher und als Fallschirm benutzen und der andere kann
    mit dem Schwert zuschlagen und den Bogen benutzen, dessen Pfeile zb auch Schalter umlegen kann.
    Dazu gibt es immer ein paar Items wie Food oder Bomben, welche die Vikinger aus untereinander austauschen
    können.
    Wenn man es am PC spielt sollte man schaun dass bei schnellen Rechnern (DX4-100) der Turbo draußen ist,
    da es sonst zu Input Fehlern kommen kann.
    Das Gravis Gamepad wird zwar voll ausgenutzt, aber man sollte es trotzdem mit dem Keyboard spielen, da
    noch einige, wichtige Tasten auf dem Keyboard liegen. Später muss man auch mal schneller drücken. Da ist der
    Wechsel zwischen Gamepad und Keyboard sehr hinderlich.
    Die OPL2/3 Musik ist top und sollte man als Fan des Chips auf jeden Fall mal gehört haben.



    80%

  • SHANNARA


    MS DOS
    Legend Entertainment
    1995



    Legend Entertainment. Erinnern wir uns nocheinmal kurz an das Vorgängerspiel Death Gate.
    Hier gab es eine wirklich gute und auch gut geschriebene Story, durchdachte Rätsel, hübsche SVGA Grafik
    und eine sehr gute Synchronisation der Charaktere. Leider ist in Shannara nicht alles davon geblieben.


    Auf den ersten Blick sehen sich beide Spiele sehr ähnlich. Wir haben das typische Legend Interface und alle
    gesprochenen Texte gibt es auch wieder über die Sprachausgabe zu hören. Zusammengefasst ist Shannara
    kein schlechtes Spiel, aber in paar Punkten hat es doch etwas, vorallem im Vergleich zum Vorgänger enttäuscht.


    Die Rätsel sind sehr einfach gehalten. Bis auf zwei oder drei Stellen sollte man nicht lange irgendwo festsitzen.
    Zur Mitte des Spiels ist es sogar zum Teil so einfach, dass man es mit einem Rätselspiel für die Kleinen halten
    könnte. Gegen Ende kann man auch durch falsche Handlungen sterben, was aber durch den Storno Button
    sofort rückgänig gemacht werden kann.
    Neu sind die RPG ähnlichen Kämpfe, für die man aber keine Strategie braucht. Sie dienen wirklich nur mehr
    dem Fantasy Feeling. Jedoch gibt es auch einen "Rätselkampf" der etwas tricky ist.


    Die handgemalten 2D Bilder sind wie gewohnt sehr gut. Jedoch gibt es ab und zu einige Sequenzen (Intro, Zwischensquenzen,
    Kämpfe) in der diese scheuslichen Mid-90er Rendergrafik verwendet wurde. Da muss man aber drüber hinwegsehen.
    Besser wäre es gewesen alles handgemalt zu belassen. Aber wir sind ja in den 90er, da braucht man 3D um
    mitreden zu können.


    Die schlechtere Wahl ist wohl die deutsche Version des Spiels. Hier hat man sich zum Teil wirklich Mühe mit bekannten
    Synchronsprechnern gegeben (Sean Connery), jedoch wirken auch einige Sprecher recht untallentiert. Dies wechselt
    von Sprecher zu Sprecher. Das größte Problem ist aber die deutsche Text Übersetzung, welche wohl von einem schelchten
    Hauptschüler stammt. Schlechter Satzbau, Grammatik und Rechtschreibfehler findet man immer wieder. Zum Teil gibt es auch
    Softwarefehler bei der Übersetzung. Komischerweise wurde dieser Job von den selben Leuten wie auch bei Death Gate übernommen,
    wo es diese Probleme nicht gab.


    Die Geschichte ist eigentlich recht simpel und stammt aus einer alten Buchreihe aus den 70ern.
    "Skeletor" ist zurück und versucht die Welt ins Chaos zu stürzen. Nur du, der Auserwählte kann ihn mit Hilfe eines magischen
    Schwerts stoppen. Dafür ist das ganze aber auch recht nett erzählt, was zum Spielspass gut beiträgt.
    Während des Spiels baut man auch eine kleine Party auf. Manche Rätsel sind auch nur von bestimmten Charakteren zu lösen, welche
    auch ihr eigenes Inventar haben.


    Sackgassen gibt es keine und auch bei der Commando Eingabe hilft einem das Spiel. Will man ein Objekt benutzen, stehen einem
    verschiedene Verben zur Verfügung. Wenn man nun 2 "richtige" Objekte miteinander benutzen möchte, gibt einem das Spiel auch
    schon das richtige Verb vor. So wird unnötig langes rumprobieren ausgeschlossen.
    Im Gegensatz zu Death Gate gibt es auch keine Bücher mehr die zu lesen sind. Und mit lesen meine ich richtiges lesen und nicht
    vorgelesen bekommen.


    Zusammengefasst ist Shannara ein sehr einfaches, aber auch nettes Point
    & Klick Adventure welches durch seine Charaktere lebt.
    Am Ende wird es auch unvermeidlich Tote geben. Zu sehen gibt es sehr schöne 2D Grafik und auch sehr schlimme 3D Grafik.
    Die Musik ist true OPL3, was mir besser gefällt als ein simpler CD Audio Soundtrack. Trotzdem sticht sie nicht besonders hervor.
    Die (deutschen) Sprecher sind sehr gut bis naja, aber für diese Zeit (1995) war das schon was besonderes. Insgesamt hat es aber
    immer Spaß gemacht und vielleicht hab ich in ein paar Jahren irgendwann mal wieder Lust es nocheinmal zu spielen.



    72%

  • Death Gate


    MS DOS
    Legend Entertainment
    1994



    Das Spiel ist eine Mischung aus Text und Grafik Adventure, ohne große Animation oder einer Spielfigur.
    Man sieht im Prinzip eine Scene und kann dort agieren. Für die Dialoge gibt es eine sehr gute Sprachausgabe von qualifizierten Sprechern,
    Objet- sowie Umgebungsbeschreibungen oder auch den Verlauf der Ereignisse müssen aber gelegen werden. Einen "Erzähler" gibt es leider nicht.


    Die große Stärke des Spiels ist sicherlich die erzählte Geschichte, welche ein Buch als Vorlage hat und die Puzzels. Bis zum Ende bleibt es
    spannend und es werden auch alle Fragen, welche im Laufe der Erzählung aufkommen, zufriendstellend aufgeklärt.
    Die Puzzels sind einfach bis mittel gehalten, dafür aber durchgehend logisch und gut durchdacht.. Moonlogik sucht man hier vergeblich.
    Und gegen Ende gibt es sogar auch ein paar richtig knifflige Puzzels.
    Neben den bekannten Verben wie "take" "open" "put on" ect. gibt es noch ein Magie System. Man bildet aus Runen Zaubersprüche welche man für das
    Spiel braucht. Das Spiel geht auch sehr ins Detail, für nicht funktionierende Kombinationen gibt es nicht immer den selben Spruch wie "Das kann man
    nicht zusammen benutzen" zu hören, sondern wirklich einen direkten Bezug auf die Objekte.


    Die Möglichkeit zu sterben gibt es natürlich auch, was aber nicht so schlimm ist, da das Spiel (auch ohne Tod) einem immer eine UNDO Option
    der letzten Aktion zur verfügung stellt. Am besten kann man sich das Spiel als Adventure Roman vorstellen, es gibt Text - gesprochen sowie zum lesen,
    da man wärend des Spiels auch immer wieder Bücher mit hilfreichen Informationen findet, welche man fürs Lösen der Puzzels gebrauchen kann.
    Und diese Bücher haben mehrere Seiten, welche man selber lesen muss


    [Blockierte Grafik: https://www.mobygames.com/images/shots/l/308002-death-gate-dos-screenshot-the-sartan-here-are-all-dead-that.png]


    84%

  • Axelay


    SFC/SNES
    Konami
    1992



    Man sagt dem Super Nintendo ja nach, dass die Konsole keinen Eigenen Charakter hätte. Zum Teil mag das stimmen, da sie im
    Gegensatz zum NES oder Mega Drive einen viel zu aufpolierten Eindruck macht. Ausnahmen gibt es trotzdem und die unter anderem
    bei vielen Spielen welche recht früh erschienen sind. Bei Axelay ist das der Fall und man merkt dass es sich hier um ein echtes
    SNES Spiel handelt.


    Sicherlich kennen es die Meisten schon und für diejenigen die es nicht kennen, hier ein paar Punkte worin es sich von den meisten
    Shootern unterschiedet.
    Zum einen wechselt Axelay pro Level die Ansicht zwischen horizontal und vertikal und zum anderen gibt es keine wirkliches Level Up
    System. Zu Beginn jeder Mission wählt man jeweils eine Waffe für die 3 verfügbaren Slots im Schiff, welche dann im Spiel durchgeschaltet
    werden können. Zu Beginn gibt es für jeden Slot nur eine Waffe und mit jedem Level kommt eine weitere hinzu.
    Sollte man von einem Projektil getroffen werden, verliert man eine dieser Waffen und wird auf diesem Slot auf die minimale Feuerkraft heruntergestuft.
    Eine Kollision mit einem größeren Objekt führt aber zum sofortigen Lebensverlust. Weitere Einschränkungen gibt es jedoch nicht.
    Bei Verlust eines Lebens wird man sofort und mit voller Bewaffnung wieder an die selbe Stelle gesetzt.


    Die Steuerung ist sehr gut, wenn auch nicht ganz perfekt. Im Optionsmenü ist eine freie Belegung der Knöpfe möglich, sowie das Zusammenlegen
    von Primärfeuer und Raketen, womit ich am Besten zurecht komme. Zudem gibt es noch ein festes Autofeuer, dessen Frequenz ebenfalls
    im Menü justierbar ist. Was der Steuerung auch zu Gute kommt ist das Fehlen eines Speed Up Systems. So ist das Schiff weder zu langsam
    noch zu schnell. Die vorgegebene Geschwindigkeit ist genau richtig. Jedoch gibt es ein kleines Problem. Kommt man in den vertikalen Runden
    zu weit nach links oder rechts, setzt eine Art Gummiband ein, welches das Schiff in seiner Bewegung bremmst und auch wieder in die
    Mitte zurück zieht. Sollte man hier Bullets ausweichen, kann dieses Feature schnell zur Gefahr werden. In den horizontalen Runden verhält sich das manchmal ähnlich,
    nur eben mit oben und unten. Schön zu sehen ist auch, dass einige Waffensysteme steuerbar sind, wie zB die Sidecannon welche im Kreisförmigen Radius geschossen
    werden kann oder auch der Windlaser, dessen Strahlen man durch lenken den Schiffs streuen oder bündel kann.
    Hat man sich ein bisschen eingespielt, wird man jedoch fast immer seine lieblings Waffen wählen und einige sogar komplett aussen vor lassen.


    An der Grafik und dem Sound gibt es nichts zu meckern. Die Hintergrundmusik trägt viel zur Atmosphäre bei und in den vertikalen Level gibt es
    immer eine sehr schöne Mode 7 Landschaft zu sehen. Am besten gefällt mir da immernoch die Stadt bei Nacht in Level 3, welche ein paar mal
    durch eine karge Felsenlandschaft unterbrochen wird. Dazu sind alle 6 Level noch sehr unterschiedlich gestaltet.


    Die Schwierigkeit würde ich als genau richtig und ausgewogen bezeichnen. Zu Beginn gibt es die 3 altbekannten Stufen Easy,Normal und Hard,
    was es in diesem Fall auch sehr gut trifft. Geübte Shmup Spieler könnenbereits in Hard einsteigen, der Rest sollte sich das Spiel vielleicht
    erstmal in Normal ansehen. Die ersten 3 Level gehen auch gut von der Hand und sollten keine Probleme machen. Ab Level 4 (Die Grotte)
    zieht das Spiel aber in Sachen Schwierigkeit an und der Finale Level 6 ist fast schon mit einem bösen Level aus R-Type zu vergleichen.
    Vorallem kurz vor dem letzten Boss wird man merken, dass einem hier nichts mehr geschenkt wird. Eine gute Strategie ist es, dass Spiel in einem Credit Durchgang zu
    beenden, da man alle im Laufe des Spiels gesammelten Extraleben in der letzten Runde gut brauchen kann. Dennoch würde ich Axelay, bis
    auf das lezte Level nicht als schwierig bezeichnen (Mode Normal). Wem es jedoch auf Hard noch zu einfach ist, kann es dann noch auf Very
    Hard versuchen. Die Highscore bleibt pro Loop natürlich bestehen und wird die nächste Schwierigkeitsstufe mitgenommen. Somit hat das
    Spiel auch einen guten Langzeitspielspass, da man es nach Beenden auch noch in einer höheren Schwierigkeitsstufe versuchen kann. Und
    irgendwie landet Axelay ja immer wiedermal in der Konsole da es einfach nicht langweilig wird....



    88%

  • Ween the Prophecy


    MS DOS
    Coktel Vision
    1992


    Ween the Prophecy ist ein Fantasy Point & Click Adventure welches den Schwerpunkt auf Objektkombination legt.
    Dabei spielt sich das Geschehen wieder aus der Ich-Perspektive ab und auf die Verwendung einer steuerbaren Spielfigur wird
    komplett verzichtet. Das Spiel läuft Etappenweise ab, was so viel bedeutet dass ein Bildschirm oder ein Teilabschnitt welcher
    nie größer als 3 Bildschrime ist, gelöst werden muss bis es weiter geht. Ein Zurückkehren in bereits Erledigte Gebiete ist
    nicht möglich. Dies erspart einiges an Zeit, da man so nicht ziellos durch die Gegend laufen kann, wenn es mal nicht weiter
    geht, denn die Puzzle sind nicht immer die einfachsten.


    Wirklich klug ausgetüftelt sind die Puzzles leider nicht immer, obwohl alles im Großen und Ganzen dann doch einen logischen
    Zusammenhang hat, manchmal aber auch nur weil es irgendwan so erklärt und festgelegt wurde.
    Zum Beispiel erscheint irgendwann mal eine Feder, welche man mit einer leeren Truhe kombinieren muss um darin unsichtbare
    Gegenstände sichtbar zu machen oder einen Fledermausvampir welcher Gold scheißt, sobald er Früchte gegessen hat.
    Das Spiel ist vollgestopft mit derart konfusen Dingen, mit denen man sich aber anfreunden kann.


    Großer Frust kommt nicht auf, da wie schon erwähnt die einzelnen Areale sich meistens nur auf oder 2 Bildschirme beziehen und
    (fast) alles wichtige dort via Mouseover angezeigt wird. Hier klickt man einfach auf ein Objekt oder kombiniert es mit einem aus
    dem Inventar. Befehle oder Verben, sowie Dialoge mit Antwortwahl gibt es nicht. Sackgassen gibt es auch keine und bis auf den
    letzten Raum im Spiel ist es auch nicht möglich zu sterben.


    Zur Story gibt es nicht viel zu sagen, ausser das es wiedermal eine Form der typischen, - Bösewicht will Welt erobern/zerstören, hat
    die Prinzessin entführt, du bist der Auserwählte - Geschichte ist. Dafür wird diese sehr schön in Bild und Ton umgesetzt. Es hat
    diese Art von Atmosphäre von DOS Spiel, welche nur Anfang der 90er Jahre möglich war. Schöne VGA Grafik und ein bemerkenswert
    guter FM Soundtrack, welchem ein paar Stücke mehr sicherlich nicht geschadet hätten. Dazu gibt es noch animierte Handlungs- und
    Zwischensequenzen, bei denen einige sogar aus echten Videoaufnahmen stammen. Die hier zu sehenden Faschingsmasken der
    Darsteller passen aber wunderbar zur surrealen Athmosphäre des Spiels.


    Zusammengefasst spielt sich das Spiel fast schon entspannend. Durch die kleinen Areale gibt es kein zeitfressendes hin und her laufen
    wenn es mal nicht weiter geht. Manche Objekt zu Objekt Puzzel können aber etwas abstrackt wirken (Magischer Kupferball + Halskette,
    welche eines der 3 verzauberbaren Gegenstände ist, ergibt ein Schwert. Oder Magischer Kupferball + Krone ergibt ein Metallrohr, welches
    in Kombination mit einer Schlage zu einem gebogenen Metallrohr wird.) Jedoch gibt es dafür auch die Hilfe eines Begleiters, welchen man
    zu jedem Landschafts oder Inventarobjekt befragen kann, sofern er auch etwas darüber weiß. Beim Tränke mischen ist er hier auch eine
    sehr große Hilfe und erklärt alle möglichen Kombinationen der Gesöffe.
    Fieß wird es eigentlich ganz am Schluß im letzten Raum. Dort gibt es ein Schalterrätsel welches absolut keinen Sinn ergibt und ohne
    Hilfe im Prinzip nicht zu lösen ist. Hier, und an 3 anderen Beliebigen stellen des Spiel kann man einen "Joker" spielen, welcher erklärt
    was man in dem jeweilgen Raum zu tun hat. So ist das Spiel auch ohne Internethilfe komplett und alleine zu schaffen.
    Man sollte jedoch jeden "Hinweis" im Hinterkopf behalten, auch wenn dieser am Anfang nur trivial erscheint....


    Ween the Prophecy ist in seiner Art wohl einzigartig. Ein ähnliches Spiel ist Lost in Time, welches ebenfalls von Coktel Vision ist.
    Wer also mal etwas anderes sehen will und Lust auf gemütliches Puzzle-Objekte-Clicken hat, sollte sich das Spiel unbedigt mal
    ansehen. Festgefahrene Lucasarts Spieler könnte es aber wegen der abstrackten Puzzles etwas abschrecken.


    84%



  • Q*Bert


    NES
    Konami
    1989


    [Blockierte Grafik: https://vignette.wikia.nocookie.net/qbert/images/1/1d/QbertWreckItRalph.png/revision/latest?cb=20140710124652]


    Q*Bert der NES Spieleflop
    Jeder kennt Q*Bert, da brauch ich nicht viel erzählen und an sich ist es natürlich ein Spiel mit Daseinsberechtigung.
    Der kleine Q*Bert hüpt auf einer ISO Pyramide umher und versucht die einzelnen Bodenplatten in der richtigen Farbe
    durch einfaches draufhüpfen einzufärben. Dabei weicht er Blops, Schlangen und anderen Getier aus. In Späteren
    Level müssen die Bodenplatten auch öfters angesprungen werden, damit sie die gewünschte Farbe erhalten.
    Der NES Port ist an sich sehr gut gelungen und hätte ein weiterer, guter Titel in der NES Aracde Library sein können.
    Warum also ein Flop?


    Der Daumen nach unten ist mit dem Grund verbunden, warum man Q*Bert überhaup spielt und das ist natürlich die Highscore.
    Hat man das erste Level gesehen, hat man alle gesehen. Hier geht es rein um die Jagt nach Punkten.
    Bei der NES Version ist es leider so, dass es zum einen keine (temporäre) Anzeige einer Hi-Score gibt. Mehr als die aktuelle Score ist nicht zu sehen.
    Aber es kommt noch schlimmer. Sobald man sein letztes Leben verliert, also Game Over geht springt der Bildschirm um und die aktuelle Score ist
    unwiederruflich verloren. Der Zeitabschnitt, beginnend von dem Moment an dem Q*Bert mit seinem letzten Leben einen Gegner berührt und der
    (score-lose) Game Over Bildschirm erscheint, beträgt gefühlte Millisekunden. Viel zu wenig um sich seine Punkte nur annährend merken oder
    aufschreiben zu können.
    Somit geht natürlich das ganze Reiz verloren und das Spiel erscheint, trotz technisch guter Umsetzung relativ witzlos.



    48%

  • GRAND PRIX CIRCUIT


    MS DOS
    DSI
    1988


    Ihr kennt bestimmt den älteren Bruder von Stunts, Grand Prix Circuit welches allerdings schon ein paar Jahre vorher heraus kam.
    Hier fährt man auf einer handvoll Formel 1 Strecken gegen 9 anderer Fahrer oder auch gegen die Uhr.
    Im Startbildschirm legt man seinen Optionen fest, zu denen der Rennmodus (Zeitfahren, Einzelrennen und Meisterschaft), die Schwierigkeit,
    Name und Rundenanzahl zählen.



    Die Schwierigkeit ist in 5 Stufen aufgeteilt und bei der Einfachsten braucht man sich um gar nicht so vieles Gedanken zu machen.
    Es gibt keinen Schaden und Geschaltet wird auch mit der Automatik. Auf Stufe 5 welche auch am realitätsnähsten sein soll, sieht es da schon
    anders aus. Geschaltet wird jetzt per Hand und sollte man den Motor länger als 1-2 Sekunden zu hoch überdrehen, fliegt er einem sofort um die Ohren.
    Abseits der Streck, auf dem Grün entsteht nun auch ein Schaden, welcher in einer Anzeige im Cockpit sichtbar ist. Sollte dieser zu hoch werden muss man
    in die Box. Hier wird durch das Reifenwechseln dieser Schaden behoben. Aber Vorsicht! Das kostet Zeit und die anderen Fahrer warten nicht.
    Eine gute Rundenanzahl sind meiner Meinung nach 5 Runden pro Rennen. Dadurch dauert ein Rennen nicht zu lange aber man hat trotzdem genug Zeit sich
    an die Spitze zu kämpfen.



    An Fahrzeugen stehen zur Auswahl ein Ferrari, ein McLaren und ein Williams. Der Ferrari ist dabei der Langsamste aber dafür hat er auch das beste Handling.
    Der McLaren ist als Gegenteil dazu der schnellste der 3, hat aber kein so gutes Handling. Der Williams liegt irgendwo in der Mitte und ist am ausgeglichensten.


    Zu Beginn eines Rennens gibt es immer eine Qualify Runde, bei der man gegen die Zeit um den Startplatz fährt. Und das ist wichtig, da es im Spiel äußerst Schwierig
    sein kann, die Gegener zu überholen, vorallem wenn man auf der höchsten Schwierigkeitsstufe spielt.
    Unüberlegtes Beschleunigen oder Überholen enden da mal schnell in einem Crash, da die Gegner immer versuchen werden, einem das Überholen nicht möglich zu machen.



    Bei der Meisterschaft verläuft es ähnlich wie bei unserem Stunts Contest. Der Sieger eines Rennen bekommt 9 Punkte.
    Der Zweite dann 6 Punkte und so weiter. Ein Crash oder ein anders verursachter Totalschaden am Wagen beendet das
    aktuelle Rennen immer sofort mit 0 Punkten, lässt einem aber trotzdem weiter an der Meisterschaft teilnehmen.
    Die Fahreingenschaften erinnern stark an das später erschienene Stunts, wenn auch noch nicht in dem gewohnt flüssigen
    Scrolling. Trotzem ist es sehr gut spielbar und senkt den Spielspass kaum. Für ein Spiel von 1988 wird hier einiges
    Geboten.



    Über die EGA Grafik in 16 Farben kann man sich auch nicht beklagen. Das Spiel ist ein guter Beweiss dass es nicht immer VGA sein muss.
    Soundtechnisch ist hier aber leider nicht so viel geboten. Der PC Speaker ist das einzige was man zu hören bekommt. An die Motorengeräusche
    kann man sich noch gewöhnen, aber das Gedudel im Intro hätte jetzt nicht sein müssen. Adlib Sound wäre schön gewesen, jedoch kamen das Spiel
    und die Adlib wohl fast zeitgleich heraus, so dass man zur Zeit der Entwicklung noch nicht daran gedacht hat oder denken konnte.


    Aufgrund der guten Technik und der relativ kurzen Spieldauer ist das Spiel heute auch noch gut für zwischendurch spielbar. Mit etwas Übung könnte es
    aber selbst auf der höchsten Schwierigkeitsstufe etwas zu einfach werden. Dafür sollte aber auch kein Frust aufgrund von zu langer Einspielzeit aufkommen.






    68%


  • Beneath A Steel Sky


    MS DOS
    Revolution Software
    1993



    Beneath A Steel Sky gehört zu dieser kleinen Gruppe von Adventure-Spielen, die es damals geschafft hat gleichauf mit LucasArts und Sierra zu sein.
    Das Spiel hat so gesehen für mich keinen einzigen, negativen Kritikpunkt. Hier passt wirklich alles, was man am Anfang vielleicht gar nicht glaubt ohne
    das Spiel selbst gespielt zu haben. Gameplay, Story, Grafik und Musik wurden hier in der Richtigen Zutatenmenge gekocht.


    Man sollte jetzt hier aber kein Blade Runner erwarten. Das Scenario hat Ähnlichkeiten, will aber dennoch nichts kopieren. Auch von der Stimmung her
    ist das Spiel stellenweise viel heiterer und witziger als man vielleicht denkt. Daran ist zum großen Teil Joey der Roboter verantworlich, welcher wärend des
    Spiels auch immer wieder neue "Gehäuse" bekommt. Die Ballance zwischen Spass und Ernst wird aber immer gut gehalten. Es gibt auch einige Tote.


    Die Steuerung ist wirklich simpel gehalten. Anstatt einem Satz von Verben gibt es nur die LINKE Mousetaste (Betrachten) und die RECHTE Mousetaste(Benutzen).
    Das Spiel wird dadurch aber keinesfalls einfacher, die zum Teil recht anspruchsvollen aber trotzdem immer logischen Puzzel gleichen dies wieder aus.
    Mondlogik wird man vergeblich suchen und an Inventar Rätseln gibt es nur ein einziges im ganzen Spiel.
    Darum sollte der Spielfluss auch immer zügig vorangehen, ohne dass man selbst an einer Stelle lange hängen bleibt.
    Ganz spaßig ist auch die visuelle Umsetzung des "Cyberspace" in dem man sich später mit einem gewissen "Port" und einer ID Karte einwählen kann.
    Hier kann man unter anderem Text Dokumente entschlüsseln oder mit Passwörtern Plattformrätsel lösen, um tiefer in den Cyberspace vordringen zu können.


    Optisch und Klangtechnisch wird auch genau das geboten, was man von einem Point & Click Adventure von 1993 erwartet. Beneath A Steel Sky bedient sich
    Handgezeichneter Hintergründe, welche zusammengesetzt einen großen Gesamtkomplex ergeben. Das Spiel beginnt in den obersten Etagen
    der Stadt und im weiteren Verlauf geht es immer weiter Richtung Bodenebene bis man am Ende, ganz unten in den Dungeons unter Stadt die Story um den Hauptcharakter auflöst.
    Je tiefer man also im Spiel nach unten vordringt, desto mehr erfährt man über die Herkunft und das Geheimnis der Identität des Protagonisten Robert Foster.



    Der Cyberspace


    Die Musik kann sich auch hören lassen und gibt passend mal heiter und mal düster die Stimmung wieder. Zu hören in schönen OPL2/3 Stücken
    oder auch als neu eigespielte Tracks für das SCUMMVM "EXTRA" Verzeichnis welche man hier kostenlos herunterladen kann.
    https://www.jameswoodcock.co.u…usic-enhancement-project/
    Diese "Replacement" Musik ist wirklich hörenswert und gibt dem Spiel neben der Sprachausgabe noch diesen gewissen extra Touch, ohne dass es sich dabei in irgendeiner Weise
    "falsch" oder "zu neu" anfühlt.
    Die CD Version mit voller Sprachausgabe ist hier eigentlich auch schon fast Pflicht. Joey hat mit eine der besten "Retro-Roboterstimmen" die man wohl gehört hat.


    Zusammengefasst ist Beneath A Steel Sky Pflicht wie auch Simon the Sorcerer oder Flight of the Amazon Queen und verdrängt auch leicht spätere LucasArts Adventure wie "The Dig"
    Kurz gesagt macht Beneath A Steel Sky alles richtig was es anpackt. Wer es noch nicht gespielt hat sollte Monkey Island mal kurz zur Seite legen und sich unbedigt dieses Spiel ansehen.
    Am Besten in der CD Talkie Version mit dem oben genannten Extra Soundtrack.



    90%

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