Aufbereiten eines uralt Netzteils o. Eine versehentliche Selbstsprengung

  • Servus,


    dank 6502 hab ich gerade ein neues Projekt am Start.

    Ich werde versuchen mein erstes Netzteil mit neuen Elkos zu bestücken.

    Mit dem Lötkolben an sich bin ich erstmal nicht ganz ungeschickt und die Leiterbahnen auf der Platine sind meist so fett das da eigtl. nich viel schief gehen kann...denke ich.

    Ich würde vermuten, das solang ich mich an die +/- Geschichte der Elkos halte und genau die, von den aufgedruckten Daten her, selbigen Elkos wieder neu verbaue sollte ich relativ safe sein, oder?


    So habe ich heute schonmal, fast alles, was irgendwie nach Kondensator aussieht sauber entlötet und eine "Plan" erstellt um nich durcheinander zu kommen.


    Meine erste Frage hier wäre, wo besorgt ihr euch die neuen Elkos für div. Restaurationen? Wichtig wäre mir vernünftige Qualität und möglichst eine gute Auswahl um nicht 5 mal Versandkosten zu bezahlen...


    Zweitens: Wenn Ihr mal auf die Bilder schauen mögt seht ihr das ich da 2 "Kondensatoren?" mit Gelb makiert habe. Diese habe ich erstmal nicht entlötet da ich darauf keine Bezeichnung entdecken konnte. Muss ich da den schwarzen "Mantel" vielleicht erst öffnen um was zu erkennen?


    Drittens: Auf fast allen Kondensatoren steht eine Spannungs/Volt Angabe. Beispiel 50V. Auf 2 Elkos steht jedoch 10WV bzw 50WV. Dies bedeutet doch aber Dasselbe, oder?


    Viertens: Kann es negative Effekte haben wenn ich z.B. einen Kondensator der bisher max 50Volt konnte durch Einen ersetze der z.B. 75Volt könnte? Was ich bisher gelesen habe erhöht das doch im Grunde sogar nur die Lebensdauer, oder?


    Fünftens: Gibt es vielleicht noch etwas was ich unbedingt beachten sollte, bei diesem Vorhaben, wo ich als Anfänger vielleicht nicht gleich drauf kommen würde?


    Danke:)

  • Die 2 Bauteile sind Spulen. Die brauchst du nicht zu tauschen.

    WV steht für working Voltage. Das heißt du kannst diese bis zum Beispiel 10V verwenden. 10V auf einen Kondensator gedruckt heißt maximal Spannung. Da solltest du zumindest etwas davon weg bleiben.

    Höhere Voltzahlen machen nix. Und ja, es könnte sein, dass der Kondensator sogar länger lebt.

    Hmm, sonst gibt es kaum was zu beachten. Schau halt, dass die Werte passen und auch die mechanischen Abmessungen. Und klar, die Polarität.


    Ich habe viele Jahre bei Reichelt bestellt. Da bekommt man recht gute Qualität zu einem annehmbaren Preis.

  • Wenn man mehr von einer Sorte braucht empfiehlt sich aber ein anderer Schuppen z.B. Mouser / Farnell.

    Da bekommt man dann Gestaffelte Preise 1 30 Cent - 10 25 Cent - 100 20 Cent usw..

  • Ich klaue meine Elkos meistens von modernerer Schlachthardware. Einmal durchmessen und wenn innerhalb der Toleranzen einbauen.

    Bei dem AT Netzteil hätte ich die sogar nur durchgemessen und dann wieder verbaut, grade die großen Primärelkos halten meistens Jahrzehnte.

    Die kleinen sind fieser und gehen schneller kaputt, da lohnt sich der Tausch.

    Wenn du neu kaufst nimm auf jeden Fall alle in 105°C Qualität, mit 85 brauchst du da garnicht erst anfangen.

    Compaq Deskpro 286n/12MHz - 1MB - 40MB HDD - 3,5" Floppy //
    Panatek 386DX33 - 80387 - 8MB - 504MB CF2IDE - 5.25" & 3,5" Floppy - SB Vibra - NIC - 512Kb VGA //
    486DX2-66 - 16MB - 4GB CF2IDE - 5,25" & 3,5" 2,88MB Floppy - DVD - SB Vibra - NIC - 1MB CL VLB VGA //
    Intel Pentium 233MMX - 64MB - 16GB CF2IDE - 3,5" Floppy - DVD - SB AWE64 - NIC - 3Dfx Voodoo Banshee//
    Intel Pentium III 600MHz - 256MB - 4GB CF2IDE - 3,5" Floppy - DVD - SB AWE64 - NIC - 3Dfx Voodoo 3 3000 //

  • Für Kleinbestellungen habe ich auch immer gern bei Kessler Elektronik bestellt, da die alternativ auch Warensendung anbieten. Bei Reichelt und co zahlt man ja gern mal 6 Euro Versand für 2,98 Warenwert.

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  • Moin,


    danke für die Hilfe. Nochmal eine Frage... Ich bin gerade dabei die Kondensatoren zu bestellen. Ich habe hier mal 2 Stück markiert welche den "Zusatz SU" aufgedruckt haben. Wenn ich danach google kommt da eine Kondensatorserie von Panasonic heraus welche Bipolar ist. Einer hat auch noch die Aufschrift T14...?

    Ich hab doch hier aber nur Gleichstrom Kondensatoren, oder (Polare)?

  • ich bestelle seit jahr und tag bei Reichelt - ich warte immer bis ich genug zusammen habe, dass sich die VK lohnen - aber meistens bestelle ich dann doch mehr als ich eigentlich bräuchte/wollte :)


    zum Threadthema - ich hatte mir auf anraten der c't vor zig Jahren ein DIY NAS unter Freenas gebaut mit extra teurem super Markenhersteller(Silverstone) Netzteil, irgendwann wurden die 6TB darin (Raid5/ZFS mit netto dann 5TB) zu wenig und im Zuge des Umzugs stand der Server dann erstmal ein paar Monate rum, wurde dann gestartet - alles ok, er stand dann wieder 2 Jahre rum. Beim nächsten Start explodierte das Netzteil....ein Glück ohne weitere Folgeschäden.


    Beim Aufschrauben sah ich den Salat - ein Elko komplett hinüber, mehrere weitere gewölbt - soviel zum Thema Markenhersteller.

    Ich habe dann neulich mal wieder bei Reichelt bestellt, die Elkos ausgetauscht und nun schnurrt das NT wieder problemlos. Merke also - zuviel Standzeit bedeutet wohl auch das Ende der Elkos, da sie gerne austrocknen bei Nichtgebrauch - wieder was gelernt.

  • Das war wohl aus der Zeit in der jeder Elko schrott war... 2 Jahre sollten nichts ausmachen.

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  • Ich habe hier mal 2 Stück markiert welche den "Zusatz SU" aufgedruckt haben. Wenn ich danach google kommt da eine Kondensatorserie von Panasonic heraus welche Bipolar ist. Einer hat auch noch die Aufschrift T14...?

    Ich hab doch hier aber nur Gleichstrom Kondensatoren, oder (Polare)?

    Haben alle Elkos einen deutlich erkennbaren Minuspol? Dann sind sie nicht bipolar.


    Elkos mit anderer Spannung können dicker oder höher sein. Bei engen Stellen kann es passieren, dass der Ersatz nicht mehr auf die Platine passt. Also mehr Spannung ist gut, aber übertreibe es nicht :)

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    Toshiba Satellite 320CDT Pentium MMX 233 MHz ⋮ Apple iMac G3 (Early 2001) Blue Dalmation PowerPC 750cx 600 MHz

  • Ich habe hier mal 2 Stück markiert welche den "Zusatz SU" aufgedruckt haben. Wenn ich danach google kommt da eine Kondensatorserie von Panasonic heraus welche Bipolar ist. Einer hat auch noch die Aufschrift T14...?

    Ich hab doch hier aber nur Gleichstrom Kondensatoren, oder (Polare)?

    Haben alle Elkos einen deutlich erkennbaren Minuspol? Dann sind sie nicht bipolar.


    Elkos mit anderer Spannung können dicker oder höher sein. Bei engen Stellen kann es passieren, dass der Ersatz nicht mehr auf die Platine passt. Also mehr Spannung ist gut, aber übertreibe es nicht :)

    Ja auch die beiden Elkos haben einen farblichen Streifen auf dem je dicke Minusse:) zu sehen sind. Dann geh ich einfach mal von polaren Elkos aus, was soll schon passieren8)

  • Dann geh ich einfach mal von polaren Elkos aus, was soll schon passieren 8)


    BOOM.gif


    :D :D :D

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    Panatek 386DX33 - 80387 - 8MB - 504MB CF2IDE - 5.25" & 3,5" Floppy - SB Vibra - NIC - 512Kb VGA //
    486DX2-66 - 16MB - 4GB CF2IDE - 5,25" & 3,5" 2,88MB Floppy - DVD - SB Vibra - NIC - 1MB CL VLB VGA //
    Intel Pentium 233MMX - 64MB - 16GB CF2IDE - 3,5" Floppy - DVD - SB AWE64 - NIC - 3Dfx Voodoo Banshee//
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  • Das könntest du verhindern indem du mir sagst was "Low ESR" Elkos sind :D ? Den 2200uf/10V hab ich nämlich nur als Low ESR gefunden ?(

    Der Ladewiderstand. Hoher ESR = hoher Verlust. Low-ESR ist ein Qualitätsmerkmal für besonders niedrige Leistungsverluste.


    Elkos bekommen bei Belastung im Laufe der Zeit einen höheren ESR, das kann dann Auswirkungen auf die Funktion der Schaltung haben. Indem man den ESR misst, kann man eine Aussage über die effektive Alterung des Elkos treffen.

    Highscreen Colani BlueNote II 486DX4 100 MHz ⋮ Highscreen Colani Tower VL 486DX2 66MHz, Details (klick) ⋮ Highscreen InduS 500ZE-90 Pentium 90 MHz
    Toshiba Satellite 320CDT Pentium MMX 233 MHz ⋮ Apple iMac G3 (Early 2001) Blue Dalmation PowerPC 750cx 600 MHz

  • Das könntest du verhindern indem du mir sagst was "Low ESR" Elkos sind :D ? Den 2200uf/10V hab ich nämlich nur als Low ESR gefunden ?(

    Der Ladewiderstand. Hoher ESR = hoher Verlust. Low-ESR ist ein Qualitätsmerkmal für besonders niedrige Leistungsverluste.


    Elkos bekommen bei Belastung im Laufe der Zeit einen höheren ESR, das kann dann Auswirkungen auf die Funktion der Schaltung haben. Indem man den ESR misst, kann man eine Aussage über die effektive Alterung des Elkos treffen.

    Keine Falschinformationen verbreiten hier, ja? ;)


    https://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0810091.htm

  • Also, äh...das Ende vom Lied ich kann die ESR Dinger ruhig benutzen^^?(?


    Macht es eigtl. Sinn die Elkos vor dem Anlöten mal ins Gefriefach zu legen? Hab bei Youtube gesehen/gehört das allein durch die Hitze beim Löten der Elko schon in Mitleidenschaft gezogen wird...

  • Es gibt ein paar Anwendungsfälle bei denen Low-ESR-Elko's nicht zu empfehlen sind (ich meine im Audiobereich), ansonsten kannst du die aber bedenkenlos einsetzen.


    Dass du keinen 2200µF/10V gefunden hast ohne Low-ESR wundert mich nicht. Heutzutage sind da eher 16V-Teile verbreitet und sollten trotzdem zu dem Footprint passen :)


    Elko's ins Eisfach legen? So einen Quatsch hab ich bisher noch nicht gelesen/gehört :D Solange du da nicht stundenlang an einer Lötstelle rumbrätst wird da nix passieren

  • Bauteile tiefkühlen vorm einlöten? Was ein schmarrn^^ Schonmal kochendes Wasser in eine eiskalte Glaskaraffe gegossen?^^ :D

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  • War jetzt laienhaft ausgedrückt und nur ein Bruchstück der Materie, aber was widerspricht dem Artikel?

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  • Es gibt ein paar Anwendungsfälle bei denen Low-ESR-Elko's nicht zu empfehlen sind (ich meine im Audiobereich), ansonsten kannst du die aber bedenkenlos einsetzen.


    Dass du keinen 2200µF/10V gefunden hast ohne Low-ESR wundert mich nicht. Heutzutage sind da eher 16V-Teile verbreitet und sollten trotzdem zu dem Footprint passen :)


    Elko's ins Eisfach legen? So einen Quatsch hab ich bisher noch nicht gelesen/gehört :D Solange du da nicht stundenlang an einer Lötstelle rumbrätst wird da nix passieren

    Mal nich frech werden:-koppnuss.


    Der Typ meinte nur das man durch das anlöten schon zwangsläufig den Elko schadet. Naja, da dachte ich halt, ich frier das Ding ein und löte dann, damit das bei nem Anfänger wie mir nich sofort durchbrutzelt:D

  • Der Typ meinte nur das man durch das anlöen schon zwangsläufig den Elko schadet. Naja, da dachte ich halt ich frier das Ding ein und löte dann damit das bei nem Anfänger wie mir nich sofort durchbrutzelt :D

    Jedem Bauteil kann das Einlöten irgendwie schaden, darum sollte man nicht zu lange "rumlöten". Aber bei deiner Idee schadet der Temperaturunterschied auch.


    Bei manchen Löttechniken erhitzt man die ganze Platine, damit der Temperaturunterschied geringer ist und es sich auch besser lötet.


    Im Gefrierfach könntest du auch Sachen killen … schon mal eine Getränkeflasche eingefroren? Die platzt, weil das Eis mehr Raum benötigt. ;)

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