Coprozessor beschaffen?

  • Hallo

    ich habe hier einen Highscreen 386-DX40 mit Colani-Design, von dem ich dachte, mit dem Austausch der Festplatte wäre ihm geholfen. Falsch. Die serielle Schnittstelle funktioniert nicht. Da hoffe ich, dass die Maus mit einer gestern bei Ebay erstandenen ISA-Schnittstellenkarte zum Leben erwacht.

    Mehr Hardware-Kenntnis verlangt ein Problem, das mir jetzt bewußt wurde. Die Mehrzahl der FreeDOS-Programme startet nicht, und zwar wegen fehlenden Coprozessors. Nach einem Blick auf das Mainboard würde ich das bestätigen (und frage mich, ob dieser Computer neu so über die Theke gegangen ist oder ob er gefleddert wurde) Jedenfalls gibt bei den Coprozessoren schon eine Bandbreite von billig bis teuer. Ich bin unsichert. Zum Beispiel, ob ich einen Intel i387 nehmen kann, wenn dieser mit Taktfrequenz-16 bis 25 MHz arbeitet und der Prozessor AMD386 mit 40 MHz. Oder ist irgendjemand mit einem Coprozessor-Emulatur zufrieden und hält das für eine einfache Lösung?

    Jetzt suche ich noch im Forum bezüglich BIOS-Batterie, ausgelaufene finden sich ja überall, auch die hier ist es.

    Viele Grüße

    Markus

  • Hallo Tom,

    da war ich heute mittag und klickte schon auf "Download". Dann kam eine Meldung, ich müsste mich registrieren/anmelden, was mir ein bisschen unsympathisch war. Aber Danke für die Link, der Emulator ist weiterhin eine Option

  • FPUs gibt es neu bei Ebay derzeit, für 15$


    https://www.ebay.com/itm/IIT-3…99e913:g:QWkAAOSwNDBcthIk

    Für denselben Preis hab ich eine gebraucht und geprüft aus Polen gekauft. :)

    https://www.ebay.de/itm/1pcs-3…A68-IIT-USED/293429027059

    Ist aber PGA … weiß nicht ob der gebraucht wird oder PLCC?

    Highscreen Colani BlueNote II 486DX4 100 MHz ⋮ Highscreen Colani Tower VL 486DX2 66MHz, Details (klick) ⋮ Highscreen InduS 500ZE-90 Pentium 90 MHz
    Toshiba Satellite 320CDT Pentium MMX 233 MHz ⋮ Apple iMac G3 (Early 2001) Blue Dalmation PowerPC 750cx 600 MHz

  • Cool, kannte ich noch garnicht :)


    Zitat von Franke

    Der Software-Koprozessor FRANKE.387

    Bei den heutigen PC-Prozessoren ist bereits eine Gleitkomma-Einheit integriert. Diese Gleitkomma-Einheit musste bei den alten Prozessoren 80286, 80386, 386DX, 386SX und 486SX teuer dazugekauft werden. FRANKE.387 ersetzte den fehlenden Numerikprozessor nahezu identisch und ermöglichte den Einsatz von Software, die den sog. Koprozessor benötigte.


    Durch unsere Softwarekunst konnte unser FRANKE.387 auch andere Software mit bis zu doppelter Geschwindigkeit arbeiten lassen. Für diese Leistung wurde FRANKE.387 als Produkt des Monats im Juli 1991 von der Zeitschrift CHIP, Vogel Verlag Würzburg, ausgezeichnet.


    Auch heute noch gibt es PCs, Laptops, Notebooks und vor allem Embedded Systems, die noch mit den älteren Prozessoren bestückt sind und von unserem FRANKE.387 profitieren. Da uns allerdings ein Verkauf nicht mehr sinnvoll erscheint, bieten wir hier die letzten Voll-Versionen zum kostenlosen Download an.

    Compaq Deskpro 286n/12MHz - 1MB - 40MB HDD - 3,5" Floppy //
    Panatek 386DX33 - 80387 - 8MB - 504MB CF2IDE - 5.25" & 3,5" Floppy - SB Vibra - NIC - 512Kb VGA //
    486DX2-66 - 16MB - 4GB CF2IDE - 5,25" & 3,5" 2,88MB Floppy - DVD - SB Vibra - NIC - 1MB CL VLB VGA //
    Intel Pentium 233MMX - 64MB - 16GB CF2IDE - 3,5" Floppy - DVD - SB AWE64 - NIC - 3Dfx Voodoo Banshee//
    Intel Pentium III 600MHz - 256MB - 4GB CF2IDE - 3,5" Floppy - DVD - SB AWE64 - NIC - 3Dfx Voodoo 3 3000 //

  • An Dana:

    Danke für den Link zur Emulator-Zipdatei. Probier ich zunächst mal aus.


    An Matze79 und H.exe

    Ich habe gesehen, dass Eure Links auf Coprozssoren mit der gleichen Taktfrequenz wie mein Prozessor, also 40 MHz und mit PGA68 als Bauform führen. Wenn das die zwei wichtigen Merkmale sind, komme ich bei Ebay wohl zum richtigen. Ich habe hier ein Foto des entsprechenden Sockels angehängt.


    Bis auf weiteres

  • Die Rechner wurden damals tatsächlich ohne Coprozessor verkauft. Er wurde nur für sehr spezielle Dinge wie CAD gebraucht, die Heimanwender hatten eigentlich keinen Bedarf bis auf sehr wenige Ausnahmen wie Spiele (SimCity war doch so eines wimre). Daher wurden die Rechner bei den bekannten Handelsketten damals immer ohne Coprozessor verkauft, man konnte ihn optional dazu erwerben. Der Rechner wurde also höchst wahrscheinlich nicht geplündert. ;) Das spätere Anwendungen wie Freedos einen Coprozessor benötigen ist mir gerade neu, das liegt aber vielleicht auch daran dass das Freedos Projekt noch 'jung' ist und in einer Zeit entstand in der Coprozessoren schon Standard waren.

    Meine Vintagerechner: XT (NEC V20) #-# Epson XT portable #-# HighScreen 286@16MHz #-# L&P 286-20MHz #-# Cyrix 386DRx²-33/66 #-# ESCOM Black Slim Am386DX@40MHz #-# IndustriePC Am5x86-133 #-# Cyrix 5x86@100 VIP #-# Libretto 50CT #-# && 1x Sockel 8 & 3x Sockel4 (60MHz + 66MHz)

  • Sim City profitiert aber nur im XT von einen 8087 darüber hinaus sind die CPUs eigentlich alle schnell genug :-)

    Falcon wäre da noch und Windows sebst natürlich.


    Beim FreeDOS Project hat vermutlich einfach jemand den Compiler falsch eingestellt.

    Glaube nicht das dass beabsichtigt ist.

  • dosreloaded.de/forum/core/index.php?attachment/43718/

    mlh85386

    Ich hab einfach nur auf den Link zum Dateinamen geklickt... Keine Registrierung, kein nichts...

    Bitte sehr :)

    Hallo Dana und Mitlesende,

    habe in der config.sys für FreeDOS die Anweisung zum Laden des Emulators eingebaut, und zwar an zwei Stellen, weil ich unsicher war, inwieweit der Emulatur Arbeitsspeicher erwartet, der vielleicht erst mit anderen Anweisungen der config.sys bereitgestellt werden muss. Die benutzte Datei habe ich angehängt.


    An der ersten Einbaustelle und dem ersten Bootversuch blieb der Computer hängen und unlesbare Zeichen flimmerten aufwärts über den Bildschirm. Ich schaltete aus, bekam vor dem nächsten Booten einen BIOS-Prüfsummenfehler gemeldet und musste die Laufwerksdaten neu eingeben.

    Dann habe ich den PC durch Drücken von F8 nur noch im Einzelschrittmodus hochlaufen lassen und es tat sich, bis auf einen blinkenden Cursor, wenn ich die Anweisung zum Laden von 387.exe bestätigte, nichts mehr.


    Ich vermute, da gibt es eine Inkompatibilität mit anderen Softwarekomponenenten von FreeDOS. Außerdem werfen die englischen Erläuterungen auf der Site, auf der ich diesen Emulator zuerst fand und die vor dem Herunterladen eine Registrierung verlangte, die Frage auf, ob er nun frei verfügbar ist oder die Nutzung was kostet. (Deutsche Mark werden genannt. Klar: Solide PCs, solide DMs :-)). So wie ich es verstand, war er einst 30 Tage frei nutzbar und dann zu bezahlen, also keine Shareware im eigentlichen Sinn.


    Wie dem auch sei. Ich halte jetzt Ebay für Coprozessoren im Blick, obwohl die Frage mit der Bauform noch offen ist.


    Viele Grüße

    Markus

  • mlh85386 Ja richtig. 40 MHz, weil es heißt, dass nur die Intel-FPUs den Asynchronen Modus – also langsamer als CPU – beherrschen. Alle anderen Hersteller haben stattdessen schnellere FPUs gebaut. PGA, Pin Grid Array, also ein Chipgehäuse mit Pins an der Unterseite, passt bei den meisten Mainboards. PLCC hat statt Pins kleine Klammern am Rand des Chipgehäuses. Aber du kannst ja mal nachschauen, wie der Sockel bei dir aussieht..

    Highscreen Colani BlueNote II 486DX4 100 MHz ⋮ Highscreen Colani Tower VL 486DX2 66MHz, Details (klick) ⋮ Highscreen InduS 500ZE-90 Pentium 90 MHz
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  • Danke H.exe,

    bezüglich Frequenz verstehe DIch so, dass sich im 386DX40 ein Coprozessor mit 40 MHz empfiehlt, wenn einem Geschwindigkeit wichtig ist. (Was eigentich nicht der Fall ist.).

    Bei der Bauform habe ich also PGA68, siehe Foto oben . Dieses Angebot wäre demnach passend (*), denn das linke Teil im Foto scheint zu das sein, was Matze79 als Interposer nannte, also ein Übergangsstück.

    Viele Grüße

    Markus

    (*) obwohl: Der Verkäufer hat rumgeschlampt. Das Foto zeigt etwas anderes als der Angebotstext, in dem 4CDLC87 als Modell und Intel als Hersteller genannt werden.

  • Ja genau mlh85386 :) Die Geschwindigkeit muss passen.


    Achja, schau lieber noch mal auf dem Mainboard, ob da ein leerer Quartz-Sockel ist. Falls ja, musst du das Mainboard entweder so konfigurieren, dass der Takt vom CPU-Quartz übernommen wird, oder falls das nicht geht, auch noch einen Quartz für die FPU kaufen.


    Kläre das lieber vorher mit dem Verkäufer ab, ob es nun ein 3C87 oder 4C[DLC]87 ist … wobei ich mal gelesen habe, dass es eigentlich der gleiche Chip sei. "Intel" jedoch passt nicht, weil Intel keine 40MHz-Chips gebaut hat.


    Windows 3.x profitiert wirklich von der FPU. Kann nicht sagen wie sehr, aber es nutzt die FPU definitiv. Dazu gab es mal einen Magazinartikel :)

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  • Hallo H.EXE

    danke für den Nachtrag. Aber ich habe gleich nach meinem Post mit dem Verkäufer geklärt, welche FPU er da anbietet (es war eine für 386er Rechner und 40MHz) und habe sie nun für 20 Euro erstanden. Ich will den PC einfach (endlich) funktionstüchtig haben und ihn dem Besitzer zurückgeben.

    Aber leider leider habe ich diesenCcomputer heute nicht in Ruhe gelassen, sondern nochmal probiert, ob sich die Festplatte nicht doch in den Schubladenplatz einbauen lässt, so wie es zuvor war. Bei der Gelegenheit hat sich die Grafikkarte verabschiedet.: zunächst fahles Bild, beim nächsten Einschalten gar keines mehr. Vielleicht ist die Abstrahlung des provisorisch "anderswo" abgelegten Netzteils die Ursache. Jetzt bin zurückgeworfen, kann die eintrudelnden Ersatzteile (Schnittstellenkarte, Coprozessor, Joystick) eigenlich nicht einbauen und auf einwandfreien Zustand prüfen und muss mich nun bezüglich Grafikkarten orientieren, was passt, wieviel man ausgibt und was man bezüglich Zustand/Lebensdauer dafür erwarten kann. Womöglich kann/muss ich da dem nächsten Thread anfangen.

    Viele Grüße

    Markus

  • mlh85386 Das freut mich nicht zu hören :(


    Die Grafikkarte ist sicher reparabel, klingt fast nach einem defekten Kondensator oder anderem alterungsanfälligen Analogbauteil. Am Bildschirm liegt es aber nicht?


    Aber für einen Rechner dieser Art lohnt sich das schon! Du kannst den Threadtitel einfach ändern.

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  • Hallo H.EXE

    zum Eingrenzen des Fehlers habe ich getestet, was mir möglich war:

    - an diese Grafikkarte einen anderen Monitor angehängt (ist ja nicht ohne Risiko für beide) : Ergebnis war, Monitor blieb komplett dunkel

    - den Monitor an einen nicht ganz so alten HP Vectra angeschlossen: Ergebnis war, das Bild kam. Monitor also in Ordnung

    - die Grafikkarte in meinen alten Highscreen-Backup-Rechner eingesetzt, dessen Monitor angeschlossen: Monitor blieb dunkel. Auf das spricht für einen Defekt der Karte (und Willigkeit des 386DX40-Mainboards)

    Der Ordung halber (würde ich | sollte man) schon einen neuen Thread anfangen, Zum Prüfen von Bauteilen auf der Platine fehlen mir die Kenntnisse. Positive Überraschung ist, dass ihr hier Treiber bereithaltet. Denn andere Hardware alleine tut es ja nicht.

    Viele Grüße

    Markus

  • Die Rechner wurden damals tatsächlich ohne Coprozessor verkauft. Er wurde nur für sehr spezielle Dinge wie CAD gebraucht, die Heimanwender hatten eigentlich keinen Bedarf bis auf sehr wenige Ausnahmen wie Spiele (SimCity war doch so eines wimre). Daher wurden die Rechner bei den bekannten Handelsketten damals immer ohne Coprozessor verkauft, man konnte ihn optional dazu erwerben. Der Rechner wurde also höchst wahrscheinlich nicht geplündert. ;) Das spätere Anwendungen wie Freedos einen Coprozessor benötigen ist mir gerade neu, das liegt aber vielleicht auch daran dass das Freedos Projekt noch 'jung' ist und in einer Zeit entstand in der Coprozessoren schon Standard waren.

    Hallo zusammen,


    nicetux - danke für die Einschätzung zum Hintergrund des leeren Coprozessor-Sockels.


    der bestellte Coprozessor ist eingetroffen und ich versuchte zu klären, wie er eingesetzt werden muss. Die Suche im Netz wurde mir jetzt zu beschwerlich, ergab aber einen Hinweis auf das Vorhandensein von Markierungen an Sockel und Prozessor. Sowas habe ich jetzt auch gefunden: Der Sockel hat eine abgekürzte/abschrägte Ecke innen, ist als nicht wirklich 4- sondern 5-eckig. (Im Bild oben vorne links auch sichtbar. ) Der Corozessor (Typ II T 3C87-40, bzw. der Adapter) hat in einer Ecke des quadratischen Pinfeldes einen silbernen Punkt. Ich spekuliere, das der Coprozessort so aufgesteckt werden muss, dass diese beiden übereinander liegen. Ich probiere das dann so.

    Viele Grüße

    Markus

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