MultDOS Netvista 2800

  • Hallo Allerseits,

    Ich hoffe ich bin im richtigen Bereich?

    Der Plan für diesen Abend ist etwas alte Hardware zurück zum Leben zu erwecken und dabei mehr über mir bisher unbekannte DOS Welten zu erfahren!

    OK Die Netvista ist eigentlich ne Nummer zu groß dafür und würde sich auch für Win98 oder sogar XP eignen aber ich habe die halt gerade griffbereit und auf dem Schreibtisch ist nicht so viel Platz weil da entsteht gerade auch der neue Alltagsrechner...

    Der Plan ist verschiedene DOS Versionen (Max 4 wegen primären Partitionen gehe ich mal von aus?) Was dann auf 6.22 7.1 und FreeDOS hinausläuft. Die 4. Partition soll dann verschiedene "Windowmanager" beherbergen also Windows 3.11 OpenGEM und was sich sonnst noch so auftreiben lässt...

    Was mir gerade so durch den Kopf geht: Wenn ich 4 FAT16 Partitionen anlegen und auf jeder ein DOS kann ich doch Programme auch von den anderen Partitionen ausführen oder? Also dann doch 4 x DOS und bis zu 4 Windowmanager macht theoretisch 16X Kombinationen =O OK ist ja nicht alles kompatible...

  • Sicher kannst Du Programme von anderen Partitionen ausführen, so lange die Partitionen füreinander sichtbar sind, ist es kein Problem.

    Wollte nur sicher gehen das ich nix vergesse also werden es 4 Primäre Partitionen mit 4x DOS Varianten. Ein Platz ist noch frei Vorschläge?

    So in der Zwischenzeit ist die Win98 Installation in der VM fast durch dann kann es mit dem DOS 7 bau weiter gehen ...

  • Leider gehen mit MBR Partitionstabellen keine 4 primären Partitionen und GPT kann MS-DOS nicht. Also eine primäre und weitere im extended Bereich.


    EDIT: Bin mir gerade auch nicht sicher, wie Du die DOS'e voneinander trennen möchtest. Einen Bootloader a la GRUB gab's ja damals nicht. Es wurde DOS gebootet und der hat wiederum CONFIG.SYS und AUTOEXEC.BAT geladen. Da ist es aber schon zu spät um andere DOS'e zu laden. Ich glaube, das wird nicht ganz hinhauen, was Du da vorhast....

  • Ich habe einen Bootmanager aus den späten 90ern irgendwo auf Diskette rumfliegen. Der sollte das eigentlich können...

    Compaq Deskpro 286n/12MHz - 1MB - 40MB HDD - 3,5" Floppy //
    Panatek 386DX33 - 80387 - 8MB - 504MB CF2IDE - 5.25" & 3,5" Floppy - SB Vibra - NIC - 512Kb VGA //
    486DX2-66 - 16MB - 4GB CF2IDE - 5,25" & 3,5" 2,88MB Floppy - DVD - SB Vibra - NIC - 1MB CL VLB VGA //
    Intel Pentium 233MMX - 64MB - 16GB CF2IDE - 3,5" Floppy - DVD - SB AWE64 - NIC - 3Dfx Voodoo Banshee//
    Intel Pentium III 600MHz - 256MB - 4GB CF2IDE - 3,5" Floppy - DVD - SB AWE64 - NIC - 3Dfx Voodoo 3 3000 //

  • Äh langsam kann DOS keine 4 primären Partitionen das ist doch absoluter Standard und es heißt doch nicht umsonst MS-DOS Partitionstabelle...

    Bootloader ist so eine Sache ja aber ich habe hier eine Thread gefunden in dem es um welche ging die keine eigenen Partition brauchen.

  • Meines Wissens nach ist es so. MS-DOS Partitionstabelle kann nur eine primäre Partition und eine Erweiterte haben. In der erweiterten kannst Du dann weitere logische Laufwerke anlegen. Erst die GPT erlaubte mehrere primäre Partitionen anzulegen, was heute Standard ist und Voraussetzung für EFI.

  • wimre kann man, den passenden Bootloader vorausgesetzt, bis zu vier primäre Partitionen erstellen, auch für DOS. Allerdings müssen drei davon dann immer "versteckt" werden vom Bootloader. Der alte OS/2-Bootloader, der vor Ewigkeiten auch beim PartitionMagic (3?!?4?!?) mit dabei war, konnte das, ich hatte damals mit solchen Sachen experimentiert - ging problemlos....

    "..seid ihr in etwa Anarchisten" "Nein, SOWEIT entwickelt sind wir noch nicht" (R.A.Wilson)


    JEDE Zentralisierung ist Machtmissbrauch!!

  • Vielleicht irre ich mich, aber zumindest der normale FDISK hat sich immer geweigert eine zweite primäre Partition anzulegen. Ich spreche hier im allgemeinen, nicht mal in Verbindung mit einem Bootloader. Liegt jetzt ein Paar Tage zurück, dass ich es versucht habe, wahrscheinlich muss ich wieder mal lesen, wie und ob das ging.


    EDIT: ah, so war das, genau. MBR Partitionstabelle konnte theoretisch bis zu 4 primäre Partitionen haben, aber DOS konnte nur mit einer umgehen. Daher hatte ich das in Erinnerung. Siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Master_boot_record

    Da es sich aber hier um DOS handelt, ist das ganze doch wahrscheinlich ein Problem..... Bedeutet 1 Maschine 1 DOS, zumindest ohne Workarounds und weiteren Tools. Kann aber sein, dass FreeDos das kann.

  • Kann es sein das ihr das mit der Aktiven Partition verwechselt? Ich hatte bis zu meinem "neuen" PC also bis vor 2 Wochen immer nur alte BIOS Systeme mit MS-DOS Partitionstabellen und regelmäßig bis zu 4 primäre Partitionen, aber das war nach DOS aber macht das einen Unterschied?

  • Es ist so, wie duncan es geschrieben hat: Man kann 4 Primäre Partitionen erstellen - mit dem richtigen Partitionierungsprogramm, wobei die erweiterte Partition ebenfalls als Primäre Partition zählt, aber nicht die darin enthaltenen logischen Laufwerke. Wenn man es mit FDISK machen will, müssen alle vorhandenen primären Partitionen vorher versteckt werden, eine Funktion, die FDISK fehlt, bevor man eine weitere anlegen kann. Ich mache das bevorzugt mit Boot-Us oder gparted, XFDISK soll aber auch gehen.

    Das DOS-Programm von Boot-Us funktioniert so:

    Code
    bootusc report ;zeigt eine Übersicht über die Partitionierung aller Festplatten, wichtig ist, sich die Partitionsnummern zu notieren
    bootusc partition unhide batch ;macht alle Partitionen sichtbar und entschlüsselt deren Bootsektoren ohne nachzufragen
    bootusc partition unhide drive=2 batch ;macht dasselbe auf der zweiten Festplatte
    bootusc partition activate partnr=y batch ;setzt die Bootmarkierung auf Partition y der ersten Festplatte ohne nachzufragen
    bootusc partition hide true drive=z partnr=x batch ;versteckt Partition x auf Festplatte z und verschlüsselt deren Bootsektor ohne nachzufragen

    DOS kann ohne Tricks nur dann von einer Primären Partition booten, wenn sie innerhalb der ersten 2 GiB der Festplatte liegt. Wenn Du also 4 unabhängige DOS-Systeme in gleich großen Partitionen haben willst, kann jede nur 512 MiB groß sein.

    Zum Booten benötigst Du dann einen Bootmanager, der

    1. die zu bootende Primäre Partition sichtbar macht

    2. alle anderen Primären Partitionen außer der erweiterten Partition versteckt

    3. die zu bootende Primäre Partition aktiviert.

    Ich werde mich von keinem einzzzigen Prozzzessor trennen.
    Jedoch lockt es mich beinahe, ihn Dir zu überlassen, nur um zu sehen, wie er Dich in den Wahnsinn treibt :evil:


    Meine Begehren

  • Hast Recht war zu lange her muss ich mir was anderes einfallen lassen könnte evtl. ja die Flash Karte nutzen um einen Bootloader zu installieren der zwischen den Primären Partitionen "umschaltet" sämtliche Nutzerdaten dann in eine erweiterte, mal schauen was grub kann...

  • Die glorreiche Freeware XFDISK erlaubt das Erstellen von 4 Primären Partitionen. Da immer nur eine "aktiv" sein kann, werden die anderen als "versteckt" gekennzeichnet. Der XFDISK-Bootmanager macht sich das zu nutze, indem er je nach Auswahl die gewünschte Partition als die Aktive setzt. :) Die können sich auch nicht gegenseitig sehen, wenn sie gebootet sind! Jede von ihnen denkt, sie sei das einzige Laufwerk C:.


    Für dein Experiment Stefan307 bedeutet das: 3x Primäre Partition C: mit je einer DOS-Version drin, 1x Erweiterte Partition D: für Windows/Programme. Das würde funktionieren! Und der XFDISK-Bootmanager ist wirklich super für das Vorhaben geeignet, er wird in den MBR des Laufwerks geschrieben und braucht keine eigene Partition.

    Highscreen Colani BlueNote II 486DX4 100 MHz ⋮ Highscreen Colani Tower VL 486DX2 66MHz, Details (klick) ⋮ Highscreen InduS 500ZE-90 Pentium 90 MHz
    Toshiba Satellite 320CDT Pentium MMX 233 MHz ⋮ Apple iMac G3 (Early 2001) Blue Dalmation PowerPC 750cx 600 MHz

  • Dann korrigiere ich meine Aussage von oben, ob man Programme von einer anderen Partition starten kann. Das kann man wohl doch nicht, weil DOS mit mehreren primären Partitionen nicht umgehen kann und sieht die anderen einfach nicht. Aber Du könntest drei primäre und eine erweiterte Partition machen. Die primären wären dann "nur" 512MB (max. 1/3 * 2GB) und würden sich gegenseitig verstecken, wie H.EXE das gesagt hat. Aber die erweiterte könnte größer sein und wäre auch sichtbar für alle, egal von welcher primären Partition Du gebootet hast. Für reines DOS und etwas mehr sind 512MB weit mehr als ausreichend. Und alles was nicht spezifisch für eine DOS Version passt, wandert dann auf die erweiterte Partition.... irgendwie so. Damit könntest Du "nur" drei DOS Versionen haben, ist aber auch ok, denke ich...

  • So in der Art war ja auch der ursprüngliche Plan, wobei ich den Speicherbedarf eher noch geringer einschätze das sind 3 Disketten, Windows 3.11 10 oder FreeDOS ist ne 100mb CD und das ganze Windows98 hat 500...

    Hier liegt ne gute alte 2,5" Platte noch 12mm hoch und mit 1441.9MB das ist doch genau das richtige denke ich. Brauche ich nur noch einen 40 >44 Pin IDE Adapter und die NetVista hätte gerne so ein spezial Kabel für den Strom vom Mainboard zu klauen...

    ...Aber ich habe gerade ganz andere Probleme mit der VM unter Linux irgendwas ist mit KVM faul kann doch nicht sein das Windows98 eine i5 Kern 100% auslastet und nach ner halben Stunde immer noch nicht hochgefahren ist....

  • So in der Art war ja auch der ursprüngliche Plan, wobei ich den Speicherbedarf eher noch geringer einschätze das sind 3 Disketten, Windows 3.11 10 oder FreeDOS ist ne 100mb CD und das ganze Windows98 hat 500...

    Hier liegt ne gute alte 2,5" Platte noch 12mm hoch und mit 1441.9MB das ist doch genau das richtige denke ich. Brauche ich nur noch einen 40 >44 Pin IDE Adapter und die NetVista hätte gerne so ein spezial Kabel für den Strom vom Mainboard zu klauen...

    ...Aber ich habe gerade ganz andere Probleme mit der VM unter Linux irgendwas ist mit KVM faul kann doch nicht sein das Windows98 eine i5 Kern 100% auslastet und nach ner halben Stunde immer noch nicht hochgefahren ist....

    Das Problem kenne ich :) Verwendest Du VirtManager oder sonstiges libvirt?

  • Da wird es nicht laufen, ich habe jetzt auf die schnelle meine Notizen dazu nicht gefunden. Ich weiß nicht mehr woran das lag, aber ich stand vor dem Problem schon vor 2 Jahren. Starte die VM direkt mit qemu aus der Konsole, dann läuft es. Und ich werde morgen versuchen meine Notizen dazu zu finden, will Dir jetzt nichts falsches erzählen, aber es lag daran, wie VirtManager die VM startet.

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