Projektrechner "Back to the roots"

  • Hallo zusammen,


    hier schon mal ein paar Hintergrundinfos über einen künftigen Projektrechner. Sobald sich das Ding realisiert (vermutlich Februar/März) gibt es dazu auch Bilder und vermutlich auch einen Beitrag auf Youtube. "Der Gerät" soll ein wenig angelehnt an meinen ersten PC sein, ein Sanyo MBC-990 286-8. Er wird aber in einigen Belangen deutlich überlegen, aber nah dran. Wichtig war mir deshalb auch ein Desktop-Gehäuse.


    Ich hab schon länger auf dem Prioritäten-Tisch mein 286-Board liegen. Da kämpfe ich noch mit der zu schnell laufenden RTC.


    Dann ist mir auf Ebay Kleinanzeigen ein neues, noch originalverpacktes Leadman LC-402 Desktop-Gehäuse (mit nach oben klappender Haube!) zugeflogen, direkt gebunkert. Das verbaute Leadman-Netzteil hat original ab Werk keinen Lüfter verbaut. 60 Watt geht wohl auch ohne. Da eine CF-Karte rein soll, wird es wohl ein Silent Build.


    Was soll rein und wie ist das im Vergleich zu meinem ersten PC, dem Sanyo?


    Gehäuse:

    - Sanyo hatte: Breiten Desktop mit IBM Style Netzteil (mit rotem Kipphebel-Schalter und brutal lautem Lüfter)

    - Der neue hat: Etwas schmaleren Desktop mit ähnlichem Netzteil (aber schwarzem Kippschalter, der aber immer noch schön satt klackt, lüfterlos)


    Board/CPU:

    - Sanyo hatte: Fullsize AT Board mit 512KB Onboard RAM und 128KB über ISA-Karte, 286-8, Coprozessor-Sockel

    - Der neue hat: Baby AT Board (Headland HT12), 4x 1MB SIMM 70ns 30 Pin, 286-16 und 287-8 (läuft übertaktet auf 10MHz)


    Grafikkarte:

    - Der Sanyo hatte: EGA-Grafikkarte

    - Der neue hat: Tseng Labs ET3000AX (Aufkleber sagt NKS mpvgamax), 512KB S-VGA mit VGA und TTL Anschluss (so eine hatte ich auch in meinem 386SX nach dem Sanyo)


    Diskettenlaufwerke:

    - Der Sanyo hatte: 5.25" 1.2MB (A), 3.5" 1.44MB (B)

    - Der neue hat: Genau so!


    Festplatte:

    - Der Sanyo hatte: 30MB MFM

    - Der neue hat: Digitus CF zu IDE auf Slotbracket (hinten von außen zugänglich), Xmore Industrial CF 256MB, SLC NAND-Flash (nutze die gleiche auch in meinem Commodore PC-20 im XT-CF Lite)


    CD-ROM:

    Der Sanyo hatte: Keines

    Der neue hat: Mitsumi CRMC-LU005S (das erste Single-Speed, das auf einem Schlitten ganz aus dem Käfig rauskam und dann Klappe auf, Toploader-Mechanismus)


    Soundkarte:

    - Der Sanyo hatte: Keine. PC-Speaker Experience in Reinkultur!

    - Der neue hat (hoffentlich, gerade zufällig beim Aufräumen gefunden, Test steht noch aus): Aztech Sound Galaxy NX II (alias CPS SoundBlaster 2.5)


    Tastatur:

    - Der Sanyo hatte: AT-Tastatur im XT-Layout (84 Tasten)

    - Der neue hat: Cherry G80-1000HAD (Linear)


    Maus:

    - Der Sanyo hatte: Anfänglich keine, später die eckige alte Genius 3-Tasten Maus (würde ich, wenn günstig zu finden, auch noch mal eine holen)

    - Der neue hat: Highscreen Colani Maus, die ich auch am PC-20 nutze


    Bildschirm:

    - Der Sanyo hatte: EGA-Monitor Salora Multiscan

    - Der neue hat: Fürs Foto wird es wohl mein zweiter Monitor (der nach dem Sanyo mit dem 386SX kam), ein NEC Multisync II, im Alltag wohl eher an einem meiner LCDs (Fujitsu-Siemens P19-2, Dell Ultrasharp U2711), da der NEC einige Macken hat (dass er, wenn er warm ist, eine halbe Stunde abkühlen muss, bis er wieder angeht, hatte er schon immer, war damals ein Gebrauchtkauf, aber mittlerweile braucht er auch eine halbe Stunde Einlaufzeit um scharf zu werden, dann ist er aber auch scharf)

    Arbeitspferde: Xeon E5-2683v3/32GB/GTX1650 Super/1TB NVMe+8TB HDD und Q6600/8GB/GTX460/1TB SSD+4GB+2GB HDDs

    Retro Maschinen:

    P2-450/256MB/128GB SSD/TNT2-M64+2xVoodoo2/Soundblaster 16+Yamaha DB50XG

    Commodore PC20-II/V20+8087/XTCF lite 256MB/Tandy Sound

    286-16/287-8/4MB/256MB CF/ET3000/Aztech NX-II

    Amiga 500/1MB/Gotek/Vortex AT-once Plus 286 + Amiga 500/1MB

    Pentium 166/FAST Video Machine+DDPR+YUV Board

    Projekt-Rechner: C64, Dual Pentium MMX 233, 486 VLB, 486 PCI, K6, Athlon 64

    Projekte: USB RetroArduInput

  • So, die Kiste ist seit vorgestern zusammengebaut.


    Eigentlich wollte ich den Zusammenbau ja sogar filmen für Youtube, aber da ich im Moment zu nix größerem in Sachen Projekt komme und mir die losen Teile auf den Senkel gegangen sind, habe ich alles zusammengebaut. Zusammenbau so ist ja schneller getan, als vor der Kamera. Vielleicht baue ich ihn für Youtube aber noch mal auseinander wenn ich was mehr Zeit und Muße zum Filmen habe :-) Bilder und auf kurz oder lang ein Video kommen noch.


    Nur die Soundkarte foppt mich echt. Ich hatte während meiner fliegend verkabelten Tests immer gedacht, mein Mitsumi CD-ROM wäre nicht mehr ganz frisch, da es nur mehr oder weniger zuverlässig gearbeitet hat. Allerdings hatte ich das Laufwerk an eben dieser Sound Galaxy NX2 angeschlossen. Und nach dem Zusammenbau wollte die Soundkarte dann keinen Ton mehr ausgeben, wenn das CD-ROM angeschlossen war.


    Gestern hatte ich das Gerät noch mal eingeschaltet, eigentlich um mal ein paar alte Disketten durchzugucken. Das System hat sich dann relativ seltsam verhalten. Der POST läuft erst ganz normal (Speicherzählen-Ticken vom AMI-BIOS, Floppy Drive Seek, dann hört man aus dem Line Out der Soundkarte das Knacken (vermutlich weil der Parallelport vom integrierten Covox initialisiert) und ab dann wird es langsam. Der BIOS-Bildschirm bleibt lange stehen, dann kommt ein ewig-langer Bestätigungs-Beep und dann baut sich zeilenweise die BIOS-Zusammenfassung auf. Der Schuldige war schnell als Soundkarte identifiziert. Jetzt ist eine MAD-16 bzw. ein Klon einer ebensolcher (exakt gleiches Layout, auf einer roten Platine, sozusagen Gravis Look) drin, eigentlich ja viel zu modern für den Rechner, aber sie läuft und hat ein Mitsumi-Interface, mit dem das CD-ROM sogar absolut sauber läuft. Ich denke aber auf kurz oder lang werde ich die NX2 noch etwas debuggen, die Karte hat was und lief bislang recht vielversprechend. Vor allem die Covox-Unterstützung finde ich spannend und sie passt zeitlich zum 286. Die MAD-16 hätte ich zudem gerne in einem moderneren System wie einem meiner Projekt-486er.

    Arbeitspferde: Xeon E5-2683v3/32GB/GTX1650 Super/1TB NVMe+8TB HDD und Q6600/8GB/GTX460/1TB SSD+4GB+2GB HDDs

    Retro Maschinen:

    P2-450/256MB/128GB SSD/TNT2-M64+2xVoodoo2/Soundblaster 16+Yamaha DB50XG

    Commodore PC20-II/V20+8087/XTCF lite 256MB/Tandy Sound

    286-16/287-8/4MB/256MB CF/ET3000/Aztech NX-II

    Amiga 500/1MB/Gotek/Vortex AT-once Plus 286 + Amiga 500/1MB

    Pentium 166/FAST Video Machine+DDPR+YUV Board

    Projekt-Rechner: C64, Dual Pentium MMX 233, 486 VLB, 486 PCI, K6, Athlon 64

    Projekte: USB RetroArduInput

  • Anbei mal ein paar Bilder.


    Zu sehen sind:


    Frontansicht des Gerätes

    Mitsumi LU-005S CD-ROM geöffnet

    Rückseite Anschlüsse

    Innenraum Großaufnahme (Kabelmanagement noch ausstehend, aber auch gar nicht so einfach, u.A. wäre viel leichter, die Floppys vernünftig zu verkabeln, wenn man das 3.5" Laufwerk 180° drehen könnte)

    Gesamtansicht offener Gehäusedeckel (schöner Klappmechanismus)

    Die temporär eingebaute Soundkarte (MAD-16 mit roter Platine)

    Die Soundkarte, die ich gerne drin hätte, die aber ständig irgendwelche Probleme macht (CPS Sound Blaster 2.5 a.k.a. Aztech Sound Galaxy NX II)

    Die ET3000 Grafikkarte

    Die Realtek RTL8019 Netzwerkkarte (nur aus Spaß eingebaut weil noch da)

    Der MIO-Plus Multi-IO Controller. Ein paar Pins der IO-Header sind etwas verbogen, weil ich das Ding recht achtlos in eine Kiste gepfeffert hatte, läuft aber einwandfrei. Ich muss nur noch das I/O Shield für Parallel und vor allem Joystick finden (weil man den Joystick-Port nicht abschalten kann und es einen Konflikt mit dem auf der Soundkarte gibt, den müsste ich dann abschalten)

    Der Digitus Compact Flash Adapter samt


    Hier PC Mag - Google Books (das linke Bild) gibt es übrigens ein Bild von meinem allerersten PC, dem Sanyo MBC-990, an den das Gerät, mit einer gewissen Überlegenheit erinnern soll.

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