IPX Netzwerk unter DOS aufsetzen?!

  • Vorwort: Viele Spiele setzen in DOS ein funktionierendes IPX Netzwerk voraus, wenn man im Multiplayermodus spielen will, z.B. Doom, Duke3D, Command&Conquer, Warcraft II, usw...

    Füher hat mich das nie interessiert, da man sich entweder mit einem Nullmodemkabel oder direkt mit einer Modemverbindung beholfen hat.


    Situation: Erstaunlicherweise gibt es erstaunlich wenig Anleitungen, wie man heutzutage ein IPX unter purem DOS aufsetzen kann. Viele Anleitungen beschränken sich auf DosBox, wo das vergleichsweise einfach zu sein scheint.


    Genereller Ablauf unter DOS:

    1. Laden der LSL.COM (das darf wohl allerdings nicht mit LOADHIGH in den höheren Speicherbereich verschoben werden, sonst könne es nicht klappen)

    2. Laden des netzwerkkarteneigenen ODI-Treibers (Ist das das Gleiche wie ein Packet Driver?)

    3. Laden von IPXODI.COM


    Ich bin hier auf eure Erfahrung angewiesen, da noch viele Fragen offen sind.


    Eine wichtige Anlaufstelle auf der die notwenigen Dateien zu beziehen sind: https://github.com/gammy/dos_net_ne2000


    - Ich habe gelesen, dass ein IPX-Netzwerk "abgeschottet" sein muss. Wenn die PCs alle an einem Router/Fritzbox hängen, soll es nicht funktionieren. Es solle ein autarkes Netzwerk entweder mit BNC-Verbindungen oder einem zwischengeschaltenen Switch sein?

    - Was ist der "Peter Grahen's NE2000 emulator patch for DOSBox"? Damit ist wohl eine Verbindung zwischen DosBox und einem echten PC mit DOS möglich?



    Exkurs DOSBox:


    In der DosBox ist das dank eines Wrappers "IPXNET" wohl einfach aufzusetzen.

    In der DosBox-Shell mus der Server-PC folgendes ausführen:

    Code
    ipxnet startserver 19900


    Die Client-PCs verbinden sich dann zur Server-IP z.B. 192.168.2.100 einfach via:

    Code
    ipxnet connect 192.168.2.100 19900

    Spiel starten, fertig... 8|

  • (Ist das das Gleiche wie ein Packet Driver?)

    NOPE.

    Der ODI Treiber verlangt auch gerne mal eine NET.CFG (Wird von Netware meist selbst generiert). Entweder im PATH oder besser gleich im Verzeichnis.

    1. Laden der LSL.COM (das darf wohl allerdings nicht mit LOADHIGH in den höheren Speicherbereich verschoben werden, sonst könne es nicht klappen)

    Also zumindest mit DR DOS geht hiload von LSL recht gut.


    Und wie Ranger schließ auch ich mich damit an, einfach Novell Netware Lite zu nutzen, ohne Netware. Nur die IPX Treiber davon.

    Netware startet mit der CLIENT/SERVER und NET TSR. Ohne steht allerdings das Netzwerk auch schon auf IPX Level für Spiele.

  • Genereller Ablauf unter DOS:

    1. Laden der LSL.COM (das darf wohl allerdings nicht mit LOADHIGH in den höheren Speicherbereich verschoben werden, sonst könne es nicht klappen)

    2. Laden des netzwerkkarteneigenen ODI-Treibers (Ist das das Gleiche wie ein Packet Driver?)

    3. Laden von IPXODI.COM

    Das ist doch schon alles korrekt. Was dir noch fehlt, ist der DOS-ODI-Treiber für deine Netzwerkkarte.

    Und nein, das ist kein Packet Driver. Packet Driver braucht man für TCP/IP unter DOS und nicht für IPX.


    Dann musst du noch eine NET.CFG Datei anlegen (Textdatei), wo die Einstellungen der Netzwerkkarte eingetragen werden schon löppt die Sache.


    Wenn du mal schreibst, welche Netzwerkkarte(n) du hast, dann kann ich dir die notwendigen Datein zusammenstellen.


    Die Netzwerktreiber kann man alle mit LH hochladen, sofern da genügend Platz verhanden ist.


    Man braucht keine TCP/IP-Tunnel und auch nicht das ganze Netware-Lite oder DR-DOS Gedöns. Und schon gar nicht Windows. Das verkompliziert das alles unnötig.

    Und diese IPX-Tunnel-Geschichte von DOS-Box dient ja dazu,sich mit einem Server im Internet zu verbinden. Jedenfalls so wie ich das verstanden habe. Das kann man machen, ist aber eine ganz andere Geschichte.


    - Ich habe gelesen, dass ein IPX-Netzwerk "abgeschottet" sein muss. Wenn die PCs alle an einem Router/Fritzbox hängen, soll es nicht funktionieren. Es solle ein autarkes Netzwerk entweder mit BNC-Verbindungen oder einem zwischengeschaltenen Switch sein?

    Alles falsche Gerüchte. Ich betreibe hier mehrere über IPX vernetzte Rechner in meinem ganz normalen TCP/IP-Netz. Teilweise mit BNC und teilweise mit RJ45.


    Es gibt auch das Gerücht, dass man sich nicht über IPX mit einer virtuellen Maschine verbinden kann, die unter Windows läuft. Ist auch Quatsch. Ich habe hier einige virtuelle Maschinen unter VirtualBox und die kommunizieren bestens mit realen DOS-PCs im Netzwerk. Über IPX und ohne dass man auf dem Windows-Host irgendwelche zusätzlichen Treiber laden muss.

  • Hier noch mal eine Beispiel-Konfiguration für eine Standard NE2000 kompatible Netzwerkkarte.


    Das ist meine NW.BAT


    Code
    SET NWLANGUAGE=DEUTSCH
    LH LSL
    LH NE2000
    LH IPXODI


    Und so sieht die NET.CFG aus, die im gleichen Verzeichnis liegt:


    Code
    Link Driver NE2000
       PORT 240
       INT 5
       FRAME ETHERNET_802.2


    Den FRAME Eintrag kann man auch weglassen. 802.2 ist Standard. Ich habe den aber sicherheitshalber immer drin.


    Das wars. Mehr braucht man nicht.

  • Ok, hier kommen die Files:


    3C509.zip


    NE2000.zip (Realtek)


    IPXCHK16.zip


    Jeweils ein komplettes Treiberpaket für jede Karte. Die NET.CFG muss entsprechend angepasst werden und es dürfen natürlich keine anderen Netzwerltreiber gleichzeitig geladen werden.

    Für den ersten Test die Treiber am besten einzeln von Hand starten und schauen, ob irgendwelche Fehlermeldungen kommen.

    Wenn alles fehlerfrei geladen wurde, kannst du mit IPXCHK16 die Verbindung prüfen. Das Programm auf beiden Rechnern mit jeweils unterscheidlichem Namen als Parameter starten. Dann sieht man, ob sich die beiden Rechner finden.

    Zwischen den Rechnern darf kein Router sein (WLAN oder sowas). Denn die routen natürlich das IPX-Protokoll nicht. Switches sind kein Problem.

  • 3C90X.zip


    Da ist jetzt nur der ODI-Treiber und das Config-Programm enthalten.


    Kann sein, dass man bei der 3COM-Karte die NET.CFG nicht anpassen muss - wegen PnP. Ich habe hier gerade keine 3C90X in Betrieb, wo ich nachschauen könnte.

  • Ich habe übrigens vor ein paar Monaten, als ich überhaupt wieder angefangen habe, mich mit DOS-Rechner zu beschäftigen, versucht, meine 3C509 mit dem Setup-Programm für die 3C905 zu konfigurieren und bin fast verzweifelt.

    Bis mich jemand auf den Zahlendreher aufmerksam gemacht hat. :whistling:


    Warum hat 3COM diese Benennung gewählt? Um die Leute in den Wahnsinn zu treiben? ?(

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