486er-Endzeit: DX4-100 vs. DX5-133 vs. P60

  • internaut


    Was Geschwindigkeit und kompatibilität (ich bekomme hier ums verrecken nicht WB zu laufen) angeht ist der Intel besser - AMD ist aber cooler, weil nicht Intel :D


    i440bx


    ich habe Ranger bereits angeschrieben, mal schauen was dabei rauskommt. ;)

    Von allen Dingen auf Erden ist die Intelligenz am gerechtesten verteilt: Jeder glaubt, er hätte genug davon.

  • AMD 5x86 P75 (=133Mhz) ist bisschen schneller als Intel DX4 100Mhz.


    So leichte Entscheidung habe ich auch nicht. Ich finde Preis für beide relativ fair.

    Ich will nichts falsches erzählen, nur was ich letztens aufgeschnappt habe. Es gab vor kurzem bei OLDROBOT ein Video dazu und er hat sich gegen einen 5x86 und für einen DX4-100 entschieden und zwar aus folgendem Grund: der 5x86 ist mit aktiviertem WB deutlich schneller, keine Frage. Das Problem ist, dass die CPU dabei scheinbar in mehreren Boards nicht wirklich im Turbo-Off heruntergetaktet hat und zu schnell für alte DOS Spiele geblieben ist (diverse Software hat auch wenig geholfen). Im WT Modus ging zwar Turbo vernünftig, aber die CPU war dann in den meisten Spielen der DX4-100 von Performance her deutlich unterlegen. Den Fazit fand ich sehr interessant, denn 5x86 war weder Fleisch noch Fisch, da es einen Pentium auf den billigen Plätzen vertreten sollte. Aus heutiger Sicht holt man sich dann lieber gleich einen P100 oder so, aber wenn man einen schnelle 486er will, der möglichst große spielerische Bandbreite abdeckt, dann ist ein DX4-100 scheinbar die bessere Alternative.

  • AMD 5x86 P75 (=133Mhz) ist bisschen schneller als Intel DX4 100Mhz.


    So leichte Entscheidung habe ich auch nicht. Ich finde Preis für beide relativ fair.

    Ich will nichts falsches erzählen, nur was ich letztens aufgeschnappt habe. Es gab vor kurzem bei OLDROBOT ein Video dazu und er hat sich gegen einen 5x86 und für einen DX4-100 entschieden und zwar aus folgendem Grund: der 5x86 ist mit aktiviertem WB deutlich schneller, keine Frage. Das Problem ist, dass die CPU dabei scheinbar in mehreren Boards nicht wirklich im Turbo-Off heruntergetaktet hat und zu schnell für alte DOS Spiele geblieben ist (diverse Software hat auch wenig geholfen). Im WT Modus ging zwar Turbo vernünftig, aber die CPU war dann in den meisten Spielen der DX4-100 von Performance her deutlich unterlegen. Den Fazit fand ich sehr interessant, denn 5x86 war weder Fleisch noch Fisch, da es einen Pentium auf den billigen Plätzen vertreten sollte. Aus heutiger Sicht holt man sich dann lieber gleich einen P100 oder so, aber wenn man einen schnelle 486er will, der möglichst große spielerische Bandbreite abdeckt, dann ist ein DX4-100 scheinbar die bessere Alternative.

    Ja, ich schreibe schon "bisschen" schneller.

    Trotz Taktunterschied von 33% mehr Takt ist Leistung nur 10% höher gegenüber iDX4. (Ausser Supershape-Benchmark, da ist iDX4 mit nur 100Mhz eine Gewinner) Schade dass intel DX4 wenig bis null Übertaktungsreserve hat. Ich hatte mal gesehen, wie übergetakte iDX4 mit 133 MHz schlägt.

    Das CPU ist aufgrund frühe Einführungsjahr sogar als HighEnd-CPU zu sehen währendessen AMD 5x86 eher als Billig-CPU ist.


    Das Punkt mit Turbo ist mir nicht aufgefallen.


    Ja, iDX4 gibt mehre Version, es gibt WT-Only, es gibt iDX4 mit 2/3x Multi (internaut's kaputte DX4 ), es gibt iDX4 mit WB (i440BX Angebot)


  • Auf ihre Antwort müsste ich aufgrund Wunsch eher hier posten.


    intel DX4 ist HighEnd, ohne Frage. Es kam in frühe 1994 raus, wo es nur Pentium 60/66 gab und kränkelt an zu geringere Takt.

    Kaum später ist Pentium 90/100 vorgestellt und Pentium ist nonplusultra. Vergiss nicht, dieser Zeitalter ist sehr trubulent und viel Neuigkeit kommt auf Markt.

    Auch nach Einführung von Pentium 90/100 ist iDX4 Oberklasse.
    Vergleich mit aktuelle CPU..i9-11900 als Pentium und iDX4 ist eher i7 11irgendwas und gehört schon zum oberne Liga.


    Manchmal habe ich Eindruck: Nur besten von beste ist HighEnd.


    (Nicht mit AMD 5x86 vergleichbar, denn der kam später auf Markt mit andere Ziel)

  • Und ich hab damals genau so einen AMD 5x86er auf einem PCI/VLB board recht spaet gekauft. fuer 478DM .. board mit CPU, FAN, Ram. Weil ich mir damals das Pentium Lager nicht leisten konnte.

    Da gab es glaubeich schon den P90 und ggf. auch den P100 schon.

  • Als der iDX4 in Stückzahlen verfügbar war, war gerade der P5 (P60/66) am Markt. Der P54 (P90/100) war erst ein paar Monate später verfügbar.


    Der iDX4 war zum Zeitpunkt seines Erscheinens durchaus als Highend eingeführt. Der Am5x86 war mit weit mehr als ein Jahr später nur eine Budget-Lösung.


    Ich hab das hier schonmal genauer ausgeführt.

  • ausserdem war es einfach eine gute Alternative sich für "lumpige" 4-500 DM den Rechner auf flott zu trimmen und sich kein 3-4 Tausend DM Pentiumsystem neu kaufen zu müssen bzw. sicherlich CPU/MB/Graka/Ram neu kaufen zu müssen.
    Die hatten dann eh meist nur PCI und da war ein potenter 486er DX4 mit VLB so schlecht nicht. Klar kamen dann die rechenintensiveren Games, wo der Pentium dann nur müde lächeln konnte, so 3d-Ballergames :) mit softwarerendering

    meine Schätze: Commodore 464, Amiga 520 und einen Atari 1200 STE, MOS 286 DX2-55 und 486 MMX@120

  • Zumal die Pentium ja auch erstmal mit 5V liefen und warm wurden, wie sonst etwas.

    Wie sieht es eigentlich Preislich aus?

    Der 486DX4 bringt ja schonmal etwas, der DX5 ganz ordrentlich was, aber so ein P5?

  • Man darf nicht vergessen: Intel hatte den Pentium, AMD nicht. Und jeder wusste, dass die Pentium-Klasse die Zukunft ist (schneller FSB, 64bit Speicherbandbreite, PCI, optimierte Instruktionen).


    AMD hat also versucht, a) mit Marketing und Hochtakten die Käufer bei Laune zu halten und b) zeitweise eine günstige Alternative zum Pentium zu sein.


    Für Intel war laut Werbematerial der DX4 auch eher übergangsweise ein günstigeres Mittelklasse-Alternativprodukt unterhalb des Pentium, aber keine HighEnd-CPU.


    In den Vobis-Prospekten kann man auch schön sehen, wie es den Pentium bereits gab, aber versucht wurde, die reine MHz-Zahl zu vermarkten: "Letzte Woche präsentierten wir den Pentium mit 60MHz, diese Woche schon 80MHz! (aber pssst, 486er)". Das ist wie der Vergleich einer 41MPx-Nokia-Handykamera zu einer Nikon DSLR mit 18MPx-Vollformatsensor.

  • AMD hatte doch auch den Sockel 7 recycelt. Du konntest auf 66 MHz Boards bis zum K6-2 400Mhz draufklatschen (der läuft 6x66 oder 4x100). Natürlich mit Spannungseinstellung/Modifikation (Vorrausgestezt du hast ein Split-Power-Board (also z.B. für MMX (max. 233 Mhz) oder eine Adapterplatine (dann läuft ein 400 Mhz auch im Single-Power-Board (max Pentium 200/K6 233).


    Ich weiß garnicht, ob das BIOS das kapieren musste, wenn der Multi direkt per Jumper gesetzt wird und der CPU mitgeteilt wird.


    Das der 486DX5 mit 133 Mhz mit dem Pentium 60 mithalten kann, glaube ich aber gerne...

  • Zumal die Pentium ja auch erstmal mit 5V liefen und warm wurden, wie sonst etwas.

    Wie sieht es eigentlich Preislich aus?

    Der 486DX4 bringt ja schonmal etwas, der DX5 ganz ordrentlich was, aber so ein P5?

    P60 ab 15-25€

    P66 rar, hatte letztens Glück mit knapp 30€ und vielen krummen Pins. Preis sonst eher doppelt bis 3x so hoch

  • Dass AMD mit dem Am5x86 zum Pentium aufholen wollte und damit gerade mal den Pentium 75 zumindest im Integer erreichte (und das auch nur, wenn er im Zappa ohne Cache steckte), zeigt ja nur, dass man für diesen Performance Bereich lieber einen Pentium wählt, als einen 486er von AMD. Insbesondere heute, wo der Pentium günstiger aufzubauen ist, als ein 486er. Gut der AMD ist die schnellste CPU mit 486er Kern für den Sockel3, mehr aber auch nicht. Das ist gut für Benchmarks, erzeugt aber bei mir kein "cooles Teil" oder "haben wollen".

    Wenn ich einen 486er möchte, verheirate ich doch keine 486er High-End Boards mit einer Budget-möchte-gern-Pentium CPU. AMD hatte völlig fantasielos den von Intel kopierten 486er genommen, den Multiplikator, den Cache (zzgl. WB) und den Takt erhöht und fertig. Im Intel DX4 steckt sogar noch etwas Überlegung und Innovation drin, was sich auch in den direkten Vergleichen zeigt. Außerdem hat sich Intel zur Abwärtskompatibilität zu taktsensitiven Applikationen Gedanken gemacht. Und das alles 18 Monate vor AMD. Wie auch immer, für mich ist der iDX4 der letzte erstrebenswerte 486er. Hier noch ein Zitat aus der c't 4/94.


    Eine genauere Analyse des DX4-Kerns zeigt deutlich, daß die Floatingpoint-Unit der des DX2 entspricht. Alle FPU-Befehle benötigen genauso viele Takte wie bei diesem. Die höhere Leistung kommt in dieser Disziplin also ausschließlich aus dem höheren Takt. Anders sieht es, wie schon erwähnt, bei der Integer-Unit aus. Zwar gibt es auch hier viele Entsprechungen zum DX2, die Integer-Multiplikation ist aber deutlich schneller geworden. Mit nur fünf Takten arbeitet sie sogar zügiger als die des Pentium (11 Takte). Es scheint, als hätte Intel die Hardware-Multipliziereinheit des Pentium in einer verbesserten Form in den DX4 integriert. Man darf gespannt sein, ob diese neue leistungsfähigere Einheit auch den Weg in künftige Pentium-CPUs findet.

    Es gibt aber auch Befehle beim IntelDX4, die gegenüber dem DX2 langsamer geworden sind. Zu diesen zählen alle IN-Instruktionen. Die 8-Bit-I/O benötigt beim DX4 129 statt bisher 85 Takte, und für 16-Bit-I/O sind jetzt sogar 201 Takte (i486DX2: 45 Takte) erforderlich. Beides sind Zugeständnisse an die heilige Kuh Kompatibilität, schließlich soll auch alte x86-Software, die noch nichts von 100-MHz-getakteten CPUs weiß, auf dem DX4 störungsfrei laufen.


    Gegen einen Pentium 66 hat der iDX4 nur in vereinzelten Applikationen (Bapco: Tabellenkalkulation und Datenbank) knapp die Sonne gesehen.

  • Ich würde Mal sagen, es kommt drauf an, was man erstrebt. Ich finde im Allgemeinen Benchmarks und solche Vergleiche ziemlich interessant. Wo liegt DX2, wo DX4, wie schlägt sich AMD und Cyrix dagegen usw. sind für einen Retro Liebhaber sehr interessante und u.U. auch wertvolle Informationen. Also, wenn es rein um Benchmarks und synthetische Tests geht, dann ist es durchaus interessant, wie weit die 486er Architektur getrieben werden kann. Aber wenn es darum geht einen Retro PC zu bauen, mit dem man einfach nur spielen und Spaß haben möchte, dann sehe ich nicht ein, warum man viel Geld für eine fragwürdige Lösung ausgeben sollte, wenn man für deutlich weniger Geld ein deutlich flexibleres System aufbauen kann. So ein Pentium hat eine deutlich größere Bandbreite, ist schneller als jeder 486er, wenn man es braucht und kann auf das Niveau eines 386 heruntergebremst werden, falls man das braucht. Somit hat man eine Maschine um wirklich praktisch alle DOS Spiele spielen zu können. Von Digger bis Quake. Wenn die Info, die ich oben erwähnt habe stimmt, dann kann man mit Am5x86 weder das eine noch das andere spielen. Zumindest wenn es um Spiele geht, fühlt sich so eine CPU wirklich nutzlos an. Daher, wenn es um 486er geht, würde ich zu DX2 bis DX4 greifen und wenn ich etwas schnelleres bräuchte, dann doch zum Pentium.

  • scorp

    Ganz genau! Über ein Retrosystem mit einem Am5x86 würde ich mich eher ärgern als freuen, da ich es weniger praktischen Nutzwert als ein mittelmäßiger DX2 oder 386er oder Pentium hat - so wie Du bereits ausgeführt hast.


    Das mit den Benchmarks fand ich auch interessant, und die habe ich bereits abgeschlossen - genau wie viele andere Retrofans auch. Das kann jetzt natürlich jeder für sich selbst machen, kostet dann allerdings jede Menge Zeit und Geld ;)

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