Benötige Tipps zum ersetzen einer Tonne gegen eine CR2032

  • Hallo zusammen,


    ich möchte meinem 386er etwas gutes tun und die Tonne (die zum Glück noch gut aussieht) auslöten. Das ansich wäre ja ein Kinderspiel, aber ich möchte eine CR2032 Batterie einbauen, ohne zusätzliche Diode wegen der Optik.
    Ich habe irgendwo mal was über einen XT gelesen bei dem man nur eine Diode die den Strom zur Tonne führt durchknipsen muss. Kann mir jemand einen Tipp geben welche das ist oder wie ich diese ausmessen kann?


    Vielen Dank schonmal.

  • So einfach geht das leider nicht. Eine CR2032 hat 3V, der Akku 3,6V. Manche sagen dass 3V auch ausreichend sind, ich selber habe das nie ausprobiert. Die Diode ist notwendig um den Ladestrom zu blockieren der den Akku sonst lädt. Wenn das Mainboard einen 'Ext Bat' Anschluss hat, nimm den. Kauf dir eine 3,6V Lithiumbatterie und den Batteriehalter dazu, löte an den Batteriehalter eine Verlängerung und stecke diese dann aufs Board. Vorteil, du kannst den Batteriehalter zusammen mit der Lithiumbatterie irgendwo abseits im Gehäuse anbringen an einer Stelle an die du immer problemlos hinkommst. Ich habe das mittlerweile bei allen meinen PCs so gemacht und jetzt Ruhe für lange Zeit weil die Lithiumbatterien lange halten.

    Meine Vintagerechner: XT (NEC V20) #-# Epson XT portable #-# HighScreen 286@16MHz #-# L&P 286-20MHz #-# Cyrix 386DRx²-33/66 #-# ESCOM Black Slim Am386DX@40MHz #-# IndustriePC Am5x86-133 #-# Cyrix 5x86@100 VIP #-# Libretto 50CT #-# && 1x Sockel 8 & 3x Sockel4 (60MHz + 66MHz)

  • Ja, das Board hat einen ext. Anschluss für die Batterie. Ich habe leider keinen Halter mehr, die habe ich vor vielen Jahren alle entsorgt. Ausserdem sieht so ein Batteriepack nicht wirklich schön aus und die 2032 kosten auch nur einen Bruchteil der Lithiumbatterien. Ich habe ausserdem auch noch 3 Stück 2032 inkl. Halter hier liegen die mich nichts gekostet haben ;)
    Die 3V werden schon ausreichend sein, bei meinem 486er Board ist eine 2032 in Serie verbaut und 3,6 bzw. 6V optional extern. Die Batterien halten in modernen Rechnern die Daten auch noch bei 2,xV zuverlässig. Darüber mache ich mir echt keine Sorgen.


    Von der Therorie her hängt der Akku an 2 Dioden. Eine die nur Strom rauslässt für die RTC und einmal eine die nur den Strom reinlässt zum laden. Die rauslass Diode ist ja noch relativ simpel zu messen, aber ich stehe grade etwas auf dem Schlauch was die Ladediode betrifft. Wird die aus 3,3V gespeist oder aus 5/12V mit einem Widerstand?

    Compaq Deskpro 286n/12MHz - 1MB - 40MB HDD - 3,5" Floppy //
    Panatek 386DX33 - 80387 - 8MB - 504MB CF2IDE - 5.25" & 3,5" Floppy - SB Vibra - NIC - 512Kb VGA //
    486DX2-66 - 16MB - 4GB CF2IDE - 5,25" & 3,5" 2,88MB Floppy - DVD - SB Vibra - NIC - 1MB CL VLB VGA //
    Intel Pentium 233MMX - 64MB - 16GB CF2IDE - 3,5" Floppy - DVD - SB AWE64 - NIC - 3Dfx Voodoo Banshee//
    Intel Pentium III 600MHz - 256MB - 4GB CF2IDE - 3,5" Floppy - DVD - SB AWE64 - NIC - 3Dfx Voodoo 3 3000 //

  • Schmarrn, bei meinem 486er mobo hab ich die Tonne auch getauscht gegen Li-Io...
    Du musst nur auf folgendes achten:


    - Li-Ionen Knopfzelle Recharchable 3.6V (ist aber recht teuer, knapp 10 Euro)


    Durch die Akkuknopfzelle brauchst Du dann keine Iode oder sowas...


    Das mit der externen Geschichte ist halt günstiger, edler ist die Knopfzellenvariante...


    Hier sind die Bilder!

  • Die Ladeapannung vom Mainboard reicht nicht aus um eine Lithiumzelle zu laden. Eine ladbare Lithiumzelle verhält sich ganz anders als ein NiCd oder NiMh Akku. Mir wurde davon abgeraten im Fachgeschäft LiPo Zellen aufzuladen wo stattdessen NiCd oder NiMh Akkus geladen werden.


    Die Variante extern ist vorzuziehen, alleine deswegen schon wenn die Zelle ausläuft. Dann saut sie das Board nicht voll.


    Moderne Rechner sind auf die Knopfzellen von 3V ausgelegt, dass kann man mit 3,6 V System von damals nicht vergleichen.

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  • ich häng da externe Batteriepacks ran, ggf. mit Diode dazwischen. Knopfzellenhalter verbaue ich nur auf die Dallasmodule.

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  • Hab eine verbaut und da fehlt sich nix. Deine Argumente sind natürlich richtig und schlüssig.
    Was mich sich nicht erschliesst: Sind 3,6 V nicht gleich 3,6 V :?::?::?:

  • ich habe bei meinem 486er board eine knopfzelle verbaut, funktioniert nicht.
    daraufhin hatte ich eine 3,6 volt lion zelle verbaut, diese wurde nach 14 std dauerlauf voll.
    wenn der rechner ne zeit lang nicht angeschlossen war musste ich nach jedem hardreset das bios neu einstellen, nah 13std dauerbetrieb war die zelle geladen.
    diese lion zelle habe ich auch entfernt und sie schlussendlich durch eine akkutonne ersetzt welche an 20cm kabel angeschlossen ist.

  • Das Problem ist nur das es keine NiCd Tonnen mehr zu kaufen gibt da diese Illegal nach EU Recht sind und mit NiMH sind wir wieder bei der Ladeproblematik...


    Ich seh schon, ich glaube ich muss das Multimeter nochmal auspacken und versuchen was sinnvolles zu messen :D
    Das Board hat ja nur 3 Dioden, eine muss es ja sein...


    Btw. Ist hier noch der Link der mich inspiriert hat:
    https://www.forum64.de/index.p…euro-pc-i-batterietausch/

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  • Also eine Ladeproblematik sehe ich bei NiMh nicht. Da fließen so kleine Ladestöme, da passiert nix. Eine LiIo Zelle würde ich nicht ohne weitere Schutzschaltungen einbauen. Auch wenn der Ladestrom klein ist, so kann doch die Ladespannung von 4,2V überschritten werden.
    Die Ladespannung ist 4,5V, wenn kein Strom fließt, da die Ladeschaltung nur aus einem Widerstand und einer Diode an 5V besteht.
    Das einfachste ist eine 3V Li Zelle zu nehmen und eine kleine Diode zum blockieren der Ladespannung. Einfach nur die Diode an den 5V zu trennen kann schief gehen, da manchmal darüber auch die RTC Uhr, ect. im Betireb gespeißt wird.
    Die 2,5V, die dann noch ankommen, reichen vollkommen aus.

  • die zum Glück noch gut aussieht

    Die sieht doch schon leicht kristallisiert aus und muss schnell raus egal ob du das jetzt mit einem Batterie Pack machst oder einer Knopfzellen-Lösung.


    Ausserdem sieht so ein Batteriepack nicht wirklich schön aus

    Das wäre doch dann im Gehäuse...also nicht sichtbar, oder sieht man das Board trotzdem.


    Also bei dem geilen Board....selten auch oder?... ich bekomme kaum skills wenn ich das google (wegen dem Schaltplan)
    lohnt es sich etwas mehr zu investieren.
    Aber Nice und Beckenrand haben glaube ich genau erklärt wie der Wert über Widerstand und Laderegulierung mit der Diode läuft.

  • Mein Morse KP386 ist mir verreckt schon vor langer Zeit. :(
    Darauf lief der C&T Super 386 tadellos.

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  • Also eine Ladeproblematik sehe ich bei NiMh nicht.

    Kann ich bestätigen.
    Ich hab in den meisten PCs wieder eine Tonne drin (hab mal ein Dutzend neue für 15€ erworben).
    Alles NiMH mit 3,8V und glaub 80mA(h?).


    Verbaut im SXTower; Highscreen 386DX-40; nem 286er Mainboard; Colani BlueNote; Kaffeautomaten; Ein-Armiger-Bandit und glaub noch hier und da mal.
    Wo hat es bis jetzt gesifft? Nirgents.


    Würde nicht sagen, dass es perfekt ist. Aber der Langzeittest (müsste jetzt schon bald 3 Jahre sein im Highscreen) ist bis jetzt trocken.

  • Die sieht doch schon leicht kristallisiert aus und muss schnell raus egal ob du das jetzt mit einem Batterie Pack machst oder einer Knopfzellen-Lösung.


    Ja, ganz leichte Kristallbildung ist vorhanden, aber noch kein Blumenkohl, sieht man auch nur auf der Makroaufnahme.
    Ich weiss nicht ob es daran liegt das der Rechner wohl scheinbar noch bis vor 2 Jahren regelmäßig genutzt wurde oder ob es einfach nur eine gute Tonne ist, steht ja zumindest sealed (also abgedichtet) drauf und es ist keine Varta :D


    Zitat


    Das wäre doch dann im Gehäuse...also nicht sichtbar, oder sieht man das Board trotzdem.
    Also bei dem geilen Board....selten auch oder?... ich bekomme kaum skills wenn ich das google (wegen dem Schaltplan)
    lohnt es sich etwas mehr zu investieren.
    Aber Nice und Beckenrand haben glaube ich genau erklärt wie der Wert über Widerstand und Laderegulierung mit der Diode läuft.


    Das Board ist wirklich ziemlich cool, der ganze Rechner war wohl seinerzeit recht teuer auch wenn er gemäß Aufkleber einer der späteren 386er war - Bj 1992.
    Er hat Arbeitstier Vollausstattung: 3,5" und 5,25" Floppy, 2x HDD, 387 CoPro und ist abgesehen von der vergilbten Front in hervorragendem Zustand.
    Das mit dem Batteriepack wäre für mich wirklich nur eine Notlösung, auch wenn ich es nicht sehen würde. Ich mag es einfach so sauber und elegant wie möglich.


    Diese fertigen Packs gibts ja leider nicht mehr zu kaufen, wenn dann nur als NOS aus Übersee für richtig gesalzene Preise und die selbstbausätze bei ebay sehen alle irgendwie nicht so toll aus.

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  • Ja, ganz leichte Kristallbildung ist vorhanden, aber noch kein Blumenkohl, sieht man auch nur auf der Makroaufnahme.
    Ich weiss nicht ob es daran liegt das der Rechner wohl scheinbar noch bis vor 2 Jahren regelmäßig genutzt wurde oder ob es einfach nur eine gute Tonne ist, steht ja zumindest sealed (also abgedichtet) drauf und es ist keine Varta :D

    das ist ein zeichen dafür das der rechner keine zig jahre rumstand.
    kristallbildung ist ein teil der säure die mit dem alter des akkus ausnahmslos immer austritt.
    die säure reagiert mit der luft aber der luftstrom im rechmer verbläst das ganze und zurück bleiben die schweren teile des gases.
    das gas welches austritt ist schwerer als die luft und aus diesem grund sind es meist die alten desktop rechner die es nach zig jahren ins nirvama haut weil die säure alles zerfressen hat. (bei normaler lagerung)
    alte bigtower sind meist weniger davon betroffen da, bedingt durch die größe und dem volumen des towers eine klitzekleine zirkulation entstehen kann je nach lagerung (sonneneinstrahlung,heizung usw)


    eine akkutonne in nen rechner zu bauen ist kein problem so lange die kiste öfters mal eingeschaltet wird, der vorgang der säure ist nicht sichtbar nur das endergebnis.
    hier ist also eine regelmäßige pflege des rechners angesagt, gleiches gilt auch für die kondensatoren...


    ist in etwa zu vergleichen mit der plattentektonik unses planeten, wir erleben es JEDE sekunde aber sehen es nicht weil der vorgang für uns zu langsam läuft.

  • Vielen Dank,
    diese Erklärung mit dem austretendem Gas, der Luftzirkulation und den schwereren Teilen des Gases und dem daraus resultierendem, weiterführenden Umgang zum Werterhalt unserer Retrorechner, macht wirklich Sinn!



    Das Board ist wirklich ziemlich cool

    Auch ein Speicher-Erweiterungsslot ist neben acht Simm-Sockeln und der Vollbestückung mit Copro sehr schön.
    Ich würde gerne mal sehen ob das Ami-Bios die Möglichkeit bietet auf die Speicherkarte W/S und Timings zu steuern.

  • Ich habs zwar schon im Bastel Tread geschrieben, aber der Vollständigkeit halber nochmal:
    Die Tonne ist weg :)
    Ich habe alle Dioden durchprobiert und habe dann aufgegeben. Scheinbar gibt das Board immer Spannung auf die Batterie, egal was man macht. Ich konnte sie lediglich von 4,5 auf 2,8V senken... Das Board gibt aber auch ab Werk volle Power an ein angeschlossenes externes Batteriepack was ja nicht so sein sollte nehme ich an.
    Wie auch immer, ich habe also eine Batteriehalterung mit vorgeschalteter Diode verbaut, das BIOS behält die Einstellungen. Lediglich die RTC läuft nicht wenn der Rechner aus ist, das war aber auch mit der Tonne schon so wie ich festgestellt habe.

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