Beiträge von Beckenrand-schwimmer

    Ist dir aufgefallen, dass bei der AGP Karte nahezu alle Elkos hinüber sind?

    Hier ein Beispiel, was ein ausgelaufener Akku macht, und wie schon es Bruzzelt, wann man die Lauge mit Säüre neutralisiert:

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    Genau dies sollte bei einem Y-Kondensator nicht passieren! Wahrscheinlich war das ein Fake Y-Kondensator. Wenn, dann darf er kurz durchschlagen und sich dann "selbst heilen". Nur die Kapazität sinkt bei jedem solchen Ereignis. Ein derartiger Durchschlag darf einfach nicht passieren. Ich würde die Baugleichen gleich mit austauschen.

    Hi, vom Pentium Pro habe ich diese schöne Festplatte bekommen:



    Eine Tandon TM502 von 1983. Damit ist diese meine älteste Platte. Die Chips auf der Steuerplatine sind von Anfang 1982 bis Mitte 1983.

    Hier das OEM Manual: Tandon_TM50x_Disk_Drives_-_OEM_Operating_and_Service_Manual_-_Feb_1983.pdf


    Jedoch hatte diese das Problem, dass nach ein paar Bewegungen des Kopf-Positionier-Steppers dieser einfach stehen geblieben ist und die Platte bis zum nächsten Ab- und wieder An-schalten nichts mehr gemacht hat außer den Spintel zu drehen. Die platteninterne Initialisierung funktionierte jedoch ohne Probleme. Allerdings bewegte sich der Stepper beim Ansprecher der Platte gefühlt nur die Hälfte des Weges, die er sich bewegen hätte müssen. Dadurch war kein Low Level Format möglich.


    Hier die Steuerplatine:


    Nun, nach einigem Hin und Her war die Vermutung, dass die Platte wegen der fehlenden Terminierung die Signale nicht vollständig erhält und irgendwann "tilt" ist. Diese Vermutung war leider falsch. Auch mit einem Widerstandsnetzwerk oder auch einer 2. terminierten Platte am Kabel war das Verhalten gleich.


    Da lag die Vermutung nahe, dass die Schaltung um den Stepper ein Problem hat. Elkos sucht man fast vergeblich auf der Platte. Da gibt es nur Tantals und einen unkritischen Elko an der Motor-Platine. So, zur Analyse zerlegen:

    Hier sieht man linksdie Platine für den Spindelmotor, wie auch im 2. Bild den Spur 0 Sensor und den Stecker zum Kopf-Stepper wie auch die Mechanik zum Bewegen des Kopfes.


    Wunderschöne Technik. Interessant auch die "Trommelbremse" am Motor, die im Normalzustand angezogen ist und per Elektromagnet deaktiviert wird. Den kleinen Elko habe ich getauscht. War ein 47µF/16V Typ direkt an der 12V Versorgung der Motorplatine. Der hatte 0,91Ohm ESR, also gerade noch ok. Habe ihn durch einen 330µF 16V gleicher Größe mit 0,00 Ohm ESR getauscht. Außerdem noch einen Kerko parallel dran. Naja Sicher ist sicher.


    Dann die Steuerplatine geprüft. Alle Tantals ok. Einen Kerko hat jedoch der Schrittmotor-Treiber bekommen, wie auch dessen Ansteuerung. Die Endstufe ist ein "ULN2074B" - Quad Darlington Switch 50V 1,5A (Date Code: KW18;1982), angesteuert von 2 Stück "SN75463p" - Dual Drivers und diese bekommen ihr Signal direkt vom Intel D8748 einen 6MHz 8bit µC mit 1kb EPROM an Board. Datenblatt


    Fehler habe ich nicht feststellen können. Die Sorge war nun, dass der Intel Chip Teile seiner Programmierung vergessen hat und sich deswegen aufhängt. Das wäre der Super-Gau. Vielleicht sind aber auch einfach nur die Leseköpfe defekt und er bekommt nur Mißt als Daten.


    Nun ja, zusammenbauen und testen.


    Wieder erwarten lief die Platte plötzlich. Ließ sich einwanfdrei Low Level formatieren, High Level formatieren und hatte zum Überfluss sogar 0 Fehler!!!


    DOS bootete auch total problemlos.

    Also noch den Härtetest: Spinrite:



    Auch das lief komplett ohne Fehler durch!


    Hier noch ein kurzes Video vom Seek-Test in Spinrite. Ich liebe diese Stepper-Motoren!


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    Woran es jetzt lag? Keine Ahnung. Irgendwas wird es wohl gewesen sein. Eventuell nur ein schlechter Steckkontakt. Zumindest bin ich total happy!

    Ich würde den auch passiv laufen lassen. Dell und Compaq haben das zu PII / III Zeiten fast ausschließlich gemacht. Und bei den maximalen 30W mit Übertaktung sehe ich da absolut 0 Probleme. Hast ohne Lüfter eher einen noch viel besseren Luftstrom und die Spannungswandler könnten kühler laufen. Probiere es einfach einmal aus. Zur Not einen flacheren Lüfter drauf, der vom Kühler absaugt statt drauf bläst. Dann kommt die warme Luft direkt ins Netzteil statt wieder im Gehäuse herum gewirbelt zu werden.

    Da wirst nicht drum rum kommen den Ripple zu messen. Dazu würde ein Oszi mit max. 1MHz Bandbreite reichen. Zur Not auch eins mit 100kHz. Der Hauptripple ist meist die Schaltfrequenz irgendwo zwischen 30 und 100kHz. Und dann halt die Oberwellen. Hatte aber auch schon 50Hz Ripple, da waren die primären Elkos nieder, kommt aber recht selten vor.

    Am EInfachsten wäre: AT Netzteil normal anschließen, ein paar Festplatten dazu und schauen ob die Spannung im Rahmen bleibt, wenn die starten / abgeklemmt werden.

    Naja, bei dem Pentium 4 hätte das wohl nicht gereicht. Die Spannungen waren per DIMM vollkommen ok, trotz totalem Ripple, sodass der Rechner immer wieder Fehler hatte und nicht korrekt gebootet hat. Das Entscheidende ist der Ripple. Per ATX-Norm sollte der <120mVss bei 12V und <50mVss bei 5V sein. 12V Spannung +/-10% und 5V +/-5%. Und das über das gesamte Leistungsspektrum.