Beiträge von beckenrand-schwimmer

    Sehr schön! Das freut mich. Leider verbiegen sich die Beichnchen auch sehr leicht beim rumhantieren. Und dann ist schnell der Lack durchstoßen und der Kurzschluss da. Bei mir waren allerdings nur 2 Chips defekt. Dass es bei dir mehr sind wundert mich doch schon sehr. bitte unbedingt auf einen ESD Schutz achten beim Basteln an den ganz alten Maschinen. Die sind um einiges empfindlicher wie die neueren 486er. Vor Allem diese DIP Käfer!


    Aber ich zähle 7 fehlende Käfer. Oder hast du einen später noch dazu gesteckt?

    Kurzes Update:

    Netzteil ist wieder eingebaut, Festplatte & Controller abgeklemmt, EGA Graka gegen VGA getauscht:


    Kein Knall, kein Rauch!!!! Wahnsinn!!!



    Ein Piep und ein BILD!!!!!


    Das 1,44MB Laufwerk funktioniert und er bootet von Diskette:




    Also eine Setup-Diskette erstellt und die Festplatte wieder angestöpselt + ESDI Controller wieder eingebaut:


    Wahnsinn, er erkennt die ESDI Festplatte automatisch!:


    Und zu guter Letzt bootet er in ein DOS 6.2 von der Festplatte:


    Die neueste Datei ist von Ende 1995, wo er wohl das letzte Mal richtig gelaufen ist. Auf der Partition D: gibt es noch ein installiertes Win3.1.


    Ging schon fast zu einfach. Nur ein defekter Tantal.

    Also ich würde erst einmal die markierten Kondensatoren prüfen. Die Großen sind meist in Ordnung. Die Kleinen laufen eher aus oder trocknen aus.



    Zudem scheint es so, als ob ein konventionelles Netzteil zusätzlich drauf ist, oben rechts. Hier prüfen, ob 230V dort anliegen und ob noch etwas raus kommt. Ich kenne soche Schaltnetzteile, die für die interne Regelelektronik ein kleines, konventionelles Netzteil drinnen haben. Das BBC Netzteil hier (5V 32A & +/-24V 10A) ist so ein Kanditat. Einen Ersatz rein zu basteln wird aufwändig, geht aber auch.

    Hallo Forum,


    ich habe vor paar Wochen vom ehemaligen Mitglied PentiumPro einen Compaq Deskpro 386-20 in unbekannten Zustand bekommen. Äußerlich sieht er noch gut erhalten aus:


    Original kam er mit:

    386-20MHz

    mind. 1MB RAM

    40 / 140 und 300MB Festplatte - der hier hat die 140MB Platte

    1,2 & 1,44MB Diskettenlaufwerk

    Mono/CGA oder EGA Karte, ab 1988 auch mit VGA


    Ich war gespannt.


    Einmal auf die inneren Werte schauen:


    Sieht schon einmal komplett aus, sehr gut.


    Bei der RAM Karte ist zumindest ein von 3 möglichen Modulen gesteckt, eine wohl Mono Karte, ein COM/LPT Karte, ESDI Controller und ein multi I/O Controller:


    Sehr verwunderlich: Er hat einen Winchester Controller (IDE) und zusätzlich den ESDI Controller. Der Winchester Controller ist Compaq gebranded, wobei im Deskpro keine IDE Festplatte verbaut war. Entweder 40MB MFM oder 140/300MB ESDI.


    OK, kein ausgelaufener Akku, auch sehr gut!

    Als erstes widmen wir uns dem Netzteil, natürlich ist es kein AT Netzteil, wäre ja zu unspeziell:


    Es hat einen 20Pin Kabel zum Mainboard. Am Mainboard werden dann die Kabel der Laufwerke angesteckt. Netzteil raus:


    Staubalarm!!!


    Lecker. Zum Glück kein Raucherstaub und mit Druckluft draußen ging alles super gut ab:


    Zur Inbetriebnahme habe ich mir die Pinbelegung der Spannungen herausgesucht und von Außen +5V und +12V angelegt, um zu schauen, ob irgendwo ein Tantal explodieren mag. Nein, alles gut. Dann die negativen Spannungen. Hier gibt es einen 7905 und 7912 Regler für -5V und -12V. Dort habe ich 17V auf den Eingang gelegt. Das Netzteil erinnert mich sehr an das vom Compaq Portable. Die 12V werden auch hier per Längsregler (Leistungstransistor + Regler) stabil gehalten. Das hat den Vorteil der Cross-Load Fähigkeit. Jeweils mit dem Labornetzteil die Spannung langsam hochgedreht, damit sich eventuell "wackelige" Tantals formieren. Ob es was bringt? Die sterben ja an der schnell steigenden Spannung beim Anschalten.


    Dann kommt die Stunde der Warheit. Regeltrafo auf 100V kurz an - wieder aus. Dann auf 150V kurz an - wieder aus. Schon hier fingen die Lampen als Last an zu leuchten. Dann 200V und 220V. Erst dann bin ich auf 230V. Yea! Lampen sind an. Ich messe die Spannungen. 5V ok! 12V ok!


    Plötzlich Zischen, Rauch und eine kleine Stichflamme :flamme


    Ist doch ein Tantal hoch gegangen. Der für die negative Spannungsversorgung vor dem beiden 79er Regler. Also bringt das "Formieren" keine 100%ige Sicherheit. Ich freue mich schon, auf dem Mainboard gibt es noch ein paar mehr. Das Gute: die anderen Tantals leben noch.


    Ganz wunderbar heran zu kommen zwischen den engen Kühlkörpern.


    2,2µF 25V. Ersetzt duch einen Low ESR 33µF 25V. Hoffe das passt, aber die negativen Spannungen sind eh nicht so Ripple anfällig und die 79er Regler recht gut im Ripple unterdrücken.


    Kurzer Test:


    Läuft einwandfrei stabil mit einer 12V 50W Lampe an 5V und einer 12V 10W Lampe an 12V. -5 & -12V stehen auch stabil an. Alles gut.


    Weiter ein anderes Mal, nun war meine heutige Bastelzeit um.

    Fanhistorie:

    Wobei es vollkommen egal ist, wie der Jumper steht, wenn man keine externe Karte eingebaut hat.


    zimmunez:

    Mein 5170 war bei Ankunft auch tot, eventuell hilft dir mein Reparatur-Bericht: IBM 5170 mal anders


    Bei mir waren es, wie matt schrieb einmal umgebogene Beinchen, die einen Kurzschluss zu einer anderen Leiterbahn verursacht haben und ein defekter RAM Sockel, wie ein paar defekte RAM Chips. Einer, weil ich beim Umstecken den verpolt habe...


    Zum Messen an den Datenleitungen reicht auch erst einmal ein Multimeter. Es sollte irgendwas anzeigen, nur nicht "0V" und nicht "5V". Wenn das bei einer Datenleitung so ist, kann man weiter schauen.

    Also ich kann aus (leidlicher) Erafhrung sagen, dass ein verkehert herum eingesetzter 128k Chip nicht überlebt. Hatte ich leider bei meinem 5170 auch gemacht. Kaputt ist aber nur der RAM Chip gegangen. Der Rest vom Board hat überlebt.


    Also: den verkehrt herum gesteckten zur Seite packen und mit den definitiv guten Chips eine Bank befüllen.


    Es läuft kurioser Weise aber auch eine 256k RAM Karte aus dem XT, die auf die 256k Anfangsadresse gejumpert ist. Er zählt dann bis 512k. Das hatte ich so am laufen, bis ich die fehlenden/ defekten Chips vom Struunz bekommen habe. Ob der Rechner damit langsamer lief, wegen der nur 8bit breiten Anbindung kann ich nicht sagen, da war ich noch nicht so weit Benchmarks zu machen.

    Ach, in meinem I5-6300U Dell ist alles noch original und die Temperaturen sind vollkommen in Ordnung. Einen kleinen Effekt hast bestimmt beim Austausch, aber ob der Aufwand/Nutzen Faktor stimmt muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Es ist ja auch immer ein Risiko dabei Plastiknasen abzubrechen, einen ESD Schaden zu verursachen,...

    Aber sobald der CPU/GPU ins thermische Limit kommt, würde ich schon handeln

    Sehr schön. Zur Not könnte man auch die Platine eines ATX Netzteiles einbauen.

    Vorteil: bei diesem großen Netzteil geht der Umbau super und man kann auch das originale Kabel zum Schalter beibehalten. Der wird dann zwischen Power on und GND geschaltet. Und man kann sogar die originalen Kabel zum Mainboard beibehalten. Ist zwar viel löterei, aber dann hat man ein gutes Netzteil drinnen. Platz für einen 7905 wäre auch noch.