Beiträge von Skorbin

    Ich hätte eine Frage an unsere Pentium III Profis:

    Wie bekommt man die blöde CPU aus dem Slot, wenn man so einen Halterungstyp hat wie ich (siehe Bilder)?


    20221129_222447.jpg (Totale)


    20221129_222431.jpg (Oberseite eines "Pfostens")


    20221129_222548.jpg (Seitenansicht)


    Egal, ob ich die untere Arretierung betätigen oder am oberen Hebel bewege oder den "Pfosten" etwas nach außen drücke: die CPU sitzt bombenfest. Und ich will ja nichts kaputt machen, sondern einfach nur die 550er CPU gegen ein Slotket mit 1000er tauschen.


    Für Anregungen bin ich sehr dankbar.

    Zumindest für heute höre ich erst mal auf, bevor ich aus Frust irgendwelche irreparableSchäden verursache ...

    Es gibt genug Karten in der 10-20€ Preisspanne und die sind fast immer leistungsfähiger als die frühen HD Graphics von Intel.

    Die Frage ist eigentlich: für welches Betriebssystem und welche Performance reicht aus?


    Darf es auch so etwas wie eine Firepro V3900/V4900 sein?

    Oder eine Radeon HD 7570, Geforce 9800 GTX, GTX 560 TI, Quadro 2000?

    Selbst eine Quadro 5000 steht für 15,-€ bei EKA drin.

    Das sind einge Beispiele von Karten, die meist günstig zu bekommen sind, entweder weil häufig auf dem Markt oder unbeliebt oder unbekannt oder eine Kombination davon.

    Ich kenne einige HTPCs, bei denen so eine GTX 960 schlicht schon physisch zu groß wären. Und zudem verbrät so eine 960 oder auch 660 TI schon deutlich mehr als eine 710/730/1030.

    Gerade bei Geräten mit klein dimensionierten (z.B. Pico) und womöglich proprietären Netzteilen kann das dann schnell weh tun.

    Für die Videowiedergabe haben sie aber keine Vorteile.


    Die GT 1030 schwebt mir auch schon länger vor, aber die sind nur selten und dann auch nicht günstig zu finden. Ich schaue schon seit ca. 2 Jahren bei EKA, aber ich glaube das Günstigste, was ich je gesehen habe, war 35,-€ und das Ganze sah auch irgendwie nicht ganz koscher aus. Meist starten die eher so bei 45,-€ bis 50,-€. Für meine (zugegebenermaßen relativ geringen) Ansprüche habe ich mir die meist etwa halb so teuren GT 610 / GT 710 jeweils in der PCIe x1 Variante geleistet, da bin ich mit dem Einsatzgebiet extrem flexibel.

    Die eine GT 610 werkelt jetzt in meinem HP ML350 Gen 6 und ersetzt die schwache onboard ATI ES 1000. Da mein Server nur mit den beiden kleinen (proprietären) 460W Netzteilen kam und jetzt über zwei 95 W CPUs und 12 DDR3 RAM-Riegel verfügt, muss ich mit meinem Powerbudget aufpassen, zumal ja auch noch die eine oder andere SAS-Festplatte betrieben werden möchte. Für Blender läuft die Kombo gar nicht mal so schlecht, wobei die Grafikkarte hier aber nur rein zur Visualisierung dient.


    Ein weiterer Anwendungsfall ist ein ACER H340 mit Windows Home Server 2011. Der Microserver verfügt nur über einen PCIe x4 Steckplatz mit enger Bauweise, keinen freien Stromanschluss und der Chipsatz hat die GMA950 nicht herausgeführt. Hier ermöglicht die GT 710 eine komfortablere (da lokale) Verwaltung des Servers und erzeugt dabei nicht viel mehr Last für das verbaute (proprietäre) Netzteil.


    Zusammenfassend: die Low-End-Reihe der NVIDIA-Karten hat durchaus ihr Berechtigungsdasein.

    Das Ganze gilt übrigens auch für die AMD Seite bis zur Radeon R7 370X. Danach hat AMD leider auf der Low-Power-Seite ziemlich gestrichen und fängt dann bei mindesten 50 W TDP an.

    Klar sind dann die Karten etwas leistungsfähiger. Aber wen interessiert es bei der Videowiedergabe?

    Nur geht mir die Hutschnur hoch, wenn ich sehe, dass teilweise "Gaming"-Rechnern mit derart verbauten Karten angeboten werden. Das ist schlichtweg falsch und irreführend.

    Catriona

    Die aufkeimende Erkältung hat leider mich mit Verachtung gestraft und gleich mal auf höchste Stufe gestellt. Es war ein besch.... Wochenende :cursing:


    Bezüglich der GT 730: die werden gerne für HTPCs genommen wegen geringer Leistungsaufnahme und relativ guter Unterstützung von Hardwaredecodierung.

    Aber 40,-€ ist definitiv überzogen. Zudem gibt es unter dem Label GT730 auch noch alte FERMI Varianten, die deutlich mehr Strom nuckeln.

    Und für HTPCs kann man auch die einfachere GT710 nutzen, das reicht zum Videos dekodieren und abspielen allemal.

    Die gibt es zudem auch als PCIe x1 Variante, was das Einsatzgebiet auf Rechner ausweitet, die keinen PCIe x16 mitbringen.

    Hier in der Diskussion wird ja nur auf Reparierbarkeit abgestellt.

    Warum nicht einfach auf Austauschbarkeit von Komponenten?

    Denn manchmal sind einzelne Komponenten nicht defekt, sondern einfach nur veraltet, die dann den kompletten Rechner quasi unbrauchbar machen.

    Sei es WLAN, Bluetooth, CPU, Grafikkarte, RAM oder auch nur eine ausgeleierte Tastatur.


    Nur mal ein Beispiel:

    Mein Dell Lattitude E5430 von 2012 war ursprünglich ein I5 Sandybridge mit WLAN N, unbeleuchteter Tastatur, 4 GB RAM, HDD und DVD-Laufwerk.

    Jetzt ist es ein I7 Ivybridge mit WLAN AC, beleuchteter Tastatur, 16 GB RAM und 2 SSDs.

    Das Ganze wurde übrigens nur mit gebrauchten Komponenten realisiert, d.h. das ist echtes Recycling! Versucht das mal mit einem aktuellen Laptop, egal von welcher Marke ....

    Und den nutze ich jetzt noch regulär, wenn ich unterwegs bin. In der ursprünglichen Version wäre der aktuell wohl nicht so alltagstauglich.


    Nicht jeder bekommt seinen Laptop von der Firma oder kann ihn aus beruflichen Gründen abschreiben.

    Ich habe hier Familien, die froh sind, wenn sie überhaupt einen Laptop bekommen, der halbwegs vernünftig mit einem aktuellen Betriebssystem ins Netz kommt.

    Da ist die Erwartungshaltung nicht so hoch, da darf der Browser auch mal eine Sekunde zum Öffnen einer Seite benötigen. Und bei Word und Co wartet das Programm eh mehr auf den Nutzer als umgekehrt.


    Das ist kein Apple Bashing, sondern ein Trend der gesamten Industrie in den letzten Jahren.


    Nachtrag:

    Mir will es partout nicht in den Kopf, warum manche Laptops noch nicht mal angehen, wenn die Knopfzelle leer ist, man aber sogar das Mainboard ausbauen muss, wenn man sie wechseln will.

    Zudem verliert man dabei gleich noch etwaige Garantieansprüche.

    Bei Neuautos hat man es ja auch endlich durchgesetzt, dass ich eine Glühbirne mit handelsüblichen Werkzeugen wechseln kann und das, ohne meine Garantieansprüche zu verwirken.

    H.EXE

    ich muss dir zustimmen: Nur auf Apple zeigen, geht an der Realität vorbei:


    Intel Laptop CPUs sind seit Generation 5 nicht mehr gesockelt, sondern immer verlötet.

    Samsung Laptops haben häufig auch einen der beiden Ramriegel fest verlötet und nur den zweiten Sockel frei.

    Die früher von außen einfach zu tauschenden Akkus gibt es bei Laptops im Prinzip fast auch nicht mehr.


    Im Grunde wird das Ganze auf dem Altar der Miniaturisierung geopfert, sprich: es soll alles kleiner, handlicher und leichter werden.

    Modularität und Austauschbarkeit sind ja dem Verkauf von Neugeräten abträglich, daher lässt man so etwas gerne unter den Tisch fallen.


    Ich sitze gerne an einem Schreibtisch, wenn ich arbeite. Da hat sich noch kein Schreibtisch beschwert, dass ihm der Laptop zu schwer sei, der auf ihm liegt.

    Und an meiner Laptoptasche habe ich mir auch noch keinen Bruch gehoben, obwohl der Dell Lattitude E5430 nicht zu den Leichtesten gehört.

    In der Tasche befinden sich noch Netzteil, Maus, Headset und diverse andere Dinge.

    Dafür habe ich einen mechanisch sehr soliden Rechner, an dem ich problemlos CPU, RAM, HDD/SSD, Tastatur und Akku wechseln kann (habe ich über die Jahre alles schon mal gemacht zwecks Aufrüstung).

    Diese Art von Klientel ist den Herstellern aber nicht so recht, schließlich kaufe ich nicht alle 3-4 Jahre einen neuen Laptop ...

    matze79

    Der 180er benötigt etwas weniger Strom als der 200er, daher meine Anmerkung oben.

    Die Temperatur ist aber nur ein Teil der Betrachtung, der Spannungsregler und die Traces auf dem Board müssen die Ströme auch ab können.

    Wenn ich sehe, dass das Board ein praktisch unverändertes Design des P120 Board ist, dann bin ich mir nicht sicher, ob es dafür ausgelegt ist.

    Kann funktionieren, muss aber nicht ....

    Sack84

    Da du nur Single Voltage CPUs verbauen kannst, hast du vermutlich nur ein Sockel 5 Board.

    Diese Sockel sind aber nicht für ganz so hohe Ströme spezifiziert wie Sockel 7.

    Da die MMX Varianten des Pentium mehr Strom als die non-MMX ziehen, könnte der 200er MMX bei dir ohnehin schwierig werden.

    Das betrifft übrigens auch die MMX Overdrive Varianten, die ja im Prinzip identisches Innenleben haben.


    Ein paar weiterführende Informationen dazu findest du übrigens hier

    Sack84

    du könntest auch einen Intel Pentium MMX Overdrive nehmen, die gab es von Intel, fertig mit Voltage Regulator und kleinem Lüfter.

    Ich habe z.B. hier einen PODPMT66X166, der direkt auf einen Sockel 5 (3,3V) gesteckt werden kann.

    Weil sie seltener sind, kosten sie etwas mehr als die Standard CPUs, sind aber immer noch bezahlbar.

    Ich hatte zwar nicht ganz so viel Erfolg wie matt bei seinem Riesenfund, aber trotzdem bin ich zufrieden:


    20221121_114124.jpg


    Seitenwand und Deckel sind schon abgenommen.


    Zuerst die schlechte Nachricht: das Netzteil zählt nicht zu den gesuchtesten Marken:


    20221121_114134.jpg


    Und natürlich wurde die Festplatte ausgebaut.


    Aber jetzt zu den positiven Nachrichten.

    Die Basis bildet ein sehr schönes Board:


    20221121_114325.jpg


    Ja, ein ASUS P2B Rev 1.12


    Darauf eine ebenso schöne Grafikkarte:

    20221121_114208.jpg


    Eine CT4870 CT6870 mit Riva TNT 2 Ultra.


    Neben einer mir unbekannten Netzwerkkarte dann noch eine nettes Schmankerl:


    20221121_114155.jpg


    Eine Soundblaster Live (CT4620) inklusive Tochterplatine für Digital-I/O


    Der vom Vorbesitzer nachträglich verbaute HP Writer ist übrigens in Wirklichkeit ein LG CED-8080B.


    20221121_114236.jpg


    Und zum Schluss: der Rechner springt an, erkennt den PIII 550, zählt munter seine 192 MB RAM hoch und wartet nur auf die Bootplatte ...

    So, nach nur 9 Stunden habe ich es endlich geschafft, beim Server die beiden SAS Controller und das ILO (eine Art Fernwartungsprozessor) auf den neuesten Firmwarestand zu bekommen.

    Letztendlich ging es nur mit dem Original HP-USB Tool und einer "Sicherheitskopie" als ISO via Torrent aus dem Netz.

    Früher war die ISO bei HP mal frei zugänglich, aber seit ein paar Jahren bekommt man den Zugang nur noch mit einem (teuren) Wartungsvertrag.


    Mir reicht es für heute, ich gehe jetzt schlafen ...