Kryoflux

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    • Ter Roshak schrieb:

      Wo bzw wie hast du es kalibriert/lassen? Ja das stimmt die 3,5er sind meist fix.. d.h. wenn du ein komisches Laufwerk hast, kann man es nicht mal richten :D

      Auch in der Menge von "jeder" gibt es Leute mit "Plan" :D .. aber ja das mit den Magnetfluss Werten ist nicht ganz trivial.
      Generell sollte man sich mit physik auskennen und schonmal etwas von ferromagnetischer Diffusion gehört haben, bevor
      man sich mit den Flussdaten beschäftigt. Gibt aber sehr viel Doku darüber.
      Und wenn Du die Einstellung hast "wenn ich etwas will, dann mache ich das auch" dann steht dir eigentlich nichts im weg,
      außer vielleicht ein paar Leute die sagen "das kannst du eh nicht" :)
      allerdings muss man das Rad auch nicht jedes Mal neu erfinden, es gibt ja auch fähige Leute da draussen :)

      wie gesagt, auslesen geht super, zurückschreiben, halt technisch bedingt, gehen nicht alle einfach so. Ist kein fire and forget Projekt, sondern es gibt viel zu tüfteln
      meine Schätze: Commodore 464, Amiga 520 und einen Atari 1200 STE, MOS 286 DX2-55 und 486 MMX@120
    • Vielleicht hat der eine oder andere ja Interesse mal etwas Erfahrung mit Kryoflux auszutauschen.

      Ich selbst habe damit schon einige zehntausende Disketten archiviert, meistens CBM. Für die CBM Disketten benutze ich ein modifiziertes Newtronics D509V3.
      Zum lesen benutze ich den zweigeteilten Ansatz, dass man erst die Spuren liest und dann das Image aus den Files rekonstruiert. Somit kann man beim lesen Spuren vorgeben und auch Retries und so sukzessive das Image vervollständigen.

      Für C64 Disketten werden dazu diese zwei Batch files aufgerufen:

      Quellcode: readc64.bat

      1. @echo off
      2. dtc.exe -p -f%1/%1 -i0 -g2 -y -i6 -a8 -l8 -f%1/%1.d64 -g2 -i6 -l8 %2 %3 %4 %5 %6 %7 %8 %9
      3. @call rereadc64.bat %1
      4. @del %1\*.bmp
      5. @del %1\*.d64




      Einige Beta Versionen von dtc haben automatisch die bmp files mit dem Timinggraph der Tracks erzeugt. Hier ist anzumerken, dass die Formatinterpretation nur dazu dient, dass man Fehler in Bezug auf das valide Standardformat CBM-DOS sieht. Das heißt aber nicht notwendigerweise, dass die Fehler 'echte' Fehler sind.
      Die d64 werden wieder gelöscht, weil sie als image nicht relevant sind. dtc kann auch g64 (CBM-GCR) erzeugen.
      Es ist zu beachten, dass das parametrierte Spuroffset von der Art des modifizierten Laufwerks abhängt. Siehe auch die Hinweise im Manual von Kryoflux.


      Quellcode: rereadc64.bat

      1. @echo off
      2. dtc.exe -m1 -f%1/%1 -i0 -f%1/%1.g64 -y -g2 -k2 -i22a -l8
      3. rem dtc.exe -m1 -f%1/%1 -i0 -g2 -y -i6 -a8 -l8 -f%1/%1.d64 -g2 -i6 -l8 -f%1/%1.g64 -y -g2 -k2 -i22a -l8
      Hiermit werden die raw Streams nun zu einer G64 reinterpretiert. Wer mag kann auch die zweite Zeile mit der dritten ersetzen, um auch noch ein D64 image zu bekommen.

      Der Vorteil dieser Methode ist, dass man einzelne Tracks nochmal lesen kann. z.B. wenn physikalische Spur 12.0 bis 14.0 Lesefehler zeigen nach dem ersten Lesen aller Spuren und man 50 Retries machen will, dann gibt man einfach ein:

      Quellcode

      1. readc64 imagename -s12 -s14 -t50
      Und es liest nur diese Spuren nochmal.

      Angenommen man will tatsächlich eine Spur endlos lesen, bis es korrekt ist, dann kann man folgendes machen:

      Quellcode

      1. :restart
      2. dtc.exe -p -f%1/%1 -i0 -g2 -y -i6 -a8 -l8 -f%1/%1.d64 -g2 -i6 -l8 %2 %3 %4 %5 %6 %7 %8 %9 | findstr /B /C:"CBM DOS: OK, trk: 035, sec: 17"
      3. if %errorlevel% == 0 (
      4. goto output
      5. ) else (
      6. goto restart
      7. )
      8. :output

      Den erwarteten Output muss man beim findstr string angeben.

      Für PC Disketten ist es ganz ähnlich mit:

      Quellcode: readpc.bat

      1. md %1
      2. dtc.exe -f%1/%1 -i0a -f%1/%1.img -i4 -l8 %2 %3 %4 %5 %6 %7 %8 %9
      3. dtc.exe -m1 -f%1/%1 -i0 -f%1/%1.img -i4 -l8
    • So und nun die Fortsetzung für Atari 8 bit Disks, da gibt es u.a.
      1. Single Sided, Single Density , FM mit 40 Spuren, 18 Sektoren a 128 Byte
      2. Single Sided, Enhanced Density , MFM mit 40 Spuren, 26 Sektoren a 128 Byte
      3. Double Sided, Double Density, MFM mit 40 Spuren, 18 Sektoren a 256 Byte (XF551 Laufwerk)

      Obwohl MS-DOS 4.0 die Disks auch lesen kann, ist zu beachten, dass beim Atari die Bytes EOR #$FF gespeichert sind.
      Weiterhin ist es bei der XF551 so, dass die Floppy zuerst Seite 0 beschreibt und dann auf Seite 1 fortsetzt mit invertierter Spurfolge. Das wurde irgendwie auch in die XFD Images so eingebaut. Ausserdem muss man im XFD Image von Seite 1 die Sektoranordnung auf der Spur auch noch umkehren.
      (Eigentlich soll XFD sowas wie IMG sein, mit direkten Abbild. Daher k.A. warum das für Seite 1 da komplett umgedreht sein muss für Spuren und Sektoren.)

      Quellcode: Read_SS_SD.bat

      1. md %1
      2. dtc.exe -f%1/%1 -i0a -f%1/%1.img -g2 -y -i3a -a8 -l8 %2 %3 %4 %5 %6 %7 %8 %9
      3. dtc.exe -m1 -f%1/%1 -i0 -f%1/%1.img -g2 -y -i3a -a8 -l8


      Die SD Disketten benutzen -i3a als Format. Mit dem -g2 -y werden gleich Vorder und Rückseite gelesen und zwei img files gemacht. Falls man nur eine Seite lesen will, dann lässt man -g2 weg.


      Quellcode: Read_SS_ED.bat

      1. md %1
      2. dtc.exe -f%1/%1 -i0a -f%1/%1.img -g2 -y -i4a -a8 -l8 %2 %3 %4 %5 %6 %7 %8 %9
      3. dtc.exe -m1 -f%1/%1 -i0 -f%1/%1.img -g2 -y -i4a -a8 -l8
      Bei den ED Disketten mit 26 Sektoren benutzt man -i4a.



      Quellcode: READ_DS_DD.bat

      1. md %1
      2. dtc.exe -f%1/%1 -i0a -f%1/%1.img -g2 -k2 -z1 -n18 -i4a -a8 -b8 -l8 %2 %3 %4 %5 %6 %7 %8 %9
      3. dtc.exe -m1 -f%1/%1 -i0 -f%1/%1.img -g2 -k2 -z1 -n18 -i4a -a8 -b8 -l8
      Bei den XF551 DS, DD Disketten benutzt man auch -i4a und gibt die Sektorzahl direkt mit -n18 an. Das -k2 forciert die 40 Spuren. Die Spuroffsets für Vorder- und Rückseite mit -a8 und -b8 hängen vom verwendeten Laufwerk ab. Die sollten so gesetzt sein, dass es mit Spur [000] anfängt.

      Mit dieser Zeile bekommt man Vorder- und Rückseite getrennt als img. Würde das XFD Format der eigenen Spezifikation folgen, müsste man diese bloss zusammenkopieren. Leider muss man wie geschrieben, auf der Seite 1 noch die Spuren und Sektoranordnung umdrehen.

      Als Pseudocode:

      Quellcode

      1. variable tracks = 40
      2. variable sectors = 18
      3. variable bytes = 256
      4. variable i, ii, k, l, ki
      5. for(i = 0;i < tracks; i += 1)
      6. ii = tracks - i - 1
      7. for(k = 0;k < sectors; k += 1)
      8. ki = sectors - k - 1
      9. for(l = 0;l < bytes; l += 1)
      10. side1out[i * sectors * bytes + k * bytes + l] = side1in[ii * sectors * bytes + ki * bytes + l]
      11. endfor
      12. endfor
      13. endfor
      Alles anzeigen
      Nehmen wir an die Seite 1 ist in Array side1in geladen und side1out soll das neue Array mit umgedrehten Spuren/Sektoren sein. Die variable ii und ki sind die Spuren und Sektornummern die rückwärts zählen. Wenn man danach Seite 0 und die 'neue' Seite 1 zusammenkopiert, dann läd die Diskette auch im Emulator wie Altirra.
    • wäre schön wenn man das Kryoflux als opensource version irgendwie nachbauen könnte und somit den horrenden Preis drücken könnte :-/
      ich nutze nur Dos, daher ist es für mich uninteressant im Moment.
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    • für reine dos-disketten bissel Overkill oder ? Der vorteil ist natürlich dass man ein 5,25" Laufwerk anschliessen kann, ich hab noch kein solches als USB gesehen
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    • Neu

      da ich ja mein Kryo habe , beginne ich grad mit archivieren (hey, die paar hundert Bigboxen :D :D )

      ich nutze die read-pc bat und habe nur ein del *.raw hinzugefügt.
      Frage: kopiert das Teil auch das drivelabel mit ? und was bedeuten die %2 bis %9 ? Als argument gebe ich ja nur den dateinamen an der dann in %1 geschrieben wird, aber was sind die anderen 'Argumente' ?

      nutze ich i4 als Typ für jegliche MS DOS Diskette ? Auch wenn ich mein 5" Laufwerk anschliesse ? (ich weisas dass ich dann noch -d1 hinzufügen muss, aber mein 5" scheint grad defekt zu sein weil es keine Disketten lat DTC erkennt)
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