Galerie der seltsamsten DOS-PCs

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    • Galerie der seltsamsten DOS-PCs

      Hallo, mal schauen, was ihr so habt, an außergewöhnlichem bis seltsammen DOS-PCs.

      Ich präsentiere mal meine merkwürdigen Dinger. Die sind allesamt von Olivetti und es sind eigentlich Textverarbeitungs-Systeme, aber sie laufen unter MS-DOS... Die sind alle in der Lage, ganz normale DOS-Spiele und anderes zu starten.

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      ETV 260 - da steckt die Hauptplatine der M19 drin, also 8088 CPU, aber leicht beschleunigt von 4,77 auf 8 Mhz, 20 MB SCSI-Platte. Das Teil läuft unter DOS 3.20. Man kann auf dem Ding CGA-Spiele spielemn, was auch auf die nachfolgenden Geräte zutrifft... Eingebauter Typenraddrucker mit 30 Zeichen pro Sekunde

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      ETV 2700, da steckt eine NEC V40 CPU drin, bis 768 kB RAM, und eine 20 MB XT-Bus-Platte, läuft auch unter DOS 3.20. EIngebauter Typenraddrucker mit 25 Zeichen pro Sekunde. Daneben meine TA Walkstation 386. Hinten dran noch mal die ETV 260.

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      ETV 2900. Das ist der iMac-artige Monitor mit den beiden Diskettenlauferrken. Im Monitor steckt auch die PC-Platine mit NEC V40 und bis zu 768 kB RAM. DIe Schreibmaschine dient als Tastatur und Drucker für diesen PC, angschlossen über das Tastaturinterface des PC, das heißt, hier wird auch über das Tastaturinterface gedruckt! In der ETV 2900 ist keine Möglichkeit, eine Festplatte einzubauen, kein Platz, kein normaler ISA-Steckplatz, kein IDE/XTBUS-Plattenanschluss...

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      M200 PC, rechts. Das ist ein Nec V40 basierter PC, wenn man genau hinguckt, ist das Oberteil mit Floppy und Monitor auf dem rechteckigen Kasten ist identisch mit der ETV 2900 oben drüber. Auf dem Bild ist auch meine ET 2500 Schreibmaschine zu sehen, mit Centronics-Interface und externem Diskettenlaufwerk, welches MS-DOS-Disketten lesen kann, und so Textdokumente im Format der ETV 260, 2700 und 2900 in die Schreibmaschine importieren kann.

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      Triumph Adler OPS 400. Wer hier Ähnlichkeiten zur ETV 2700 oben sieht, hat recht, denn das ist der Nachfolger davon, eigentlich heißt das Ding Olivetti ETV 4000s, in Deutschland wurde dieses System aber meistens als TA verkauft. Die 4000s hat sogar einen 80286 Prozessor, 1 MB RAM, VGA (monochrom) und eine 20 MB IDE-Platte, sie läuft unter DOS 3.20 und ... kann man sicher sehen ... Windows 3.0. Im Gegensatz zu den anderen ETV Textrverarbeitungssystemen hier hat diese Maschine ein Thermotransfer-Druckwerk.

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      Und als letztes die Olivetti Editor 100. Da ist genau der gleiche Monitor dran, wie an der ETV 2700. Die Editor 100 ist aber ein richtiger Plastikbomber, der beim Tippen ordentlich knarzt, das Ding war deutlich günstiger als die Profi-ETV Systeme und eher für den Heimgebrauch gedacht. Drinnen werkelt auch wieder ein NEC V40 Prozessor, gebootet wird MS-DOS und die spezielle Textverarbeitung von Diskette. Auch hier ist ein Thermotransferdrucker drin. Aber das Ding eignet sich zum Basteln, denn an der Rückseite verbergen sich unter einer Plastikabdeckung gleich zwei ISA-Slots...

      Die hier gezeigten DOS basierten ETV TExtverarbeitungssysteme stammen aus den Jahren 1986-1991.

      Ich habe noch fünf weitere ETV Textverarbeitungssysteme (ETV 210s, 240, 250, 300, CWP-1), die gehören aber nicht in dieses Forum, denn die laufen untet CP/M, die sind bis auf die 210s und CWP-1 älter als die DOS-Maschinen.

      Und jetzt seit ihr dran, was habt ihr so an wirklich seltsamen DOS-Maschinen...?
    • Wow!

      Danke für diese tollen Bilder und diese tolle Erklärung, ...

      Ich sag nur eins:

      That Green Screen :love: :D
      :freak RetroComputerPoPe - Dr. (Ehrenhalber) Darius von Bernstein - Grünstein - Lötstein :freak

      * Bezwinger der EIZO ( ͡° ͜ʖ ͡° ) *

      Päpstlicher DOSianer mit mittlerweile jeder DOS-Architektur (XT/286/386/486/586/686...)
      Status: Don't mess with the RetroPoPe / Erweiterter Amateur mit der unoffiziellen Bräter-Lizenz *g*
    • eriscreations.com/sanyo/

      Allerdings nur die Hauptplatine.
      Das Ding hat einen 8088 mit 3,6 MHz und ist nicht IBM PC kompatibel, sondern nur Doskompatibel.
      Dieses Gerät hat kein eigenes Bios, sondern nur einen reinen Bootloader - das eigentliche Bios steckt in der io.sys, das Gerät braucht also eine angepasste Dosversion.
      "Hmm..." - Einfach weil irgendwie jeder meiner Beiträge damit anfängt.
    • :bananadance Schön, freut mich, dass euch diese Gerätschaften gefallen. Mir natürlich auch, immerhin wurden die vom italienischen Star-Industriedesigner Mario Bellini designt, die machen optisch schon was her. Die sind allesamt heute sehr selten, weil sie sehr teuer waren und so nur eingesetzt wurden, wo es Geld gab, die Commerzbank in Frankfurt hatte ganz viele von den ETV Systemen, besonders die 260 ujd 2700, und auch die CP/M-Vorläufer 250 und 300. Und obwohl da in den Banken Geld da war, wurden letztlich die Sekretärinnen usw. die mit den Geräten arbeiteten, an der Nase herum geführt. Denn diese Geräte galten weiterhin als Schreibmachinen, für die ein niedrigeres Lohnniveau angesetzt war als für PCs, obwohl die Bedienung und Fähigkeiten der installierten (speziellen) Textverarbeitungssoftware (Olitext SWS bzw. SWP).den damaligen Standards Word, Wordperfect und Wordstar in nichts nachstand. Aber es hatte auch teilweise was psychologisches, es gab tatsächlich Mitarbeiterinnnen, die nicht am PC arbeiten wollten, aber gegen eine Bildschirmschreibmaschine hatten sie nichts einzuwenden...

      Die Editor 100 unten ist wie aus der Zeit gefallen, für Privatanwender gedacht, die kostete mehr, also ein durchschnittlicher PC mit Word und Drucker. Wurde deswegen auch nur ganz wenig verkauft.

      Die meisten dieser Geräte kenne ich aus meiner Zeit als Azubi bei Olivetti in Frankfurt. DIe ETV 4000s und die Editor 100 kannte ich aber selbst nicht, habe ich erst kennen gelernt, als ich in eBay darauf stieß.

      (Sowas kommt jetzt nochmal, eine Heimschreibmaschine von Olivetti, mit eingebautem Tintenstrahldrucker, ich bin mal gespannt, habe ich auch noch nie gesehen... Die ganzen elektronischen Heim-Schreibmaschinen von Olivetti, die ich sonst so gesammelt habe (ganz viele Modelle) haben sonst alle einen Typenraddrucker.)
    • Nur mal drübergewischt. Naja, nicht ganz, bei den Druckwerken musste ich verharzte Fette entfernen und neu einfetten, damit die wieder leichtgängig sind. Das einzige richtige Problem was ich hatte, bei der ETV 260 war die Platte kaputt. Da habe ich dann eine andere besorgt und von den Installationsdisketten neu aufgesetzt. Aber man merkt schon, dass das teure Geräte waren, hochwertige Kunsstoffe die bis heute kaum gealtert sind, ein bischen Gilb bei der 2700, aber in der Sonne bleicht die wieder nach. Die Editor 100 allerdings ist eine Ausnahme: Die habe ich ungeöffnet in der Originalverpackung bekommen.
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      Ich denke mal, mein kleiner Industrie-Schaltschrank-486er zählt auch zu den eher ungewöhnlichen DOS-PCs. :)
      Mit nur 23x23x15cm ist der sehr schön kompakt.

      Bevor er zu mir kam wurden mit ihm Messwerte gespeichert (Temperatur, Luftfeuchtigkeit aber auch Daten wie Chromgehalt u.ä), ich tippe daher auf den Einsatz in der Galvanik.

      Das System stammt von 1997, es besteht aus einer ISA-Backplane mit vier ISA-Slots, AT-Netzteil, einem ISA-SBC mit Intel DX-4 (100 MHz) und UMC UM8498F Chipsatz, original mit 4 MB RAM und einer 1,2 GB Festplatte (Seagate). Zudem war eine Industriegrafikkarte verbaut, die leider defekt war.
      Von mir wird er gepflegt (den Daten auf der Festplatte nach lief er 18 Jahre lang 24/7, da hat er etwas Liebe verdient unt nötig!) und mit Soundkarte und SpeedStar VGA spieletauglich gemacht.
      Ein von außen zugänglichem CF-Karten-Leser ersetzt das fehlende CD-ROM etwas.

      Der Kleine war mein erster Retro-PC und ist bis heute mein liebster.
      Kleiner Industrie-486er mit 100 MHz (Intel 80486DX-4), 32 MB SD-RAM, Diamond SpeedSTAR Plus Rev. C6 und SB 16 ( CT2770 )

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    • @The Coder - der ist auch hübsch und speziell.

      Ich hatte, das ist schon bestimmt 25 Jahre her, mal ein Rudel ähnlicher, aber ein bischen größerer PCs zur Untersuchung an den Schreibtisch geliefert bekommen - die hatten vorne noch ein kleines monochromes VGA-Display. Die hatte ein Systemhaus gebaut und die liefen nicht gescheit. Die waren für den Einsatz auf der Brücke von Hochsee-Frachtischiffen gedacht, und aus irgendwelchen Gründen liefen die nicht stabil, und da musste halt der Mainboardlieferant ran - ist ja immer schuld... Es waren letztlich grottige Netzteile - das hatte ich dem Systemhaus schon vorher gesagt, wollten sie aber nicht glauben, statt dessen haben sie uns die ganzen Kisten zum Untersuchen und fixen geschickt, ok, die haben dann ne Rechnung über nen Rudel Netzteile plus Umbau plus genauso viele Checkit-Dauertest-Protokolle bekommen...