Was habt ihr neulich so gespielt?

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    • Hardware ... habe auf einem cache-losen Compaq board(PL4600C - Presario7106?) mit iDX2/80 ein wenig Doom gespielt, da mich interessierte wie Teil 1, nach all den Jahren von Exklusivnutzung des 2ten Teils und der Episode 4 von der retail, auf mich wirken würde.

      Motivation ... desweiteren wollte ich nochmals für mich den alten Glaubenskrieg zwischen den beiden Teilen("Doom Episode 1 is classy and way above and beyond anything DoomII can offer aka sandbox levels, mass slaughter, too little Romero, overall bad level design, etc.") abschätzen können...

      Der DX2/80 sollte etwas nostalgische Zähigkeit ins "Spiel" bringen.

      Für jemanden der selbst gerne levels (sehr langsam!) herstellt, ist so etwas immer ein interessanter Weg um vielleicht etwas von den Klassikern zu lernen, das man vielleicht jahrzehntelang übersehen hatte oder auch mal einfach nur Konsument zu sein.

      Alles was ich schreibe bezieht sich nur auf KneeDeep vs Doom2 und ist bewusst "kurz", wenn auch sehr melodramatisch, gehalten


      Rythmus .... nach rund 4 levels fällt mir rein vom "feeling" als grosser Unterschied das "pacing" vom Spielverlauf auf.
      Beim Einser "gleitet" man mehr entlang der Architektur und die Kämpfe, so essentiell sie sind, erscheinen weit weniger dominant als beim 2er. Dies ist natürlich auch auf die weniger potenten Monster zurückzuführen, aber die Gegend wirkt ein wenig einlullender und die Architektur allumfassender - das Gefühl der Fremdheit ist, für mich, alldurchdringend. Die Monster können dem Level nicht die Schau stehlen... so Mysteriöses und Interessantes könnte sich hinter der nächsten Tür verstecken, dass man beim Öffnen schon den vorigen Kampf verdrängt hat.

      Bauchgefühl ... beim Nachfolger ergibt sich, auch aus dem Vorwissen wie gefährlich die Spielewelt ist, ein viel rauheres und kantigeres Spielgefühl. Die Gegend wirkt optisch hervorragend, organischer, teils noch industriell, teils eher abstrakt und und fröhnt vor allen anderen Akzenten dem Brutalismus - Kanten, tonnenschweres Eisen, dunkler Lack, dicker Stein und dazu massivstes Holz. Technokratie ala Steinzeit - so wie es die "extra-Dimensionierten" lieben.

      Dieses trostlose Panorama wird noch von der Anwesenheit einer gigantischen stehenden Armee vervollständigt, die diesmal noch potentere Schlächter herbeigekarrt hat. Irgendwie erscheint es als ob man im 2er schon erwartet wird wärend man im 1er ein teils unerwünschter "Gast" ist, welcher auch erkundet.

      Das morbide Endzeit-feeling von DoomII ist extrem geil und sucht für mich seinesgleichen. Dagegen wirkt Doom I mehr als eine illustre Reise wo sich Science Fiction und Horror treffen. Der Nachfolger jedoch ist ein straffer, brutaler Hindernissparcour in den Vorhöfen der Endzeit...


      Reality Check ... so, was von dem unerreichten Status, den Episode 1 ja zurecht geniesst, ist -im Vergleich zu Doom2- greifbar? Das Eintauchen in das Spiel ist auf jeden Fall stärker in Episode 1. Der Stil der ersten Welten fliesst in ein, relativ homogen wirkendes, Abenteuer zusammen, wo man immer weiter in verzweigtere Welten mit semi-okkultem Einschlag vordringt. Diese tragen aber immer ein Ambiente der Science Fiction, des Weltalls, der Erkundung jenseits des Horrors. Das ist natürlich nur möglich da die Episode 1 designmässig und level-technisch ziemlich hohe Ansprüche erfüllt. Jede map jenseits von E1M1 bietet eine erweiterte Permutation der etablierten Komponenten ohne das Thema zu verfehlen - eine Leistung die sehr selten gelingt, überhaupt wenn es sich um ein Erstprodukt handelt und die Basis-map ohnehin schon mehr als sehr gut "rüberkommt".
      Romero, der Teils ein notorischer Angeber ist, hatte hier die Gunst der Stunde genutzt und sein Talent druckfrei entfaltet - ohne beklemmende Erwartung design'te er sich etwas aus dem was Doom ihm zuspielte, und erweiterte die Formel immer ein klein wenig.
      Deswegen wirkt auch der Weg durch E1M1 bis E1M7 wie aus einem Guss. Und gerade wenn die Routine bei E1M8 einkehren würde, bricht das design dank Hall & Petersen mit Romero's etablierten Normen und konfrontiert plötzlich mit einem abstrakten, dystopischen Endszenario.
      Romero nimmt den Ball bei E1M9 wieder auf und hat, mit seiner Reihe, hier wirlich Gold getroffen, sich seinen Titel als "Doomgod" verdient.

      Was hat hier DoomII's Map01 bis Map07 dagegenzuhalten?

      A New Era ... mehr als man anfangs vermuten würde. Das design team wurde um einen illustren Mann aufgestockt, AmericanMcGee, und der hatte es schwer in sich.
      Wurde die solide Map01(ein Hufeisendesign wie auch E1M1) noch vom altgedienten Petersen einge"maust", kam ab Map02 der Neue zum Zug und dessen Architektur brachte eine gediegene Solidität zur Oberfläche, die Doom vorher nicht kannte.
      Map02, "Underhalls", läutete eine neue Era ein welche ein wenig sauberer, detailreicher und industrieller wirkte. Wo früher einfach nur eine Ebene war, sind jetzt ein paar Abstufungen, wo früher nur eine dicke Wand protzte, steht jetzt ein Pseudo-Erker. Alles wirkte nun ein wenig glaubhafter, irdischer und traff damit voll DoomIIs Vorsatz - auf Erden zu wüten. Das design brauchte sich bezüglich des Spielwitzes auch nicht zu verstecken - schöne, sich schliessende Schleifen bezüglich von Schlüsseln/Türen, wohlplatzierte Gegner, schwer erreichbare Geheimschächte, und eine räumliche Ordnung die zwischen spielbar und klaustrophob balancieren zu wusste.

      Kann Map01 bis Map07 nun im gleichen Atemzug wie E1M1 bis E1M7 erwähnt werden - leider, nein.

      Das hat aber nicht mit fehlender Qualität sondern mit der Chronolgie und dem stil der beiden Spiele zu tun. Die Episode One drückte Usern in einer Zeit ein Brandmal auf, in der es Nichts vergleichbares gab - nicht einmal ansatzweise... so wurden die Jünger von Kneedeep in the dead bei Erstkontakt mit der shareware bleibend geeicht. Desweiteren spielte Doom's anfänglich zusammanhängenderer Stil weiter dem Status von einer kompletten Legende den finalen Ball zu.

      AmericanMcGee lieferte erstklassige Arbeit ab, aber der disjunkte, teils erfrischende, Stil vom Nachfolger blutete durch alle Nischen und so sind die levels Map01 bis Map07 nur extrem gute, zeitlose Klassiker unter den totalen 32.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Amadeus777999 ()

    • Die letzten Tage hab ich nicht unbedingt ein Retro-Spiel gespielt... Aber dennoch heißt es momentan bei mir "Hail to the King Baby!"
      Duke Nukem Forever kommt zwar nicht wirklich an seine Wurzeln ran, aber Spaß macht's trotzdem gewaltig :D
      Meine Alltags-Retro-Schätzchen:

      - Siemens Nixdorf Xpert 200T, Intel P200, 64MB RAM, IBM DTTA-350840 8,4GB, S3 Virge DX 4MB,
      Crystal CS4238B Sound, Sony CDU-311 8x CD, 2x TEAC FD-235HF 3,5" FDD, D-Link DFE-528TX, MS-DOS 6.22 / WfW 3.11

      - ASUS CUSL2-CA, Pentium 3 866, 512MB RAM, Samsung SP1213N 120GB, Voodoo 3 2000 @ 3500, D-Link DFE-528TX, Windows ME
    • Ich bin wieder meinem Elite Dangerous verfallen.
      Dank der 2080ti läuft das endlich mehr als flüssig unter vr.

      Vorgestern war ich mehr als 4 Stunden in xplane 11 unterwegs.
      Ansich ist xplane 11 ja nichts besonderes, wenn man allerdings den ultra HD Mesh und die Tapete von Google earth integriert, dann könnte man meinen in der echten Beechcraft Baron 58 zu fliegen.
      Speicherplatz braucht es auch ne Menge, bin jetzt bei knapp 600gb...
      Gruß Wolle
    • Ich versuche gerade wieder in "The Fairy Tale Adventure" auf dem Amiga reinzukommen.
      Das habe ich damals gerne gespielt und ich weiß, das ich da schon mit einen Schwan durch die Gegend geflogen bin - heute komme ich noch nicht einmal aus der ersten Stadt raus :(
      Man muss sich seine Ausrüstung zusammensuchen, nur das man dafür im Spiel überhaupt kein optischen Hinweis bekommt, macht mich wahnsinnig. Aktuell heißt es nur, nach jeden erlegten Monster sofort Speichern, ist für mich gerade ein Spiel der 1001 Tode....
      vae victis!
    • Olli schrieb:

      Dum di Dum .. :)
      Beinahe 20 Jahre her, das ich das Game das letzte Mal installiert habe.
      Wenn ich bedenke das ich da 98 vor der Berufsschule extra ne Stunde vorher aufgestanden bin, um ne Runde HL-Deathmatch zu zocken..
      Verrückt :D


      Und vor allem ist es ein Sakrileg, das wunderbare HL nicht mindestens einmal im Jahr zu spielen. Großartig. Auch in der modernisierten Variante als Black Mesa Source. Man wünscht viel Freude. :)
      Mein Squad
      Legend | 486 DX2-66 // 16 MB Ram // Diamond Stealth 64 DRAM T | Running: Doom II / Wizardry VI
      Rusty | Pentium 1 MMX @ 166 Mhz // 48 MB Ram // Voodoo 1 - 4MB | Running: Anno 1602
      Wingman | Compaq Armada 1592dt // Pentium 1 MMX @ 233 Mhz // 96 Mb Ram | Running: Duke Nukem 3D
      Rocket | Pentium 3 @ 800 Mhz // 256 MB Ram // V3 3000 AGP | Running: Half-Life
    • johnchrono schrieb:

      Black Mesa Source
      Das Spiel war zwar sehr gut gemacht, aber den Charme des Originals hat es leider nicht ganz einfangen können. HL und HL2 habe ich bestimmt schon 5x durchgespielt, BM reicht mir 1x.
      Bei HL haben grade die Versionen ohne Steam noch was besonderes an sich :)
      Compaq Deskpro 286n/12MHz - 1MB - 40MB HDD - 3,5" Floppy //
      Panatek 386DX33 - 80387 - 8MB - 504MB CF2IDE - 5.25" & 3,5" Floppy - SB Vibra - NIC - 512Kb VGA //
      486DX2-66 - 16MB - 4GB CF2IDE - 5,25" & 3,5" 2,88MB Floppy - DVD - SB Vibra - NIC - 1MB CL VLB VGA //
      Intel Pentium 233MMX - 64MB - 16GB CF2IDE - 3,5" Floppy - DVD - SB AWE64 - NIC - 3Dfx Voodoo Banshee//
      Intel Pentium III 600MHz - 256MB - 4GB CF2IDE - 3,5" Floppy - DVD - SB AWE64 - NIC - 3Dfx Voodoo 3 3000 //
    • Große Projektstudie! Auf den Frage-Thread Euer erstes PC-Spiel ? kann ich immer noch nicht antworten. Mein erster PC war ein
      Schneider Euro-PC. Ich denke mein erstes Spiel war Cyrus Chess oder Tank Wars. Und beim Gedanken an Tank Wars musste ich
      jetzt gleich zwei Genre-Vertreter schnell in die DOSBox kopieren und kurz zocken!

      RATillery ist ziemlich neu (2016) und eben auf retro gemacht. Gibts auch fürn Mac. Tank Wars...da hatte ich damals eine andere,
      ältere Version oder es hatte nur zufällig den gleichen Namen.

      Also wenns sein muß kann man mit diesen Games tatsächlich ein paar Minuten unterhalten werden ^^

      vG; Daryl_Dixon

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daryl_Dixon ()

    • Oh Gott, Tank Wars :love:
      Was war ich damals süchtig nach dem Spiel ^^
      Meine Alltags-Retro-Schätzchen:

      - Siemens Nixdorf Xpert 200T, Intel P200, 64MB RAM, IBM DTTA-350840 8,4GB, S3 Virge DX 4MB,
      Crystal CS4238B Sound, Sony CDU-311 8x CD, 2x TEAC FD-235HF 3,5" FDD, D-Link DFE-528TX, MS-DOS 6.22 / WfW 3.11

      - ASUS CUSL2-CA, Pentium 3 866, 512MB RAM, Samsung SP1213N 120GB, Voodoo 3 2000 @ 3500, D-Link DFE-528TX, Windows ME
    • Daryl_Dixon schrieb:

      ja wenn man jung ist geht sowas
      :unno Weiß jetzt nicht was das mit dem Alter zu tun hat.
      Ausser vielleicht dass schon alle Freunde gestorben oder weggezogen sind und man dann niemanden zum spielen hat.
      Aber so ein Tank Wars ist doch einfach und geht immer. Und man kann sogar Computergegner einstellen wenn es von der Anzahl nicht aufgeht und alle Farben mitspielen sollen.

      Mr. Stupid, Wind Master, Lobber, Lob&Shot...

      Und man konnte ja auch einiges an der Physik und dem Spielfeld einstellen. Nur das Color Cycling war komisch. Manchmal ging es und manchmal nicht.

      Finde das Spiel ist schöner als Worms.
    • streets schrieb:

      Weiß jetzt nicht was das mit dem Alter zu tun hat. Ausser vielleicht dass schon alle Freunde gestorben oder weggezogen sind und man dann niemanden
      zum spielen hat. Aber so ein Tank Wars ist doch einfach und geht immer. Finde das Spiel ist schöner als Worms.
      womöglich gehts nur mir so. Viele Games die ich als Junger stundenlang gezockt hab ertrag ich heute nicht mehr so lange, wie zBs Blake Stone oder eben Tank
      Wars. Der Grund ist unterschiedlich. Mal nervt das Soundgequäke, mal wirds schnell öde. Tank Wars ziehe ich Worms auch eindeutig vor.

      vG; Daryl_Dixon