Linux Spielekiste

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    • Linux Spielekiste

      Moin moin Gemeinde,

      mir schwirrt schon seit längerem durch den Kopf, dass es auch damals schon - ich setze mal den Zeitrahmen 1995-2005 - nischenmäßig Linuxspiele gab, die nativ auf eben solchem laufen.
      Nun reizt mich der Gedanke einen solchen Rechner oder besser gesagt ein Linuxsystem aufzubauen, worauf ich die Originalversionen laufen lassen kann.
      Explizit: Ich spreche nicht von heutigen, modernen GOG Versionen der alten Schätze, sondern den Originalen!

      Hier beispielhaft eine Liste von 1999: Mobygames

      Frage an die Runde:

      Hat damit schon jemand Erfahrung?
      Ich habe in einem Thread aufgeschnappt es wurde schon Quake III - Arena auf Linux gespielt.
      Benötigt sicherlich ein zeitgemäßes (d.h. Kernel 2.2.xx bzw. 2.4.xx) Linux mit entsprechendem OpenGL und XServer?
      Was wäre da passend?
      Kennt Ihr alte Distros, Repos, habt Ihr Empfehlungen mit welcher und in welcher Richtung es klappen könnte?
      Habt Ihr noch die alten Linuxoriginale? Wie kommt man da am besten ran?

      Hardware wäre vorhanden: Mir wäre ein Pentium 3 als i686 kompatibler, aber auch Athlon (hier fehlt jedoch noch SSE) recht.

      Zu meinem Linuxwerdegang:

      Ich würde mich als Fortgeschrittener in Sachen Linux bezeichnen.
      So habe ich meine erste Erfahrung damals 1998/1999 mit Red Hat 5.2 auf einem Pentium 133 gemacht.
      Mit ISDN und Sounblasterkonfiguration, das ganze ohne großartige Internetforen und Google.

      Unter den Jahren bis ca. 2011 dann hin und wieder mal fertiges Debian oder Ubuntu. Auch hier gab es noch genügend einzustellen und zu fixen. Das lief selten OOTB.
      Seit 2011 dann intensive Erfahrung bis heute mit Gentoo, Archlinux, sowie Ubuntu und Mint.
      Seit ca. 1 Jahr momentan eher nur noch administrativ oder hier und da als Teilzeitworkstation auf dem Haupt-PC.
      Allerdings betreibe ich seit 2012 parallel nach wie vor einen Internetserver, sowie einen privaten Fileserver daheim mit Linux, RAID, GBE.

      "Retro"linux?
      Auf einem Pentium 233 MMX System habe ich vor ca. 2 Jahren aktuelles Gentoo aufgebaut mit XFCE, Sound und allem drum und dran.
      Ja mit i586, was heute gar nicht mehr so Standard ist. Da Gentoo aber eine Quelldistribution ist macht es entsprechende i586 Buildumgebung möglich.

      Ich möchte auch mit diesem Projekt wieder "Proof of concept" gehen.
      Ich setze aber für dieses Projekt mal eher einen längeren Zeitraum an als die nächsten 2 Wochen. ^^
      Meine aktuelle HW-Suchliste
    • Hehe, Du meinst das hier:



      Für die ganzen Id-Shooter gabs damals Linux-Binaries zum Download, soweit ich mich entsinne. Zumindest für Quake. Das abgebildete Q3A, war insofern eine Premiere, als das erstmals das ganze auf CD-ROM ausgeliefert wurde. Die Firma Loki Software hatte sich auf Linux-Portierungen von Windows-Spielen spezialisiert, mußten aber 2002 insolvenz anmelden. Siehe auch:
      de.wikipedia.org/wiki/Loki_Software

      Ich selbst habe damals Q1, Q2 und Q3A auf 'ner Slackware gespielt. War meine Leib-und-Magen-Distro. Kernel 2.2. und evtl. auch 2.4, genau weiß ich's nicht mehr. Bin aus der Linux-Schiene lang raus.


      jedcooper schrieb:

      "Retro"linux?Auf einem Pentium 233 MMX System habe ich vor ca. 2 Jahren aktuelles Gentoo aufgebaut mit XFCE, Sound und allem drum und dran.
      Ja mit i586, was heute gar nicht mehr so Standard ist. Da Gentoo aber eine Quelldistribution ist macht es entsprechende i586 Buildumgebung möglich.
      Augen auf bei Retro-Hardware! dosreloaded.de/forum/index.php…775cd7eb009ee33ffa6ba5ade Wurde nicht mittlerweile der i586-Support sowohl aus dem Linux-Kernel als auch aus dem GCC entfernt, oder habe ich mich da jüngst verlesen? Irgendwas in der Richtung ist bei mir hängengeblieben. ?( Schlimmstenfalls mußt Du Dir halt einen Mirror mit alten Versionen suchen, gibts sicher noch irgendwo. Aber dann nicht mehr ohne weiteres damit ins Internet, es sei denn, Du weißt haargenau, was Du tust.


      jedcooper schrieb:

      Habt Ihr noch die alten Linuxoriginale?
      Meine alten Slackware-CDs aus der Zeit habe ich leider schon vor Jahren entsorgt. Nur das oben abgebildete Q3A habe ich noch. ;)
    • Göil, gabs das mal in einer Metall-Box. Ich kenne linux spiele nur als download.

      Ich habe einige alte Distros hier liegen. Ich selber mag die alten ubuntu, aber seit die da dieses Mint haben- oder wies heißt dieses Handy-Interface was die da seit ein paar Jahren drauf haben - einfach nur noch schrott. Da bin ich auf Debian umgestiegen. Ich bin ja nur ein einfacher Benutzer, CD rein.. glücklich sein..
      Schaut doch mal in meinem Blog vorbei.
    • Ich kann dir Images von Mandrake Linux 9.1 (Edit: es hies früher Mandrake 9.1, später haben sie es umbenannt zu Mandriva) zur Verfügung stellen (ist vom Frühjahr 2003 soweit ich mich entsinne). Die Images beinhalten die Installer CD und die CDs. mit Paketen. Insgesamt sind es 7 CDs. Mit dieser Distribution hatte ich 2003 begonnen, ich hab die all die Jahre auf vielen Rechner aus Neugier installiert gehabt. Auf einem mit S3 Grafik bekam ich den X-Server nicht ans laufen. Eine DVD mit einer Mandriva 10.x Version aus 2005 habe ich auch noch falls Interesse besteht.

      Du startet hier mit einem sehr interessanten Projekt. Über so eine Maschine habe ich aucb schon nachgedacht. Ich bin gespannt auf welche Distribution du gehst, ich selber würde wahrscheinlich als erstes Debian nehmen. Hier sind denke ich die Chancen am größten noch Repos im Netz zu finden.
      Meine Vintagerechner: XT (NEC V20) #-# Epson XT portable #-# HighScreen 286@16MHz #-# L&P 286-20MHz #-# Cyrix 386DRx²-33/66 #-# ESCOM Black Slim Am386DX@40MHz #-# IndustriePC Am5x86-133 #-# Cyrix 5x86@100 VIP #-# Libretto 50CT #-# && 1x Sockel 8 & 3x Sockel4 (60MHz + 66MHz)
    • Ich hab die DLD 6.0 aus 1999 da. Komplett und Original. Mit KDE 1.1.
      Wenn irgend eine Linux Distri je was getaugt hat, dann die. Schade das es in diesem Stil nicht weiterging.
      Wurde dann zu RedHat usw.... naja. Heute sind sie auch nicht besser als Windows, nur anders.
      Meine Lieblings-PC's: 386er sowie 486er mit VLB :thumbup:
      Ich mag DOS und andere alte Betriebssysteme.


      [Hier gehts zu meiner Suchliste]
    • Eine Linux-Retro-Kiste für Linux-Retro-Spiele…puh, das Thema ist umfangreich. Ich habe sowas schonmal gemacht, ist schon ein paar Jahre her. Die Linuxinstallation dafür ist aber noch auf meinem Retro-Bastelrechner drauf und sollte sogar noch funktionieren. Es gibt aber (leider) anscheinend nicht so viele Leute, die sich für „Retro-Linux“ interessieren…

      Ich schreib einfach mal auf, was mir zu dem Thema einfällt und an was ich mich erinnere:

      Hardware: Das meiste an Hardware von 1995-2005 aus dem PC-Bereich sollte zumindest irgendwie unter Linux laufen, Hardware-Exoten ausgenommen. Ich denke, das größte Problem wird sein, eine funktionsfähige hardwarebeschleunigte OpenGL-Grafik hinzubekommen. Die meisten Grafikkarten mit 3D-Geometriebeschleunigung laufen zwar unter X11, aber meist existiert nur ein 2D-Treiber. OpenGL-Treiber sind oftmals langsam, fehlerhaft oder erst garnicht vorhanden (weil nie geschrieben).

      • NVidia-Karten: Alles ab Riva TNT sollte inkl. 3D laufen, wenn man die Closed-Source-Treiber von Nvidia hernimmt. Da kommt es darauf an, dass man eine ältere Treiberversion benutzt, die zu Kernel und X-Server der verwendeten Distri passt.
      • ATI-Karten: kompliziert. Es gibt mehrere Treiber, closed und open source, einige bieten 3D-Beschleunigung für einige Karten, für andere aber wieder nicht. Daumenregel: Alles ab Rage Pro und Rage 128 sollte hardwarebeschleunigtes OpenGL unter Linux irgendwie können. Entweder den Mesa/DRI-Treiber oder (für Radeons z.B.) den proprietären FGLRX-Treiber benutzen. Auch hier gilt: Kernel und X-Server müssen passen.
      • Matrox: G200 und G400 haben einen Mesa/DRI-Treiber, Parhelia nicht. Die älteren Karten Millenium I / 2 und Mystique können nicht für Hardware-OpenGL benutzt werden, da allen bestimmte Hardware-Features fehlen (Millenium 1 kann z.B. keine Texturen darstellen)
      • S3: Für Virge und Trio3D gab/gibt es zwar noch Reste eines 3D-Treibers, der ist aber unfertig und funktionsunfähig. Karten mit diesen Chips sind für 3D-Beschleunigung außerdem zu langsam. Bei den Savage-Karten funktioniert zumindest der Savage4-Chip mit einem Mesa/DRI-Treiber (hab ich schonmal getestet), leider nicht sonderlich schnell.
      • 3Dfx: Der Quellcode für die GLIDE-Bibliotheken ist für alle(?) Voodookarten verfügbar, Binaries ebenfalls. Für Voodoo1 und 2 gibt es einen OpenGL-Glide-Wrapper (fxMesa), der zumindest für Quake 1 und 2 ganz gut funktioniert. Für Voodoo3 gibt es dann einen Mesa/DRI-Treiber (lief, glaube ich auch mit etwas Bastelei).
      • PowerVR: nix, keine Treiber.
      • Rendition: dito.
      • SiS: Irgendwas gibt es da, keine Ahnung, nie getestet.
      • Trident 3DImage: Reste eines DRI-Treibers existieren, Zustand unbekannt.
      • VIA/Unichrome: *kotz*

      Soundkarten, ISA wie PCI sind nicht ganz so problematisch. Aus den meisten bekommt man zumindest PCM-Sound raus, MIDI/Wavetable-Synths funktionieren aber nur selten. Entweder die ALSA-Treiber oder die älteren OSS-Treiber benutzen. Letztere gibt es auch in einer Closed-Source-Version mit größerem Funktionsumfang. Viele Linuxspiele möchten ein OSS-kompatibles /dev/dsp haben und zicken bei ALSA u.U. rum.

      Die restliche Hardware ist in der Regel unproblematisch, solange man keine exotischen Mainboards, Netzwerkkarten, etc. benutzt. Intel- und VIA-Mainboards sollten laufen, bei einigen älteren Boards um die Jahrtausendwende kann es aber Probleme mit kaputten ACPI-BIOS geben.

      Ich würde für ein altes Linuxsystem einen schnellen Pentium III oder einen Athlon hernehmen, um 2000 herum hatte ich z.B. einen Athlon500 auf einem Gigabyte 7IX im Einsatz, später dann ein Abit KT7A mit irgendeinem Athlon im GHz-Bereich. Grafik: RivaTNT2 und später Geforce 2 GTS, Sound: AWE64, dann SBLive, noch später Audigy2, die bis heute in meinem Hauptrechner lebt. Viel Arbeitsspeicher (512MB-1GB) sind auch nicht verkehrt. Ein i686-kompatibler Prozessor ist nicht zwingend notwendig, aber hilfreich, mein K6-III ist leider kein i686er, weswegen ich teilweise Software erst neu für Pentium-CPUs kompilieren muss, bevor sie läuft.

      Software: Welche Linuxdistribution benutzt wird, ist eigentlich relativ egal. Ich würde eine nehmen, wo Kernel und X-Server nicht allzu sehr verbastelt sind. Hier habe ich im Moment Slackware 11 im Einsatz. Debian sollte auch gehen. Früher hatte ich SuSE 6.0 und SuSE 7.3 im Einsatz, da müssten sogar noch die CDs bei mir rumfliegen.

      In jedem Fall wirst Du nicht umhinkommen, Dir Deinen eigenen Kernel zu patchen und zu kompilieren, Programmierkenntnisse sind also hilfreich :) Auch der X-Server muss wahrscheinlich ausgetauscht werden, wenn Du eine Grafikkarte verbauen möchtest, deren Treiber nur mit einer bestimmten X-Version kooperieren möchten. Für ein System um das Jahr 2000 herum würde ich zu Kernel 2.2 oder besser 2.4 (in der letzten Patchversion) greifen. Kernel 2.6 kann auch noch benutzt werden, aber viele Treiber für ältere Hardware (3D-Grafikkarten) liegt nur für Kernel 2.0 bis 2.4 vor. Du könntest natürlich einen Forward-Port auf 2.6 versuchen. Als X-Server wäre Xfree86 4.2 zeitlich passend, ein X.Org 6.9 geht aber meist auch noch. Spätere X-Server haben eine stark geänderte API, sodass die alten Grafiktreiber nicht mehr funktionieren.

      Inzwischen wird es auch immer schwerer, an die Quellpakete oder spezielle Patches für alte Treiber heranzukommen, die meisten Websites aus der Zeit sind inzwischen weg und die nötigen Infos damit für immer verloren. Das Internet Archive und die Wayback Machine helfen manchmal noch weiter.

      Spiele: Die Original-Linuxspiele auf CD zu bekommen, wird vermutlich schwierig, so gut haben die sich damals nicht verkauft. Bei einigen liegt der Quellcode vor (Quake-Reihe z.B.) und man kann die Datafiles einer Windowsinstallation benutzen. Ich hatte unter anderem Quake 2, Unreal, Conflict: Freespace, Descent 1,2 und 3 unter Linux am Laufen. Eines sollte man aber bedenken: Wenn für die Spiele kein Quellcode vorliegt, sondern nur Binärdateien, artet das Starten bisweilen in ein ziemliches Gebastel mit den passenden Bibliotheken aus. Einige Kandidaten erwarten z.B. eine ganz bestimmte Version der GlibC oder der LibSDL, starten sonst nicht oder stürzen irgendwie ab. Viele Versionen sind auch alles andere als fehlerfrei. Insgesamt ist das alles ein ziemliches Gefrickel.


      So, das ist im Moment alles, was mir noch dazu einfällt, ich hoffe, es ist nicht zu lang und unübersichtlich geworden.
    • Moin @tom4dos, habe ich Dich schonmal irgendwo gesehen? Hmm...
      Danke für Deinen ersten und ausführlichen Beitrag! Hast Du Dich extra oder u.a. auch deswegen hier angemeldet? :D

      Deine Erfahrungen decken sich in etwa mit den meinen, als ich das Pentium 233 MMX i586 Gentoo System aufgebaut habe.
      Die Grafik mitsamt OpenGL und eben der XServer samt Kernelabhängigkeiten, das ganze zirkulär, werden das größte Problem werden, ja.
      Moderne freie Spiele wie z.B. Dungeon Crawl mit Tilegrafik scheiterten leider am zu geringen OpenGL Befehlsumfang. Hier war ich dann mit AGP Port max. 2x auch begrenzt in der Grafikkartenauswahl bzgl. Release und OpenGL Version. Bessere PCI Karten dazu sind zeitaufwändig zu erstehen und/oder entsprechend teuer. Jedenfalls habe ich das dann nicht mehr weiterverfolgt.
      Das eben genannte Gentoo war Rolling Release, also up-to-date.
      Ist die große Frage, ob die Spiele nativ mit Kernel >= 3.xx.xx und XF86 >= xx.xx zurecht kommen mögen.
      Daher gilt es sicherlich den Punkt x an Datum zu finden, beispielsweise mal in den Raum geschossen "alles an XServern" bis Ende 2005.


      Quelle: de.wikipedia.org

      In der Zeittafel erkennt man: Der 2er Kernel reicht von Mitte 1996 bis Ende 2012.
      2.2 und 2.4 sollten mit 1999-2011 das meiste abdecken. Auch sollten damit die jeweiligen XServer in einer jeweiligen breiten Spanne - ich nehme mal 1-2 Jahre an bis zur nächsthöheren Abhängigkeit - in Relation zur gesamten Zeitspanne laufen; ggf. mit - hoffentlich - kleinen Anpassungen.

      Der ganze Beifang, Soundkarten, USB, Massenspeicher, Chipsätze, IDE/SATA Controller - da bin ich glaube ich Deiner Meinung - sollte kein Problem darstellen.
      Hier gilt es sicherlich für bestimmte Hardware x den frühesten Zeitpunkt an Kernel(modulen) herauszufinden. Für gewöhnlich ist dies aber bereits schon zu/ab Release der Hardware der Fall, bsplw. Soundblaster Audigy 2 ab 2003?!

      Nachfolgend gehe ich nochmal im Einzelnen auf diverse Dinge ein:

      Zunächst mal Danke für das kompakt zusammengefasste Teilen Deiner Erfahrungen mit Grafikchipsätzen und deren 3D/2D XServer Eigenheiten!
      Der "Einfachheit" halber werde ich mich vmtl. auf die drei beliebtesten Chipsätze fokussieren: nvidia, Ati und optional, jedoch sehr erwünscht: 3dfx.

      Meine Herangehensweise war bzgl. i586 Gentoo der OpenGL Support der Grafikkarten. Hierbei waren für mich die Daten von Wikipedia maßgeblich.
      Dort findet man z.B. für
      GeForce2: DX7, OpenGL 1.2 - Radeon7000: DX7, OpenGL 1.2
      GeForce3: DX8, OpenGL 1.3 - Radeon8000: DX8, OpenGL 1.4
      GeForce4: DX8, OpenGL 1.4 - Radeon9000: DX8, OpenGL 1.4 / DX9, OpenGL 2.0

      Ati hat hier was OpenGL Support angeht, meineserachtens etwas die Nase vorn.
      Welche der Karten genau mit welchem AGP Port zusammenarbeitet bleibt dabei noch herauszupuzzlen. Wäre dann ja eine Hardwareanforderung an das Board.
      Evtl. wären auch reine OpenGL Karten wie Quadro oder FireGL noch interessant. Das wäre aber evtl. wiederum so speziell, dass es später nicht alle nutzen könnten.

      tom4dos schrieb:

      Ich würde für ein altes Linuxsystem einen schnellen Pentium III oder einen Athlon hernehmen, um 2000 herum hatte ich z.B. einen Athlon500 auf einem Gigabyte 7IX im Einsatz, später dann ein Abit KT7A mit irgendeinem Athlon im GHz-Bereich. Grafik: RivaTNT2 und später Geforce 2 GTS, Sound: AWE64, dann SBLive, noch später Audigy2, die bis heute in meinem Hauptrechner lebt. Viel Arbeitsspeicher (512MB-1GB) sind auch nicht verkehrt. Ein i686-kompatibler Prozessor ist nicht zwingend notwendig, aber hilfreich, mein K6-III ist leider kein i686er, weswegen ich teilweise Software erst neu für Pentium-CPUs kompilieren muss, bevor sie läuft.
      Genau so stelle ich mir das auch vor, man kann einfach schneller damit arbeiten. "Runterbrechen" kann man das ganze bei Funktion dann immer noch, das ist das gute an Linux, es ist relativ portabel. Bzgl. schnellerem Arbeiten: Für die Pentium 233 MMX Kiste habe ich mir auf meinem Quadcore ein äquivalentes Linux mit i586 Buildumgebung eingerichtet. Auf dem 233MMX per NFS Export root freigegeben und dann per VM und/oder nativ im chroot gemountet und auf dem fixen Quadcore kompiliert. Flaschenhals war nur noch das 100 Mbit Netzwerk, sowie die U320 SCSI Platte im 233MMX. Ich werde ähnliches anstellen mit diesem Projekt.

      tom4dos schrieb:

      Software: Welche Linuxdistribution benutzt wird, ist eigentlich relativ egal. Ich würde eine nehmen, wo Kernel und X-Server nicht allzu sehr verbastelt sind. Hier habe ich im Moment Slackware 11 im Einsatz. Debian sollte auch gehen. Früher hatte ich SuSE 6.0 und SuSE 7.3 im Einsatz, da müssten sogar noch die CDs bei mir rumfliegen.
      Danke für die Tipps Richtung Distribution und "am wenigsten verbastelt". Slackware ist jetzt mehrfach genannt worden, auch außerhalb dieses Forums. Ich habe immer noch Gentoo im Kopf, aber da brauche ich Quellen bis Zeitpunkt 200x. Werde ich noch suchen und hoffentlich finden.
      Was sich evtl. auch anbietet wäre LFS, aber da stoße ich (noch) an die Grenzen meiner Kenntnisse. Der Rattenschwanz wäre unter Umständen dabei auch enorm.

      tom4dos schrieb:

      In jedem Fall wirst Du nicht umhinkommen, Dir Deinen eigenen Kernel zu patchen und zu kompilieren, Programmierkenntnisse sind also hilfreich Auch der X-Server muss wahrscheinlich ausgetauscht werden, wenn Du eine Grafikkarte verbauen möchtest, deren Treiber nur mit einer bestimmten X-Version kooperieren möchten. Für ein System um das Jahr 2000 herum würde ich zu Kernel 2.2 oder besser 2.4 (in der letzten Patchversion) greifen. Kernel 2.6 kann auch noch benutzt werden, aber viele Treiber für ältere Hardware (3D-Grafikkarten) liegt nur für Kernel 2.0 bis 2.4 vor. Du könntest natürlich einen Forward-Port auf 2.6 versuchen. Als X-Server wäre Xfree86 4.2 zeitlich passend, ein X.Org 6.9 geht aber meist auch noch. Spätere X-Server haben eine stark geänderte API, sodass die alten Grafiktreiber nicht mehr funktionieren.
      Kernel patchen und bauen ging hier teilweise schon im Halbschlaf mit 2 Promille, das sollte eigtl. gut klappen.
      Mit XServer - Danke für den Hinweis auf 4.2 und die API - habe ich mich noch nicht ausführlich beschäftigt, da habe ich genommen "was da war" und "sein musste". Darauf werde ich noch zu einem späteren Zeitpunkt zurückkommen.
      Zur zirkulären Abhängigkeit schrieb ich ja schon etwas. Mit 2.0 - 2.4 sollte man kernelmäßig auch gut versorgt sein.
      Mit verschiedenen Kerneln booten und per Script das umkopieren der XServer könnte eine Möglichkeit sein flexibel zu bleiben. Ein wenig Bash kann ich.

      tom4dos schrieb:

      Eines sollte man aber bedenken: Wenn für die Spiele kein Quellcode vorliegt, sondern nur Binärdateien, artet das Starten bisweilen in ein ziemliches Gebastel mit den passenden Bibliotheken aus. Einige Kandidaten erwarten z.B. eine ganz bestimmte Version der GlibC oder der LibSDL, starten sonst nicht oder stürzen irgendwie ab. Viele Versionen sind auch alles andere als fehlerfrei. Insgesamt ist das alles ein ziemliches Gefrickel.
      Sehr wohl. Das unterschreibe ich so.

      Das ganze auf einen Nenner bringen ist schon ein Projekt, mal sehen wie weit man kommt.

      -

      Kurzum ein konstruktiver und gelungener Post von Dir, so stelle ich mir eine Zusammenarbeit in einem Forum vor! :thumbup:
      Meine aktuelle HW-Suchliste
    • Wow. Danke für diesen umfangreichen Einblick. So tief bin ich damals nicht drin gesteckt im Thema. Aber dass was du schreibst ist dass was mir dazu auch durch den Kopf geht. Einfach zu viel Gefrickel und Gebastel. Und genau aus dieser Zeit hat Linux den Ruf her ein Bastel OS zu sein. Der Rückblick dorthin ist aber auf alle Fälle interessant. Ich selber würde bei Linux kaum weiter zurück gehen als die erste P3 Generation und Zeitfenster.
      Meine Vintagerechner: XT (NEC V20) #-# Epson XT portable #-# HighScreen 286@16MHz #-# L&P 286-20MHz #-# Cyrix 386DRx²-33/66 #-# ESCOM Black Slim Am386DX@40MHz #-# IndustriePC Am5x86-133 #-# Cyrix 5x86@100 VIP #-# Libretto 50CT #-# && 1x Sockel 8 & 3x Sockel4 (60MHz + 66MHz)
    • Wobei ein System mit damaligen Windowmanager wie beispielsweise KDE 1.x schon seinen Reiz hat. Für mich muss es nicht viel können. mp3 Dateien abspielen mit dem mp3blaster und etwas Internet. Spiele darauf oder gar Videos zu schauen drauf ist schon wieder zu viel Aufwand (Codecs, aber auch Leistung).

      @jedcooper, die Idee das OS passend über das Netzwerk auf einem anderen Rechner zu kompilieren ist schlicht genial. Wie geht man dabei vor?
      Meine Vintagerechner: XT (NEC V20) #-# Epson XT portable #-# HighScreen 286@16MHz #-# L&P 286-20MHz #-# Cyrix 386DRx²-33/66 #-# ESCOM Black Slim Am386DX@40MHz #-# IndustriePC Am5x86-133 #-# Cyrix 5x86@100 VIP #-# Libretto 50CT #-# && 1x Sockel 8 & 3x Sockel4 (60MHz + 66MHz)
    • jedcooper schrieb:

      Moin @tom4dos, habe ich Dich schonmal irgendwo gesehen? Hmm...

      Joah, kann sein :)

      jedcooper schrieb:

      Ati hat hier was OpenGL Support angeht, meineserachtens etwas die Nase vorn.
      Welche der Karten genau mit welchem AGP Port zusammenarbeitet bleibt dabei noch herauszupuzzlen. Wäre dann ja eine Hardwareanforderung an das Board.
      Evtl. wären auch reine OpenGL Karten wie Quadro oder FireGL noch interessant. Das wäre aber evtl. wiederum so speziell, dass es später nicht alle nutzen könnten.

      Bei ATI haben mich die Treiber immer etwas abgeschreckt, aber ich hatte auch mal eine Radeon 9800 mit dem Mesa/DRI-Treiber in Betrieb. Dass die OpenGL 2.0 kann, nützt aber nicht so viel, wenn der OpenGL-Treiber unter Linux nur OpenGL 1.1 oder 1.4 kann. NVidia ist einfacher zum Laufen zu bringen.
      Die professionellen Karten müssten auch laufen, zumindest für die FireGL gab/gibt es wohl Linuxtreiber. Allerdings sind diese Karten auf das schnelle Erzeugen von untexturierten geometrischen Objekten ausgelegt und bei Spielen daher möglicherweise langsamer.

      jedcooper schrieb:

      Danke für die Tipps Richtung Distribution und "am wenigsten verbastelt". Slackware ist jetzt mehrfach genannt worden, auch außerhalb dieses Forums. Ich habe immer noch Gentoo im Kopf, aber da brauche ich Quellen bis Zeitpunkt 200x. Werde ich noch suchen und hoffentlich finden.Was sich evtl. auch anbietet wäre LFS, aber da stoße ich (noch) an die Grenzen meiner Kenntnisse. Der Rattenschwanz wäre unter Umständen dabei auch enorm.

      Gentoo zu benutzen ist vielleicht doch etwas hart, allein die Kompilierzeiten auf alten langsamen Systemen sind schon recht lang. Ich habe mich für Slackware entschieden, weil es ein sehr simples System zum Erstellen von Binärpaketen hat und auch ansonsten, insbesondere beim Init-System, schnörkellos und einfach zu verstehen ist. Außerdem werden die meisten Sachen (Kernel, X11, Bibliotheken) "so-wie-sie-sind" verwendet und nicht, wie bei SuSE oder Ubuntu, halb totgepatcht...

      jedcooper schrieb:

      tom4dos schrieb:

      Eines sollte man aber bedenken: Wenn für die Spiele kein Quellcode vorliegt, sondern nur Binärdateien, artet das Starten bisweilen in ein ziemliches Gebastel mit den passenden Bibliotheken aus. Einige Kandidaten erwarten z.B. eine ganz bestimmte Version der GlibC oder der LibSDL, starten sonst nicht oder stürzen irgendwie ab. Viele Versionen sind auch alles andere als fehlerfrei. Insgesamt ist das alles ein ziemliches Gefrickel.

      Sehr wohl. Das unterschreibe ich so.
      Das ganze auf einen Nenner bringen ist schon ein Projekt, mal sehen wie weit man kommt.

      Na ja, man kann immer klein anfangen und sich dann langsam steigern :)
      Wir *müssen* uns ja nicht mehr mit dem ganzen alten Kram herumschlagen und nach Lösungen suchen, zumindest ich mache das, weil es mir Spaß macht und ich gerne an alten Systemen rumschraube und versuche zu verstehen, wie sie funktionieren. Außerdem, wenn man nach Stunden des Bastelns und Ausprobierens unter Linux dann endlich die Soundkarte zum Krach machen oder die Grafikkarte zum "Quake"-machen gebracht hat, ist das ja auch ein ganz nettes Erfolgserlebnis...

      jedcooper schrieb:


      Kurzum ein konstruktiver und gelungener Post von Dir, so stelle ich mir eine Zusammenarbeit in einem Forum vor!

      Vielen Dank! :D
    • Habe eben mal geschaut, bei Slackware liegen auf den Spiegelservern teilweise sogar noch die 1.x-Versionen rum. Da kann man also frei wählen. Kann mich noch erinnern, wie Patrick Volkerding damals den Versionsnummernsprung von 4 auf 7 rechtfertigte, der Schlawiner. :D

      mirrors.slackware.com/mirrorlist/

      Aber @tom4dos schon schrieb, die eingesetzte Distribution ist im Prinzip egal und in erster Linie persönliche Geschmacksfrage. Jeder Jeck ist anders. ;)
    • Also bei mir laufen die alten Linux Games immer noch auf einen fast/aktuellen PC :O
      Da hab ich bisher keinen Retro PC gebraucht.

      Manchmal muss man eine ältere Libary mit reinkopieren oder aus einen chroot starten aber ansonsten.
      Quake 3 geht sogar mit OSS Sound wenn man die Compaq vom Kernel drin hat.
      Wolfenstein auch.
      UT99, UT2003, UT2004
      sogar Myth läuft..
      Quake 4, Doom 3

      Andere Games zockt man besser mit neuerer Binary, warum Q3 mit der uralt Bin spielen wenn man ioquake mit alsa hat ?
      Der Code ist portable und läuft sogar auf Sparc.

      Quellcode

      1. sudo -i
      2. echo "wolfsp.x86 0 0 direct" > /proc/asound/card0/pcm0p/oss
      3. echo "wolfsp.x86 0 0 disable" > /proc/asound/card0/pcm0c/oss
      4. exit

      3Dfx unter Linux ist nix, weils über einen Wrapper läuft und das macht das ganze sehr lahm.
      Am besten wäre eine Radeon.
      Z.b. Radeon 7500 wenns auf GeForce 2 Niveau laufen soll.
      Suche Nexgen 5x86 ^^
    • Ich sag mal so, einen Versuch ist es Wert.

      Und wenn der Thread "nur" dazu dient - für aktuelles Linux -
      • chroot Scripts
      • eigene ggf. modifizierte Binaries
      • Hilfe bei XServern oder fertige angepasste XServer
      • Speedhacks, Tipps und Tricks
      • Repos
      • rootfs
      • OpenGL Hacks
      • Kernelconfigs grade für alte Hardware
      beizutragen und auszutauschen - das ist jdf. meine Vorstellung;
      So wäre das doch eine feine Sache.

      Grade wird der Kernel von gentoo auf dem Athlon fertig :D Eine VM ist parallel schon aufgesetzt. Damit fange ich erstmal an und hangel mich nach unten in den nächsten Wochen.
      Eine wenig automatisierte Umgebung macht und lässt einen Fit und Wach im Kopf und den Blick auf "Lowlevel" nicht verlieren. IMHO
      Im übrigen kann man eigentlich - in diesem Fall bis auf X - alles in der schnellen VM machen und dann das ganze rootfs oder Teile davon (z.B. Kernel) einfach rüberschmeissen (rsync, tar mit preservation), das ist das gute an Linux und der Grund, warum ich es als Systembuilder gerne verwende. Quasi portabel.

      Zu gentoo möchte ich noch persönlich hinzufügen:
      Restlos alles ist da für die Architektur oder CPU gemacht und lauffähig, die man angibt (oder niedriger). Es gibt kein "Glück", es läuft 100%. Dass ein auf AMD64 gebautes i586 Paket doch noch Reste von 64Bit oder i686 in Calls oder Deps enthält - kam schon bei den besten Distros vor, eigene Erfahrung auf nicht-64Bit Kisten. Der Support dafür schwindet seit Jahren erheblich.
      Es ist sicher etwas für Enthusiasten: Das reicht von Placebo bis hin zu einigen Prozent Mehrleistung. Ist aber hauptsächlich durch Minimalismus in den Paketen, als durch echte CPU Optimierung der Fall. Auch, weil der Ansatz verfolgt wird "Es läuft nur das, was du selbst einstellst" und selten fertige Allroundconfigs oder Pakete oder Flags beim Kompilieren dabei sind, die die ganzen Pakete, Binaries und Deps aufblähen. Weiterer Vorteil es ist schnell ein static gebaut, wenn es sein muss.
      Geht alles, wenn man will und teilweise umbiegt auch mit anderen Distros, da ist aber meist vorher schon der "Bloat" drin, was auch Abhängigkeiten erzeugt und ist eben per Design nicht gewollt oder dafür gemacht.
      Man kann sich seine eigene Welt (ja das heisst bei gentoo tatsächlich so) erzeugen, sichern, vorhalten und wieder komplett neubauen mit wenigen Anpassungen und Befehlen. Per Design.
      Soweit die Liebeserklärung an gentoo, Danke für Ihre Aufmerksamkeit!
      Meine aktuelle HW-Suchliste

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    • Benjamin92 schrieb:

      Versuche gerade, die Beiträge ein bissel nachzuvollziehen.
      Seh ich das richtig? Gentoo ist das Allheilmittel für alte Hardware und Spiele?
      Muss ich mich wirklich mal mit beschäftigen, das komplizierteste, was ich bis jetzt durchkonfiguriert habe, was Arch Linux. Sonst verwende ich Debian, aber das schein ja recht bloatig zu sein, laut den Aussagen hier.

      Allheilmittel bestimmt nicht, das gibts nicht, schon gar nicht unter Linux. Der Vorteil von Gentoo ist halt, dass es ein sehr gut durchdachtes Build-System hat, man kann sich genau aussuchen, was man als Funktionalität eingebaut haben möchte und was nicht. Außerdem kann man dann einigermaßen sicher sein, dass das Ergebnis dann auch auf dem eigenen Rechner läuft, selbst wenn dieser schon älteren Datums ist. Diese Flexibilität erkauft man sich aber damit, dass man wirklich *alles* selbst kompilieren und konfigurieren muss, da es (fast) keine vorgefertigten Binärpakete gibt. Auf alten Rechnern kann das schonmal recht zeitintensiv werden. Am Ende kommt es halt wieder drauf an, was man eigentlich mit so einem alten Rechner unter Linux eigentlich anstellen möchte. Eine "historisch korrekte" alte Linuxdistri aufspielen? Einfach nur alte Software oder Spiele ans Laufen bringen? Ich habe mich z.B. dafür entschieden, das Linux auf meinem "Alteisen" dazu zu benutzen, alte Hardware (Grafik, Sound) ans Laufen zu bekommen und zu verstehen, wie sie funktioniert und was man damit noch so alles anstellen kann.

      matze79 schrieb:


      3Dfx unter Linux ist nix, weils über einen Wrapper läuft und das macht das ganze sehr lahm.

      Würde ich so nicht sagen, die 3Dfx-Karten sind auch unter Linux relativ schnell. Ich habe gerade eine Voodoo3 bei mir eingebaut, Descent3 und UT laufen da selbst auf meinem K6-III einigermaßen akzeptabel. Schnell ist zwar anders, der K6 ist für diese Spiele auch unter Windows dann doch schon etwas zu schwach, aber immerhin... Das mit dem Wrapper stimmt zwar, ist unter Windows aber nicht anders: OpenGL wird auch da auf die Glide-API übersetzt, für Quake & Co gibts ja auch da diese sogenannten MiniGL-Treiber. Da OpenGL und Glide von der Struktur her, glaube ich, nicht allzu verschieden sind, ist der Geschwindigkeitsverlust gering.
      Das Problem ist eher, dass die Treiber nicht fehlerfrei sind und immer wieder Grafikfehler verursachen. Das ist bei nVidia und auch bei den Radeon-Karten besser. Die waren (und sind) wesentlich weiter verbreitet, der Treibersupport ist einfach besser.
    • Tja, ich hab' nur ein "PCI-only" System mit K6-III - das schränkt die Auswahl der Grafikkarten etwas ein... Eine Rage128 liegt bei mir als AGP-Version rum, als PCI hab ich hier nur eine Rage Pro.
      Weil's so schön ist und weil es mich jetzt doch interessiert hat, habe ich mal die Grafikkarten aus meinem Bestand mit funktionierender Linux-3D-Untestützung mit Quake2 "vermessen". Ergebnis ist wie folgt:

      KarteLinux XFree86Linux X.OrgWindows 98SE
      Riva TNT38.735.248.1
      Voodoo230.730.349.3
      Voodoo343.031.948.5
      Rage Pro16.815.324.0
      Savage4 Pro19.217.655.8
      PowerVR Kyro23.1----37.9



      System: AMD K6-III@450MHz, Intel 430TX Mainboard, 128MB RAM, AWE32
      Linux: Slackware 11, XFree86 4.4 und X.Org 6.9, Kernel 2.4.37.11
      Quake2 demo1 timedemo, 640x480 fullscreen

      Ich habe zwei Linuxinstallationen, eine mit neuerem X.org Server und eine mit XFree86 4.4 für ältere Treiber, die X.org nicht unterstützt. Die PowerVR Kyro ist so ein Fall.
      Der ältere XFree86-Server war durchgehend schneller, die schnellste Karte unter Linux ist bei mir die Voodoo3, gefolgt von der RivaTNT (Treiber hier war NVidia 23.13, spielt aber keine große Rolle, welche Version). Der PowerVR-Treiber war 2.00.20-0234, alle neueren Versionen sind bei mir abgestürzt.
      Im Vergleich mit Win98 sind alle Karten langsamer unter Linux, teilweise sogar erheblich. Man sieht deutlich, dass die Treiber alles andere als optimiert sind, nur Voodoo3 und RivaTNT kommen zumindest in die Nähe der Windows-Leistung. Das war aber zu erwarten (und ist teilweise bei modernen Systemen bis heute so...). Nimmt man unter Linux Spiele her, die die Glide-API direkt unterstützen (Descent3 und Unreal Tournament z.B.) sind die Voodoos deutlich schneller als die RivaTNT. Wie's mit Radeon-Karten aussieht, kann ich mangels Hardware nicht sagen, vielleicht besorge ich mir mal eine Radeon9200 als PCI-Version.

      PS: Die blöden ATI-Treiber haben mir übrigens meine Win98-Installation verseucht und die Systemleistung mal eben um 60% reduziert. Deinstallationroutine ging natürlich nicht, ich musste die Treiberdateien einzeln manuell löschen. Ich kann nicht behaupten, dass mir ATI-Karten dadurch sympathischer werden...