Atari ST anno 2019 Jumpstart

  • Das der @vad4r scheints eine Koryphäe ist, und der Rest des Boards nichts von einem privaten Wortwechsel hat, mach ichs hier mal public.
    Infos in die Tiefe sind gerade gar nicht so gefragt, eher in die Breite, dass ich weiss, womit ich dies ominöse Google füttern muss.
    Danke im Voraus


    Meine Fragen:
    1. welche moderne Technologie gibt es, um aus dem ST einen FrankenSTein zu machen, also Platten durch Flash oder IDE zu ersetzen, Floppy durch Gotek, USB Gamepad
    2. Taugt das Video? https://www.youtube.com/watch?…ontinue=749&v=SOhRBR66DS0
    3. Der ST erkennt glaubs am angeschlossenen DIN Kabel, welche Auflösungen er darstellen darf .. Bastelanleitung habe ich gefunden .. gibts ein Universalkabel fixfertig von Ratiopharm?
    4. Wie reagiert ein Widescreen Monitor auf die Signale vom ST .. in die Breite gestreckt? Wenn wenigstens die monochromen 640x400 in einem halbwegs erträglichen Verhältnis erscheinen, wär ich schon ganz happy. 320x200 wären die Kür, aber die krieg ich von meinen Dos-Kisten auch übermässig gestretcht. :(
    5. Signum oder Script .. kann man die mit Druckern anno 2019 verheiraten?

  • Ich bin bestimmt kein Fachmann, habe mich aber schon etwas mit dem ST auseinandergesetzt.
    Dank Omi hatte ich früher Amiga und ST gleichzeitig, daher hab ich auch beide liep :love: und das hat sich in all den Jahren nicht geändert.


    • Es gibt natürlich das Gotek, dazu bei 2. mehr. Ansonsten gibt es für den ST das Gigafile und das Ultrasatan. Beides Suchbegriffe die mit ST zum Erfolg führen. Beide Versionen gibt es ex- und intern, beide haben Vor- und Nachteile, beide habe ich noch nicht ausprobiert.
    • Video hin oder her, ich würde mich an FlashFloppy halten. Davon gibt es recht viele Anleitungen und Videos im Netz und es funktioniert problemlos. Wenn bei dem ST keine Disketten mit bei wahren, kann man auch das interne LW gegen ein Gotek austauschen.
    • Scartkabel für den ST gibt´s fürn fairen Kurs bei Ebay, Bauanleitungen bei Google. Der ST beherrscht 3 Auflösungen, low und mid sind zum zocken geeignet und nur diese Auflösungen gehen mit dem Scartkabel an einem Fernseher, high ist eher was für den SW Monitor.
    • Siehe 3. Die Auflösung kann man über Scart vergessen und auf high ist es wie beim Amiga, nicht viele TFT können die Auflösung darstellen. Das können andere besser erklären, für mich haben immer low und mid gerreicht.
    • Keine Ahnung, wenn ich was drucken wollen würde, hätte ich die passenden Drucker aus der Zeit da.


    Was noch zu beachten ist:
    Für Amiga gibt es WHDload, was eigentlich alles erschlägt. Für das Ultrasatan gibt es bei Lotharek ein nettes Image, aber da ist halt nicht alles bei und viel geht halt über diese Lösung nicht oder muss mühselig selbst erstellt werden. Gigafile und Ultrasatan verhalten sich wie Festplatten, mit denen man normal am ST arbeiten kann.


    Atari ST Disketten (720kb) können am PC beschrieben werden. Es gibt Tools, mit denen man auch Images auf eine ST Disketten laden kann. So kriegt man schnell die ersten Daten auf die Kiste. Am Anfang habe ich auch Daten mit einem Nullmodemkabel kopiert. Da gibt es kleine Tools und super Anleitungen auf YT.
    Gerade diese beiden Punkte sind interessant, wernn der ST über eine Festplatte (Megafile) verfügt....

  • Es gibt noch einige Möglichkeiten, dem Atari ST ein internes IDE-Interface zu verpassen, z.B. hier. Das ist aber meist mit viel Basteln und Löterei verbunden, teilweise muss der Hauptprozessor ausgelötet werden.
    Die externen Module am DMA-Port sind zwar teuer, aber deutlich komfortabler.
    Was die Videoausgabe angeht: Low- und Mid-Res sind 15kHz-RGB-Modi, ein Fernseher mit RGB-fähigem SCART-Anschluß (plus Adapterkabel) kann die darstellen. Wie das dann aussieht - naja, hängt vom Fernseher ab. Kann ziemlich grausig aussehen, wenn es z.B. ein Flachbildfernseher ist und der sich nicht richtig mit dem ATARI-RGB-Signal synchronisieren mag...
    ST-High-Res ist, glaube ich, 640x400 Monochrom bei ~31kHz horizontal und 70Hz vertikal. Das können viele TFTs noch anzeigen, ob das Bild dann toll aussieht, ist wieder eine andere Sache.
    Ich hab meine Ataris (und auch meinen A1200) meist an einem Flachbildfernseher hängen, einmal per VGA für Mono, und einmal über SCART für Farbe/Spiele. Das funktioniert einigermaßen, produziert aber im Mono-Modus schwarze Ränder und flimmert manchmal. Flash-Floppys benutze ich gar nicht, meine "Kleinen" bekommen nur Disketten zu futtern :D Ich bin da eher Purist...
    Datenaustauch mit PC geht da entweder über Disketten, PARCP mit Parallelport-Kabel oder, wenn es große Datenmengen sind, bau ich auch mal die SCSI-Platte aus und hänge die direkt an den Rechner.

  • So ein USB-TTL-Wandler kostet ~3€?


    In den Videos wird ja alles genau erklärt, lohnen tut es sich wirklich. Ich würd auch gleich noch ein OLED Display kaufen, das kostet denn nochmal 3€ oder so.....


    Ich brauch noch eine SCSI Platte für einen Mega STE, meine ist mir leider abgefahren :(

  • In den Videos wird ja alles genau erklärt, lohnen tut es sich wirklich. Ich würd auch gleich noch ein OLED Display kaufen, das kostet denn nochmal 3€ oder so.....

    Jo, das OLED lohnt sich voll! Und ist wirklich einfach einzubauen.


    Bei der Gelegenheit würde ich auch gleich noch einen Piezo ranhängen, um wenigstens irgendein Zugriffsgeräusch zu haben.


    Ich habe das mit einer kleinen Verstärkerschaltung und einem Lautsprecher aus einem TFT realisiert, klingt deutlich voller.

  • @oerk


    Da spricht der Selbstbau-Verstärker-Bastel-Wastel!


    Gute Lautsprecher kann man quasi fast selber bauen, nicht wahr? :D

    :freak RetroComputerPoPe - Dr. (Ehrenhalber) Darius von Bernstein - Grünstein - Lötstein :freak


    * Bezwinger der EIZO ( ͡° ͜ʖ ͡° ) *


    Päpstlicher DOSianer mit mittlerweile jeder DOS-Architektur (XT/286/386/486/586/686...)
    Status: Don't mess with the RetroPoPe / Erweiterter Amateur mit der unoffiziellen Bräter-Lizenz *g*

  • Gute Lautsprecher kann man quasi fast selber bauen, nicht wahr?

    Natürlich kann man, mit dem entsprechenden Wissen und Equipment.


    Wobei das hier sehr Low-End mit LM386 und Mini-Lautsprecher ist, voller als so ein Piezo klingt es allemal und mit etwas Phantasie gar nicht mal so weit von einem Floppy weg (ist ja nur das Brummen eines Schrittmotors).


    Also falls jemand Floppy-Emulation nur aus dem Grund ablehnt, weil er/sie dann nix mehr hört - das ist die Lösung!

  • Hier steht er jetzt. Das Geld wäre i. Ü. Schon gut angelegt gewesen für den Schwatz mit dem Verkäufer. Der Herr hat programmiert und Musik gemacht. Allein drei fette Applikationen zum Musikmachen mit Hardwaredongle zeugen davon. Handbücher in Ringordner und Einzelseiten.

  • Das Gotek intern als LW A. Extern als B bringt es nicht soooo viel, da die meisten Spiele von dort aus nicht booten.
    Es gibt Baupläne für einen Bootselector (externe LW per Schalter als A definieren), damit habe ich mich aber noch nicht beschäftigt.


    Die Megafile Festplatten sind schon toll, hab hier mal ein Video von einer 60er hochgeladen (Seagate ST-277R):
    Ohrenschmaus - Festplattensounds für Liebhaber

  • Für den normalen ST gibt extra Einbaurahmen bei Ebay aus dem 3D Drucker. Weiter oben hat schon jemand geschrieben wie er es ohne eingebaut hat.
    Bei einem Mega musst Du mal schauen, kann man bestimmt selbst was basteln - aber bitte nix am Atari Gehäuse schnippeln ^^

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