Industriemainboard mit ISA Slot

  • Hi,


    keine Angst ist alles nur Theorie, mein Kumpel und ich sind nur neugierig.



    Beim Brainstormen der wunderlichsten Retro-Hardwarekombinationen kam ich auf Industriemainboards zu sprechen, die trotz halbwegs moderner Hardware-Unterstützung immer noch einen ISA Slot besitzen.



    Soll ich es abkürzen? Sandy Bridge CPU und ISA Soundkarte unter DOS? [Blockierte Grafik: https://www.dosforum.de/images/smilies/icon_e_wink.gif]



    Selbst auf meinem betagten Sockel 1150 Board muss ein Brückenchips herhalten, um PCI (ohne -E) zu ermöglcihen.


    Kann mir nicht vorstellen, dass es sich um einen vollwertigen kompatiblen ISA-Slot handelt. Oder eben doch?



    Mein Kumpel der Generation deutlich nach DOS ist, kam sogar auf die Idee eine ISA Grafikkarte zu verwenden.



    Das DOS generell (ohne Sound) auf neueren PC`s lauffähig ist, habe ich schon gesehen. LGR auf Youtube z.B.



    Ach so falls das erlaubt ist hier das Beispielboard von Ebay. Ist uns ein wenig zu teuer.^^


    https://www.ebay.de/itm/LGA1155-Core-i7 ... SwPQlfMUZW



    Also was meint ihr? High-End DOS-PC mit Sound?



    Neugierige Grüße!

  • Leider hast du richtig gedachtet, dass es nicht vollwertige ISA ist. Brückenchip ist meist ITE8888F/G



    Ich habe jobbedingt Zugriffe zu solchere Zeug.

    Intel ATOM D525 mit ISA, Core2Duo-basis mit ISA, etc.

    Aber ich kann sagen: Industrie hat schon länger von ISA verabschiedet...


    Alle hat ein Gemeinsam: Ich kann nicht Tektronix Abgleichprogramm auf dieser System durchführen. (Es verhält genauso in läuffähige K6-2 System mit falsch eingestellte DMA Kanal) Ich habe noch nie mit ISA Grafikkarte auf dieser System ausprobiert.


    Anhand dieser Erkenntnisse: DMA-Funktion ist mit dieser Brückenchip recht eingeschränkt bis nicht vorhanden.


    Grüss

    Matt

  • Diese Mainboards sind für spezielle Zwecke konzipiert um bspw. teure oder einmalige Messkarten / Sondenkarten auf ISA Basis weiter verwenden zu können. Oftmals war es so, dass diese speziellen ISA Karten sehr teuer waren oder eben nur für diesen einen Zweck entwickelt wurden. ISA ist recht einfach gestrickt weswegen sich die Karten auch heute noch weiter verwenden lassen. Für eine DOSe zum spielen ist dieses Mainboard eher weniger gedacht und geeignet. ISA Soundkarten sollten auch mit Win 7 oder später nicht mehr laufen.

    Meine Vintagerechner: XT (NEC V20) #-# Epson XT portable #-# HighScreen 286@16MHz #-# L&P 286-20MHz #-# Cyrix 386DRx²-33/66 #-# ESCOM Black Slim Am386DX@40MHz #-# IndustriePC Am5x86-133 #-# Cyrix 5x86@100 VIP #-# Libretto 50CT #-# && 1x Sockel 8 & 3x Sockel4 (60MHz + 66MHz)

  • Danke Leute, ist wie gesagt nur ein Gedankenexperiment.

    Ich finde solche Gedankenexperimente auch sehr spannend und verlockend.


    Eben fragte ich mich, ob ich bspw. Win 10 auf mein Dual P3 Tualatin bekomme, geht aber nicht wegen fehlender CPU Befehlssätzen. Schade eigentlich, aber da hat MS es richtig gemacht und alte Zöpfe abgeschnitten.

    Meine Vintagerechner: XT (NEC V20) #-# Epson XT portable #-# HighScreen 286@16MHz #-# L&P 286-20MHz #-# Cyrix 386DRx²-33/66 #-# ESCOM Black Slim Am386DX@40MHz #-# IndustriePC Am5x86-133 #-# Cyrix 5x86@100 VIP #-# Libretto 50CT #-# && 1x Sockel 8 & 3x Sockel4 (60MHz + 66MHz)

  • Ich kann zu dem Thema folgendes Video von manawyrm empfehlen. Es geht darum, dass man ISA komplett über USB anbindet. So weit ich es verstanden habe wurde dort die Hardware zur VM durchgeschleift, aber so könnte ein Retro PC der Zukunft aussehen. Ein Schmalspur Linux als Bootloader auf einer modernen Maschine, der in wenigen Sekunden eine VM mit DOS bootet und all das ISA Zeug steht in echt zur Verfügung. Dieses Projekt finde ich echt Wahnsinn! Vielleicht kann manawyrm etwas mehr dazu sagen. Jedenfalls möchte ich es irgendwann unbedingt ausprobieren.


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  • Danke! Das Video ist cool. Übsteigt meine technischen Fähigkeiten bei weitem aber cool. ;)


    Nicht schlecht das Handbuch zum Board. Habe nur schnell durchgescrollt, aber nix zum ISA Slot gefunden, außer das er da ist.

  • Guten Abend

    Sack84


    So wie matt angedeutet sind hauptsächlich die direkten Zugriffe,

    das Hauptproblem,

    dann spielt auch noch eine Rolle der frühere Software aufbau, die darausfolgenden Latenzzeiten, die anzupassenden Firmwareanteile usw.


    Screenshot_20210405_215525_com.google.android.apps.docs.jpg

  • Vielleicht kann manawyrm etwas mehr dazu sagen

    Jaa ^^


    Das ist ein durchaus spannendes Projekt, vorallem halt sehr angenehm flexibel.

    USB als Transport-Protokoll war zwar sehr einfach, hat sich aber (aufgrund der hohen Latenz) als Performancekiller herausgestellt.


    Eine Eigenbau ISA zu PCI(e) Brücke wäre der Goldstandard. Allerdings nicht (wie die oben verlinkten Chips) so, dass dann am Ende die Karte nativ gemapped ist,

    sondern in seperaten Adressräumen. Die Karte würde also gegenüber dem PCI(e)-Rechner als einzelne Karte erkannt und könnte von einer Software wie QEMU, DosBox, PCem, etc. angesprochen werden und dann die ISA-Slots nutzen.


    Ein weiterer Vorteil davon wäre die Kompatibilität zu den immer größer werdenen ARM CPUs, die meisten ARM-Chips können keine I/O-BARs auf PCI(e)-Geräten mappen, damit fällt dann ein Ansprechen von z.B. VGA-Grafikkarten vollkommen flach, weil man die I/O-Register (0x3C0 usw.) nicht angesprochen bekommt. Mit einer PCI->ISA Emulationbridge-Karte würde das einfach alles als Memory gemapped werden und würde wunderbar klappen.


    Um das genauso umzusetzen muss ich leider noch etwas mehr über FPGAs und über PCI lernen, machbar ist das aber auf jeden Fall. Wann ich dazu mal Lust (und genug Urlaubstage) finde, muss sich noch zeigen :D.

    Mir schwebt da (zunächst) eine Karte mit PCI, Lattice ICE40HX8K FPGA und einem ISA-Slot (sowie den nötigen Levelshiftern) vor. Später könnte man dann eine PCI->PCIe Bridge wie die ASM1085 gleich mit verbauen.


    ... wenn das dann PCI ist, wäre auch ein ISA auf Thunderbolt Adapter durchaus möglich. Das wäre noch eine andere, interessante Mechanik. Ich nutze aber aktuell nur AMD-Rechner, deswegen werde ich diese Möglichkeit nicht weiter erforschen.


    Viele Grüße,

    Tobias

  • Wenigsten ist I/O Adressebereich nur 64kb gross. D.H. Man kann den I/O Addresse intern in FPGA als MMIO (wie du schon gesagt hast) erzeugen, ab 16MB Adresse-bereich (ISA hat 24Addr.Leitung = 16MB lineare Speicherzugriffe , PC-Bus nur 1MB ).


    Ja, I/O Adresse ist gewissene Intel-Spezialität. Ich habe diverse System-Architektur angeguckt bzw. angefasst. 68k hat keine I/O, PowerPC ebenso nicht.. So richtig habe ich auch nicht beschäftigen, dass meine Aussage mit I/O und Intel-Spezialität nicht 100% sicher ist.


    Auch ich habe wegen VLB Geschichte diverse über PCI gelernt, aber ich brauche auch Zeit dafür, da ich nicht ganz 100% verstanden haben.


    Lattice ist bei mir wegen nervige Sanduhrlizenz gestorben, passende Hardware und Bretter liegt bei mir nur rum. (ECP3-150 ist drauf)

    Ich kann dir es eintüten, wenn du magst.


    Grüs

    Matt

  • Lattice ist bei mir wegen nervige Sanduhrlizenz gestorben, passende Hardware und Bretter liegt bei mir nur rum. (ECP3-150 ist drauf)

    Jau, deswegen ist bei mir die Wahl auch auf die ICE40 gefallen. Ich weiß noch nicht, ob die genug Platz für die ganze Sache haben, aber die Toolchain gibt es komplett in Open-Source und Linux lauffähig :)

    Mit http://www.clifford.at/icestorm/ -- aka IceStorm, Yosys, Arache-PNR lässt sich das problemlos nutzen :)

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