Siemens PCD-5ND





  • Prolog...
    Eigentlich wollte ich hier im Thread "Was habt ihr heute so gebastelt" einen kommentar Verfassen, hab mich aber doch dazu entschieden den Siemens komplett vorzustellen.
    Dieser Thread darf gerne als Sammelthread zu dem Modell genutzt werden, @nicetux hat ja ebenfalls einen erwichtelt. Meine Infos versuche ich hier zusammen zutragen.


    Usprünglich kommt er von einem Flohmarkt wo ich ihn vor ein paar Jahren für 3,50€ (kein Scherz) gekauft habe.
    Daneben lag noch ein weiteres Siemens Notenbook was ich (warum auch immer) liegen lassen habe...


    Zwischenzeitlich hatte ich versucht das Gerät mangels Platz und Interesse weiterzugeben, der Handel mit @nicetux, hier schließt sich der Kreis wieder, kam aber nicht zu stande.
    Vielleicht auch garicht schlecht, denn ich habe festgestellt, wenn es erstmal läuft, dann vernünftig!


    Das Notebook (kann man das eigentlich so bezeichnen?) habe ich mit Windows 95 erhalten, installiert waren noch ein paar Telekom Programme und einem PCMCIA Modem, vmtl. war es ein Gerät vom Kundendienst.
    Das System habe ich mir dann relativ schnell mit einem Windows fehler (PCMCIA CF Karte) komplett abgeschossen. Das Disketten-Laufwerk war zu dem Zeitpunkt noch defekt.


    Jetzt kurz vor Weihnachten habe ich mich mit dem Teil noch mal intensiver beschäftigt.


    Systemdaten:
     


    Weitere Informationen zum Aufbau des PCD-5ND:
    Hier freaked eigentlich schon alles wichtige zusammen getragen.
    Verlinkt sind dort Handbücher, Treiber (Sound nur für Win) und das letzte BIOS.
    http://www.retrospace.net/infoseiten/readm.php?id=19&highlight=siemens (seit April 2020)


    Netzteil:
    Da das original nicht auffindbar war wurde es mit anderen Netzteilen getestet.
    Steckernetzteile (z.B. von alten USB-Festplatten) funktionieren mit 12V 2A, es gehen aber auch 1,5A.


    Installiert habe ich aktuell DOS 6.22 und die Treiber für den Trackball (im Anhang).


    Soundkarte:
    Verlötete ESS688 mit OPL3!.
    Die ESS braucht nicht installiert werden, im BIOS werden die Standardeinstellungen definiert, sodass es reicht die ESSCFG und ESSVOL mit den passenen Parametern zu laden.


    Die benötigten Treiber sind im Anhang.

    siehe auch hier:

    https://www.vogons.org/posting.php?mode=quote&f=62&p=612723


    BIOS:



    Floppy Drive (Citizen W1D):



    Grafikkarte

    PCChips

    Datenblatt:

    65545.pdf

    VGA Mueseum:

    http://www.vgamuseum.info/inde…chips-technologies-f65545


    Fazit:
    Grundsätzlich ist es ein tolles Gerät, mit vernünftigem Display, die Leistung (Pentium 90) reicht für viele Spiele gut aus, die Grafikkarte ist mit 1MB ausreichend.
    Als Soundkarte ist ja ein ESS688 mit OPL3 onboard, der Adlib und Sound Blaster Pro kompatibel ist und gut klingt.
    - Der Klang über den eingebauten Lautsprecher ist nicht richtig prickelnd, aber um mal kurz eine Runde zu spielen reichts dann auch aus.
    - Line Out per Kopfhörer ist trotz ESSVOL auf 2 zu laut, an ext. Lautsprecher und dann an Kopfhörer geht aber gut.


    Stand 2020:

    - läuft weiterhin sehr gut, immer wieder erstaunlich wie gut das Display ist!

    - 2GB Sandrisk CF Karte intern (keine Industrial!)

    - zum Datenaustausch wird ein PCMCIA - CF Adapter


    aktuelle Probleme:

    - für den PCChips Grafikchip fehlen noch Win 98 Treiber

    - S2P per Midi läuft noch nicht ganz

    - ESS CFG (IRQ Settings werden nicht übernommen)


    To Do:

    - vernünftige Fotos vom Gerät irgendwann

  • Verbaut ist ein W1D von Citizen mit nem proprietären Floppy Anschluss. Die haben aber wohl alle das gleiche Problem mit dem Riemen. Hatte schon eins von @wolfig.sys was ich plündern konnte, aber das Problem mit dem Riemen ist geblieben.


    Würde auch ein Gotek reinbauen, aber dann müsste man sich wohl ne Blende bauen und den Anschluss umlöten?


    "Das geht über unsere Vorstellungskraft, Jamaika hat ne Bob Mannschaft"


    Das Teil kann von PCMCIA Booten, vielleicht kann man damit was machen? Cf Karten laufen aber mWn erst ab 98?

  • Interessantes Kopfmuster. Innen-Außen-Innen-Außen... nicht schlecht.


    Gameport. Entweder die Docking Station dazu, oder halt ne PCMCIA GamePort Karte ;)


    ATA PCMCIA geht locker unter DOS. Mit CF Karten... so lala, aber PCMCIA Festplatten und kleine CF SD Karten (8-128MB) geht selbst
    mit den alten CardSoft Treibern von 92. Und die fressen wenigstens auch nicht so viel RAM wie die von 93 oder 94. Die sind mörderisch.

  • Kopfmuster, versteh ich nicht :)


    Hast du hierzu nähere Infos? Vielleicht einen Link wo ich nachlesen kann? Einen CF PCMCIA Adapter hab ich hier.

  • Ein Linearer Seek Test bewegt den Aktuator einer Festplatte und geht im Normalfall meißt von Kopf 0 über alle Spuren hinweg und kommt damit ein Schritt weiter in die Mitte zur Festplatte.


    Damit hast du einen Bogen beim Anstieg, welcher leicht abflacht nach ca 1/3 der Festplatte.
    Stepper Motor Festplatten hingegen machen keinen Bogen, sondern eine Gerade welche steil monoton wachsend ist.


    Deine Platte macht aber 1,1/2 Zwiebeldächer / Berge.
    Auch flacht bei dir gegen Mitte (Spitze) die Zeit für einen Schritt ab, aber wenn die mit einem Kopf-Spuren Level fertig ist am Todpunkt, gehts rückwärts wieder nach Außen zum Plattenrand, und dann wieder zur Mitte. Nicht häufig, aber hab ich eher bei 2,5" Platten gesehen.



    PCMCIA CF / SD fällt eigentlich einfach unter PCMCIA ATA Geräte, sowie Festplatten. Ich hab ja auch ne echte PCMCIA Festplatte
    (meine tote Maxtor geht wieder, yay).


    Damit sollte das Ding nahezu nativ von den ATA CardSoft PCMCIA Treibern unterstützt werden. Treiber laden, Einstecken, D: aufrufen.

  • Der Absturz bei Doom hat höchstwahrscheinlich mit dem Ram(timing oder fehlerhaft) zu tun. Alle Abstürze die ich dieser Art kenne("plane switch" und dann "crash") standen immer mit vorher genannten Ursachen in Verbindung. Kommt der crash nur beim melting effect oder auch beim demo playback?

  • Ah! Stimmt, ist mir noch gar nicht richtig aufgefallen. Ist eine 2,5 IBM, 800MB, kackt bei vielen kleinen Dateien schlimmer als eine SSD ab, sonst relativ flott, nur halt nervig laut (Tinitus Fiepen).


    Danke für den Tipp, schaue ich mir an!


    @Amadeus777999 demo playback z.B. über Phil's Benchmark? Falls ja, meine das der lief.
    Ich nehme aber mal zum Test den zusätzlichen RAM raus.

  • Ich habe das selbe Floppy in einen Escom 386 Notebook,
    und die Ersatzriemen passen nicht 100% ich hab es bereits mehrmals probiert diese zu wechseln.
    Das Problem ist der Ersatzriemen von Ebay hat die Falsche Form.
    Der rutscht durch wenn die Diskette bissl schwerer geht..


    Eigentlich müsste man hier ein Gotek einpflanzen..
    Hab eigentlich alles hier und beim Escom kann man gottseidank am Mainboard noch an normal Große Pin's löten.. Den das SMD Kabel hat nur auf der Floppy Seite den bösen Flachverbinder..

  • Kurzes Update bevor die buckelige Verwandtschaft kommt


    @Amadeus777999 Abstürze sind ohne zusätzlichen RAM nicht mehr bei Doom. Der int RAM hat wohl 70ms die ext. Module 75ms timings, vielleicht liegts auch daran?


    @wolfig.sys sobald ich eine cf Karte in den Adapter im Notebook packe schmiert die Kiste ab oder startet garnicht erst. Die cardware Treiber finden aber den cirrus logic Controller, vielleicht ist der Adapter einfach Müll. Welchen kann man denn problemlos nutzen?

  • Sehr gut - zumindest bist Du eine Fehlerquelle los.


    Prüfe das auch mit memtest nach - dort sollte es zu Fehlern kommen. Es ist manchmal leider schwer zwischen einem Speicherproblem das auf einem hardware- oder timing-Problem besteht zu unterscheiden.


    Sollte bei Doom der Absturz auch im Titelbild passieren dann könnte es sein das das Modul etwas hat. Aber wie gesagt - reine Hypothese.

  • Ahja, Hier nochmal für die Öffentlichkeit:


    http://www.amphus.com/chips/pd…ard.Operating.Voltage.pdf


    Pin 43 und Pin 57 des PCMCIA-Adapters müssen getrennt werden, dann werden die Karten als 5V only erkannt. Hat zumindest bei meinem PC4ND gegen die Abstürze geholfen.


    Bitte unbedingt daran denken NUR 5V fähige (CF) Karten zu nutzen, es drohen sonst Schäden. Microdrives sollten keine Probleme machen, ebenso alte CF-Karten (so im 512MB Bereich und kleiner).

  • Eher den Adapter, der ist ersetzbar ;-)


    BTW: falls wer den Lappi offen haben sollte: könnt ihr mal nachmessen ob meine Vermutung stimmt und am PCMCIA Chipset einfach die 3,3 Versorgung fehlt?

  • Interessantes Kopfmuster. Innen-Außen-Innen-Außen... nicht schlecht.


    Gameport. Entweder die Docking Station dazu, oder halt ne PCMCIA GamePort Karte ;)


    ATA PCMCIA geht locker unter DOS. Mit CF Karten... so lala, aber PCMCIA Festplatten und kleine CF SD Karten (8-128MB) geht selbst
    mit den alten CardSoft Treibern von 92. Und die fressen wenigstens auch nicht so viel RAM wie die von 93 oder 94. Die sind mörderisch.

    Hast du diese erwähnten Treiber von '92?
    Wie bekomme ich die Soundkarte unter DOS ans laufen, bisher habe ich nur Win95 Treiber gefunden.

    Meine Vintagerechner: XT (NEC V20) #-# Epson XT portable #-# HighScreen 286@16MHz #-# L&P 286-20MHz #-# Cyrix 386DRx²-33/66 #-# ESCOM Black Slim Am386DX@40MHz #-# IndustriePC Am5x86-133 #-# Cyrix 5x86@100 VIP #-# Libretto 50CT #-# && 1x Sockel 8 & 3x Sockel4 (60MHz + 66MHz)

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